Offener Brief an Bischof Feige

Offener Brief an Bischof Feige

Sehr geehrter Herr Bischof Feige,

bei Ihrem unangekündigten, überrumpelnden Besuch im Hospiz Schloss Bernstorf am 29. Juni 2026 ist es uns leider nicht gelungen, ein klärendes Gespräch über meine erlebte sexualisierte Gewalt durch das schuldhafte Verhalten vom Bistum Magdeburg zu führen.  

Als ich Sie damit konfrontierte, dass Sie aus meiner Sicht Schuld an meinem Selbstmordversuch haben, weil Sie mich im Jahr 2003 mit 25.000€ wieder zum Schweigen bringen wollten, haben Sie das Gespräch beendet und fluchtartig das Hospiz Schloss Bernstorf verlassen. 

Mitglieder der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexueller Gewalt im Bistum Limburg sind damit beschäftigt meinen ‚Fall‘ aufzuarbeiten. Bestimmt haben Sie davon Kenntnis, denn zwei Mitarbeiter dieser Kommission haben auch Akten im Bistum Magdeburg ausgewertet.

Es ist sehr bedauerlich, dass Sie bei Ihrem Besuch im Hospiz über diesen Aufarbeitungsprozess nicht gesprochen haben. 

Es tut mir sehr leid, dass ich im Beisein von Angestellten im Hospiz, bei Ihrem fluchtartigen Verlassen, Ihnen nachgerufen habe: „Bischof Feige ist ein Mörder!“ Denn diese Angestellten wussten ja nicht, in welchem Zusammenhang meine Äußerung stand. 

Vielleicht kommt es zwischen uns beiden doch noch zu einem ‚Akt der Versöhnung‘ – denn durch die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexueller Gewalt im Bistum Limburg könnte endlich mein ‚Fall‘ aufgearbeitet werden.

Hoffnungsvolle Grüße

Nobert Denef

Mobil: 01602131313

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