Offener Brief selbstbestimmtes Sterben


Offener Brief

Sehr geehrte Damen und Herren,

Initiatoren der fraktionsübergreifenden Gruppe für ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben im Deutschen Bundestag,  

sehr geehrte Frau Katrin Helling,

sehr geehrte Frau Renate Künast,

sehr geehrter Herr Lukas Benner,

sehr geehrter Herr Helge Lindh,

sehr geehrte Frau Nina Scheer,

sehr geehrter Herr Till Steffen,

sehr geehrte Frau Dr. Petra Sitte,

sehr geehrter Herr Lars Castellucci, Hauptinitiator des restriktiven Gegenentwurfs,

Der Bundestag läßt schwersterkrankte, todgeweihte Menschen allein.

Selbstbestimmt sterben können – bitte unterstützen Sie uns Betroffene dabei! 

2018 brach bei mir Darmkrebs aus. Die OP und die neue Lebenssituation waren furchtbar. Ich habe acht schmerzgeplagte Jahre hinter mir. Meine Frau pflegte mich, bis sie selbst zum Pflegefall wurde wegen Multisystematrophie (MSA). Unsere Tochter kümmerte sich um uns beide, bis bei ihr, noch viel zu jung, 2026 Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt wurde. Für jeden einzelnen von uns gibt es aktuell keine Selbstbestimmung.

Bitte ermöglichen Sie es Menschen, deren Leben sich zu Ende neigt, die Selbstbestimmung über ihr Leben und ihren Tod zu bewahren.

Die Hürden für diese Menschen dürfen dafür nicht zu hoch gemacht werden. Allein die Tatsache, noch eine eigene andere Option zu haben, macht ihnen ihr Leid besser ertragbar.

Mediziner, die diesen betroffenen Menschen bei einem würdevollen Sterben auf deren Wunsch hin helfen, dürfen nicht kriminalisiert werden.

Bitte schaffen Sie einen rechtlich abgesicherten Raum. Bitte einigen Sie sich endlich.

Hoffnungsvolle Grüße

Norbert Denef

Mobil: +49(0)6102131313

norbert@norbert.com

norbert.denef.com


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