Offener Brief an den Bischof von Magdeburg

Am 6. Juni 1134 ist Norbert von Xanten in Magdeburg verstorben. Er ist Patron des Bistums Magdeburg und des Magdeburger Landes.

In der Kirche, in der ich getauft wurde, befindet sich ein Fensterbild mit dem Heiligen Norbert. Wahrscheinlich hat mir meine Mutter deshalb den Namen Norbert gegeben.

Friedrich Maria Rintelen, der damalige Bischof von Magdeburg, segnete mich, als ich noch sehr klein war. Meine Mutter hielt mich dabei auf dem Arm. Er sprach die Worte, die ich bis heute nicht vergessen habe: „Du wirst bestimmt später mal ein Bischof!“ Dabei machte er mit seinem Daumen auf meiner Stirn ein Kreuzzeichen.

Ein Bischof ist aus mir nicht geworden. Stattdessen wurde ich vom damaligen Vikar der Gemeinde, Alfons Kamphusmann, vom 10. bis zum 16. Lebensjahr sexuell vergewaltigt.

Friedrich Maria Rintelen hat damals den Serientäter Alfons Kamphusmann immer wieder versetzt, wenn in der jeweiligen Gemeinde ‚darüber‘ gesprochen wurde. In sieben verschiedene Gemeinden wurde er stillschweigend versetzt.

Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen war angesagt, um die Macht der Kirche zu erhalten. Wir Kinder wurden dabei ‚geopfert‘.

Mit Ihnen, lieber Herr Bischof Feige, bin ich bereit, mich zu treffen – für einen ‚Akt der Versöhnung‘.

Deshalb schrieb ich Ihnen persönlich am 12. und 25. Mai, sowie am 3. Juni 2026. Ich füge diese Briefe in der Anlage hinzu.

Bis heute habe ich keine Antwort von Ihnen erhalten. Das bedauere ich sehr, denn viel Zeit für einen ‚Akt der Versöhnung’ bleibt uns nicht mehr.

Was für ein schrecklicher Zustand das ist – im Hospiz Schloss Bernstorf auf den Tod zu warten… während Sie Herr Bischof Feige, dass Gleiche tun, wie Ihre Vorgänger: Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen…

In Ihrem Arbeitszimmer hängt ein Bild von Bischof Friedrich Maria Rintelen. Als ich vor einigen Jahren bei Ihnen war, um über einen ‚Akt der Versöhnung‘ zu sprechen, erwähnte ich, dass er derjenige war, der den Serientäter Vikar Alfons Kamphusmann damals in sieben Gemeinden versetzt hat, um die Verbrechen zu verschweigen, verleugnen und zu vertuschen. Leider folgte von Ihnen damals keinerlei Reaktion.

Wenn sie ernsthaftes Interesse an einem ‚Akt der Versöhnung‘ haben, dann bleibt uns dafür nicht mehr viel Zeit.

Wie Sie bestimmt wissen, Herr Bischof Feige, beträgt die durchschnittliche Überlebenszeit in einem Hospiz zwei bis vier Wochen.

Meine Tochter hat Bauchspeicheldrüsenkrebs, aggressiv und schnellwachsend. Deshalb wünsche ich mir sehr, dass Sie sich, Herr Bischof Feige, auf den Weg machen, damit meine Tochter noch eine Entschuldigung und eine Wiedergutmachung erfährt, für das Unrecht, was uns als Familie, durch das Bistum Magdeburg, widerfahren ist.

Möge uns und Ihnen ein friedliches Ende gelingen…

Freundliche Grüße aus dem Hospiz Schloss Bernstorf,

Norbert Denef

Mobil: +49(0)6102131313

norbert@denef.com

norbert.denef.com

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12.05.26

Lieber Herr Feige,

seit Freitag, 8. Mai 2026, ist das unsere neue Adresse:

Hospiz Schloss Bernstorf

Am Schloss 5

23936 Bernstorf

Unsere Tochter hat am 6. Mai die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen.

Wir sind verzweifelt!

Wie es mit Kristin weitergeht, werden wir wahrscheinlich in den nächsten Tagen erfahren. Zur Zeit ist sie im Krankenhaus, zwecks umfangreicher Diagnostik.

Es wird, realistisch gesehen, so kommen, dass wir dann ALLE drei im Hospiz intensiv gepflegt werden.

Wir haben im Schloss Bernstorf ein großes Zimmer, mit einem eigenem Wohnbereich für Kristin.

Für Besucher besteht die Möglichkeit, im DG Zimmer anzumieten – ein friedliches, versöhnliches Treffen wäre hier im Hospiz Schloss Bernstorf möglich.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Sie uns offiziell besuchen kommen – mit einer großzügigen Spende für das Hospiz.

Viel Zeit für einen ‚Akt der Versöhnung’ bleibt uns nicht mehr!

Zu erreichen bin ich unter: 01602131313

Liebe Grüße Norbert Denef

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25.05.2026

Lieber Herr Bischof Feige,

meine E-Mail an Sie, „Akt der Versöhnung“, vom 12.05.2026, blieb bisher unbeantwortet.

Vielleicht haben Sie diese Nachricht nicht erhalten, oder hatten keine Zeit, darauf zu antworten.

Es könnte aber auch sein, dass Ihre Anwälte Ihnen geraten haben, grundsätzlich mit mir keinen direkten Kontakt mehr aufzunehmen. Diesbezüglich versichere ich Ihnen hiermit, dass es dafür keinen Grund mehr gibt, denn ich beabsichtige nicht mehr einen Klageweg gegen das Bistum Magdeburg anzustreben.

Meine Tochter, Kristin Denef, hatte Ihnen vor längerer Zeit ausführlich geschildert, warum sie es gerecht finden würde, wenn Sie einer gerichtlichen Klärung zustimmen. Sie dagegen haben sich stattdessen auf die Einrede der Verjährung berufen und so den Prozess verhindert.

UNSERE ‚Streitigkeiten‘ sind nun nicht mehr wichtig, denn der nahende Tod meiner Tochter hat unsere Situation grundlegend verändert.

Kristins Ergebnis der Leberpunktion: Adenokarzinom (aggressiv und schnellwachsend) – die Leber voller Metastasen – OP und Heilung ausgeschlossen – Aufnahme ins Hospiz… „die statistische Lebenserwartung unter einem Jahr, ohne Behandlung oft bei nur wenigen Monaten. Diedurchschnittliche Überlebenszeit (mediane Überlebensrate) mit medizinischer Behandlung bewegt

sich laut medizinischen Fachberichten im Bereich von etwa 6 bis 11 Monaten.“

Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, sind auch meine Frau und ich seit 8.05.2026 im Hospiz Schloss Bernstorf. Unsere Lebenserwartung ist ebenfalls gering.

Gestern, am Pfingstsonntag, besuchte uns ein Neffe aus meiner Herkunftsfamilie, die mich, meine Frau und meine Kinder, seit 33 Jahren ausgrenzt. Er war gekommen, um mit uns einen ‚Akt der Versöhnung‘ anzustreben. Dafür hat er die Fahrt von 700 km auf sich genommen, also 1400 km an einem Tag.

Es war ein wunderbares Erlebnis für uns!

Ich erinnerte mich an meine Kindheit, als der damalige Pfarrer im Pfingstgottesdienst sagte: „Der Heilige Geist weht, wo er will!“

Lieber Herr Bischof Feige,

wenn Sie sich auf den Weg machen, mit einer großzügigen Spende für das Hospiz Schloss Bernstorf, dann wäre das sicherlich auch ein gutes Zeichen für meine gesamte Herkunftsfamilie – einen ‚Akt der Versöhnung‘ anzustreben. Aber nicht nur für uns, sondern bestimmt auch für die gesamte Gesellschaft, dass nicht nur Versöhnung, sondern auch friedliches Miteinander möglich ist.

Meiner Tochter geht es von Tag zu Tag immer schlechter – Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, sich mit ihr friedlich zu versöhnen!

Die MitarbeiterInnen hier im Hospiz Schloss Bernstorf leisten sehr gute Arbeit, viel zu wenig dringt davon nach draußen. Die Ängste, einen ‚Gast‘, so werden hier Sterbende genannt, zu besuchen, sind groß. Mit dem Tod, will man in der Regel nichts zu tun haben. Das ist falsch, denn der Tod gehört mit zum Leben, sowie auch die Musik mit zum Leben gehört.

Hier im Festsaal des Schlosses gibt es einen Flügel, der schon sehr lange nicht mehr spielbar war.

Die Kosten für eine Reparatur konnten vom Hospiz nicht übernommen werden, weil dafür entsprechende Spenden nicht zur Verfügung stehen.

Das Hospiz kämpft ums überleben!

Kurz entschlossen habe ich in der vergangenen Woche eine Reparatur des Flügels beauftragt, die Kosten dafür habe ich selbst übernommen. Zwei Tage später habe ich noch ein Klavierkonzert organisiert. Die meisten ‚Gäste‘ konnten nicht daran teilnehmen, weil sie bettlägerig sind. Für sie hat man die Türen geöffnet, um den voluminösen Klang des frisch gestimmten Flügels zu genießen.

Viele Tränen wurden dabei vergossen, aber auch viel Freude war in dem Festsaal zu spüren.

Weitere Konzerte sind geplant unter:

„Konzertevent Hospiz Schloss Bernstorf“

Diesbezüglich gibt es bereits freudige Spender, jedoch noch viel zu wenig.

Ihre Spende, Herr Bischof Feige, würde nicht nur das ‚Konzertevent‘ unterstützen, sondern auch sehr wesentlich dazu beitragen, die Arbeit im Hospiz zu erleichtern.

Meinem Anwalt habe ich signalisiert, dass ich keine Kraft mehr für einen Prozess habe.

Stattdessen schlage ich vor, dass Sie und ich, lieber unsere letzten Reserven für einen ‚Akt der Versöhnung‘ einsetzen sollten.

Mit Musik im Festsaal des Schlosses Bernstorf könnten wir uns friedlich und liebevoll verabschieden.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

PS: Mit der Bitte um Eingangsbestätigung, ob Sie persönlich meine Nachricht erhalten haben.

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3.06.2026

Lieber Herr Bischof Feige,

für das freundliche Gespräch heute mit Ihrer Sekretärin bedanke ich mich sehr.

Ich teilte ihr mit, dass ich mich sehr über einen Rückruf von Ihnen freuen würde. Sie bräuchten keine Ängste mehr zu haben, sagte ich ihr, denn eine Klage werde ich nicht mehr anstreben.

Mein Anliegen ist, zum ‚Schluss‘ doch noch ein friedliches Miteinander hinzubekommen.

Vielleicht finden Sie keine Möglichkeit, uns hier im Hospiz Schloss Bernstorf persönlich zu besuchen, wollen aber dennoch etwas GUTES tun:

Spende an:

Schloss Bernstorf gemeinnützige GmbH

IBAN: DE04 1406 1308 0001 9916 98

Verwendungszweck: „Musikevent Hospiz Schloss Bernstorf“

Der Tod gehört zum Leben, sowie auch Musik zum Leben gehört!

Freundliche Grüße

Norbert Denef

Mobil: +49(0)6102131313

norbert@denef.com

norbert.denef.com