<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Sexueller Missbrauch: Norbert Denef - Ich wurde sexuell missbraucht</title>
	<atom:link href="http://norbert.denef.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://norbert.denef.com</link>
	<description>Norbert Denef berichtet von seinen Erfahrungen …</description>
	<lastBuildDate>Tue, 09 Feb 2010 05:55:40 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=abc</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Die Scheinheiligen &#8211; Die katholische Kirche und der Sex</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/08/die-scheinheiligen-die-katholische-kirche-und-der-sex/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/08/die-scheinheiligen-die-katholische-kirche-und-der-sex/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 20:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1167</guid>
		<description><![CDATA[SPIEGEL Nr. 6 / 8.2.10
Scham und Angst
Die katholische Kirche wird von einer Reihe sexueller Missbrauchsfälle erschüttert. Betroffen sind nicht nur die Jesuitenschulen. Fast hundert Kirchenmänner gerieten in den letzten Jahren in Missbrauchsverdacht. Nach Jahrzehnten der Verdrängung bricht jetzt die Schweigemauer.
Weiter lesen&#8230;
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4661,00.html
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SPIEGEL Nr. 6 / 8.2.10</p>
<p><strong>Scham und Angst</strong></p>
<p>Die katholische Kirche wird von einer Reihe sexueller Missbrauchsfälle erschüttert. Betroffen sind nicht nur die Jesuitenschulen. Fast hundert Kirchenmänner gerieten in den letzten Jahren in Missbrauchsverdacht. Nach Jahrzehnten der Verdrängung bricht jetzt die Schweigemauer.</p>
<p>Weiter lesen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4661,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4661,00.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/08/die-scheinheiligen-die-katholische-kirche-und-der-sex/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erziehung ist strafbar</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/08/erziehung-ist-strafbar/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/08/erziehung-ist-strafbar/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 17:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1162</guid>
		<description><![CDATA[sueddeutsche.de 8.02.2010
Italienisches Gericht verurteilt Eltern minderjähriger Vergewaltiger
Von Andrea Bachstein
Rom &#8211; Zu insgesamt 450 000 Euro Schadenersatz hat in Mailand ein Gericht die Eltern mehrerer minderjähriger Vergewaltiger verurteilt. Die Jugendlichen hatten über zwei Jahre hinweg ein Mädchen missbraucht, das zu Beginn der Misshandlungen zwölf war. Die Jungen waren zwei bis drei Jahre älter. Die Zivilkammer begründete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sueddeutsche.de 8.02.2010</p>
<p><strong>Italienisches Gericht verurteilt Eltern minderjähriger Vergewaltiger</strong></p>
<p>Von Andrea Bachstein</p>
<p>Rom &#8211; Zu insgesamt 450 000 Euro Schadenersatz hat in Mailand ein Gericht die Eltern mehrerer minderjähriger Vergewaltiger verurteilt. Die Jugendlichen hatten über zwei Jahre hinweg ein Mädchen missbraucht, das zu Beginn der Misshandlungen zwölf war. Die Jungen waren zwei bis drei Jahre älter. Die Zivilkammer begründete das Urteil der Tageszeitung Corriere della Sera zufolge mit Erziehungsversäumnissen. Die Eltern hätten nicht dafür gesorgt, dass ihre Söhne Achtung vor den Gefühlen, den Wünschen und dem Körper anderer Menschen entwickeln.</p>
<p>Weiter lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/P5E38w/3212412/Erziehung-ist-strafbar.html" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/P5E38w/3212412/Erziehung-ist-strafbar.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/08/erziehung-ist-strafbar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fernsehtip: ARD &#8211; Brisant am 9.02.2010 um 17:15 Uhr</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/08/fernsehtip-ard-brisant-am-2-02-2010-um-1715-uhr/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/08/fernsehtip-ard-brisant-am-2-02-2010-um-1715-uhr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 14:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=986</guid>
		<description><![CDATA[geplant ist ein Interview mit mir zum Thema:
Sexualisierte Gewalt &#8211; Auswirkungen für die Opfer
Hoffnungsvolle Grüße
Norbert Denef
_______________________________________
4.02.2010, 18:15 Uhr
So eben habe ich vom Sender erfahren, dass für mein Interview in der heutigen Sendung kein Platz mehr war und es auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
_______________________________________
5.02.2010,
Heute teilte mir der Sender mit, dass das Interview voraussichtlich am 8.02.2010 um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>geplant ist ein Interview mit mir zum Thema:</p>
<p><strong>Sexualisierte Gewalt &#8211; Auswirkungen für die Opfer</strong></p>
<p>Hoffnungsvolle Grüße</p>
<p>Norbert Denef<br />
_______________________________________</p>
<p>4.02.2010, 18:15 Uhr<br />
So eben habe ich vom Sender erfahren, dass für mein Interview in der heutigen Sendung kein Platz mehr war und es auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.<br />
_______________________________________<br />
5.02.2010,<br />
Heute teilte mir der Sender mit, dass das Interview voraussichtlich am 8.02.2010 um 17:15 Uhr gesendet wird.<br />
_______________________________________<br />
8.02.2010,<br />
Aktueller Stand: Der Beitrag soll nun am <strong>9.02.2010 um 17:15 Uhr</strong> gesendet werden.</p>
<p>Möge diesmal die Übung gelingen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.mdr.de/brisant/" target="_blank">http://www.mdr.de/brisant/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/08/fernsehtip-ard-brisant-am-2-02-2010-um-1715-uhr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?&#8221;</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/08/lieben-sie-kinder-mehr-als-ihnen-lieb-ist/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/08/lieben-sie-kinder-mehr-als-ihnen-lieb-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 03:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Tätersprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1141</guid>
		<description><![CDATA[
&#8220;Sexualisierte Gewalt ist Seelenmord. Es müsste ein Verbot geben, ihn mit Liebe zu vergleichen. Die Guten nun geben sich selbst freiwillig dieses Gesetz; man sollte aber auch die der gemeinen Art dazu zwingen&#8221; (Norbert Denef)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aZ2e51Oq36o&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/aZ2e51Oq36o&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8220;Sexualisierte Gewalt ist Seelenmord. Es müsste ein Verbot geben, ihn mit Liebe zu vergleichen. Die Guten nun geben sich selbst freiwillig dieses Gesetz; man sollte aber auch die der gemeinen Art dazu zwingen&#8221; (Norbert Denef)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/08/lieben-sie-kinder-mehr-als-ihnen-lieb-ist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mir geht es nicht um Rache sondern um Gerechtigkeit</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/07/mir-geht-es-nicht-um-rache-sondern-um-gerechtigkeit/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/07/mir-geht-es-nicht-um-rache-sondern-um-gerechtigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1132</guid>
		<description><![CDATA[Leipziger Volkszeitung 6.02.2010
Der in Delitzsch sexuell missbrauchte Norbert Denef über das Leben seit der Offenbarung und dem Bieniek Interview
Delitzsch.  Die aktuellen Nachrichten aus Berlin, Bonn und anderen Orten in Deutschland erinnern an das was vor rund 50 Jahren in Delitzsch geschah. Derzeit schockieren Jesuiten Patres die Öffentlichkeit, die an Gymnasien des katholischen Ordens junge Leute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leipziger Volkszeitung 6.02.2010</p>
<p><strong>Der in Delitzsch sexuell missbrauchte Norbert Denef über das Leben seit der Offenbarung und <a href="http://norbert.denef.com/2010/01/16/%e2%80%9eich-hatte-noch-ein-paar-dinge-zu-verarbeiten%e2%80%9c/" target="_blank">dem Bieniek Interview</a></strong></p>
<p>Delitzsch.  Die aktuellen Nachrichten aus Berlin, Bonn und anderen Orten in Deutschland erinnern an das was vor rund 50 Jahren in Delitzsch geschah. Derzeit schockieren Jesuiten Patres die Öffentlichkeit, die an Gymnasien des katholischen Ordens junge Leute unterrichteten und dabei eindeutig zu weit gingen. Sie missbrauchten ihre Schüler und brachen deren Seelen und das Gesetz. In der Loberstadt vergriff sich einst der von vielen in der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien verehrte Alfons Kamphusmann an etlichen Schutzbefohlenen. Zu denen die unter der sexuellen Gewalt des Priesters litten und noch immer leiden gehört Norbert Denef. Aus seiner früheren Heimat erfuhr der heute 60 Jährige unlängst Rückendeckung aus prominentem Munde (<a href="http://norbert.denef.com/2010/01/16/%e2%80%9eich-hatte-noch-ein-paar-dinge-zu-verarbeiten%e2%80%9c/" target="_blank">wir berichteten</a>). Über den Beistand von Delitzsch Exoberbürgermeister Heinz Bieniek und das weiterhin schwierige Unterfangen als Betroffener die Mauer des Schweigens zu durchbrechen, äußerte sich Denef im folgenden Interview der Woche.<span id="more-1132"></span><br />
<em><br />
Sie haben vor etwas mehr als vier Jahren mit dem Bekanntmachen Ihrer Geschichte ein deutschlandweites Medieninteresse hervorgerufen, später in einem Buch geschildert, wie das ist, wenn den erwachsenen Menschen der sexuelle Missbrauch, den er als Minderjähriger erlitten hat, auf brutale Weise einholt. 35 Jahre nach den Taten haben Sie das allgemeine Schweigen nicht mehr aushalten können und sich offenbart. Im Rückblick auf die Zeit seit dem Jahreswechsel 2005/2006: Wie geht es Ihnen heute – besser oder schlechter als damals?</em></p>
<p>Ich denke nach wie vor ich jeden Tag darüber nach: „Springe ich oder springe ich nicht.“ Denn die Mauer des Schweigens und die Ausgrenzung zu ertragen, gleicht einer Hinrichtung auf Raten.<br />
35 Jahre habe ich geschwiegen. Diese Zeit vergleiche ich gern mit Einzelhaft, wo die Mauern um einen herum so dick sind, die es verhindern dem Leid Worte zu geben. Da ich als Jugendlicher sechs Wochen lang in Einzelhaft verbringen musste, weiß ich wovon ich rede. Es waren zwar „nur“ sechs Wochen, dennoch haben sie mein Leben verändert. Im Roten Ochsen in Halle/S habe ich vor einiger Zeit das Kapitel „Einzelhaft“ vorgelesen.<br />
Als ich es 1993 endlich wagte, meine 35 jährige Schweigemauer im Familienkreis und im Beisein der beiden Täter zu brechen, wurde nicht nur ich, sondern auch meine Frau und meine beiden Kinder von meiner Herkunftsfamilie als „Nestbeschmutzer“ ausgegrenzt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Zwei Tage nach dem meine Geschichte im Dezember 2005 im SPIEGEL erschien, wurde meine Frau auf Ihrer Arbeitsstelle gemobbt. Ein Jahr lang hat sie das ertragen, danach wurde sie arbeitsunfähig. Ihr Arbeitgeber war die katholische Kirche.</p>
<p><em>Sie haben den mutigen Schritt über ihr Schicksal öffentlich zu sprechen seiner Zeit allein getan. Immer noch Don Quichotte oder spüren Sie inzwischen so etwas wie Rückenhalt?</em></p>
<p>Viele unterstützen mich in meiner Arbeit. In der Zwischenzeit habe ich durch meine Öffentlichkeitsarbeit sehr viele Kontakte und erfahre dadurch Unterstützung im Kampf gegen das Verschweigen sexualisierter Verbrechen, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Diese Menschen geben mir die Kraft nicht aufzugeben. Ich bin kein „Einzelkämpfer“ mehr.</p>
<p><em>Ihre Hoffnung, die katholische Gemeinde in Delitzsch werde sich gemeinsam mit Ihnen auf den Weg der Aufarbeitung begeben, hat sich schnell zerschlagen. Wie verhält sich die Amtskirche, seit das Bistum Magdeburg &#8211; wie Sie sagen &#8211; 25 000 Euro Schweigegeld gezahlt hat?</em></p>
<p>Gleichwohl Zeitzeugen bestätigen, dass das was ich in meinem Buch geschrieben habe nicht gelogen sei, bestreitet die Amtskirche nach wie vor, Pfarrer Alfons Kamphusmann immer wieder straf versetzt zu haben, wenn seine „Neigungen“ in der jeweiligen Gemeinde bekannt wurden. Der damaligen Amtskirche war es offensichtlich egal, ob Kindern und Jugendlichen Schaden zugefügt wurde. Das Ansehen der Kirche war ihnen wichtiger. Es wird Zeit, dass nicht nur in Irland Bischöfe zurücktreten, sondern auch in Deutschland. Es wird Zeit, dass ein Bischof, der ein Opfer zum Schweigen zwingt, Verantwortung übernimmt, seinen Hut nimmt und geht.</p>
<p><em>Nach der rigorosen Abweisung durch den Kirchenvorstand im Jahr 2006 war das Thema Norbert Denef für die Mariengemeinde vom Tisch. Vor wenigen Tagen hat ein Mitglied der Gemeinde, der frühere Delitzscher Oberbürgermeister Heinz Bieniek, in einem Kreiszeitungsinterview geäußert, dass die „gewissen Neigungen“ des Vikars Alfons Kamphusmann im Prinzip allen bekannt waren, die in den Sechzigerjahren aktiv am Gemeindeleben teilnahmen. Sie hätten hier und da vielleicht ein wenig übertrieben, aber gelogen hätten Sie nicht. Wie kommen solche Sätze bei Ihnen an?</em></p>
<p>Gemeinsam mit Heinz verbrachte ich meine Kindheit und teilweise auch meine Jugend in Delitzsch. Er bestätigt in dem Interview, dass die katholische Kirche die Verbrechen von Pfarrer Alfons Kamphusmann verschwiegen, verleugnet und vertuscht hat, so wie ich es in meinem Buch geschrieben habe. Ihn ebenfalls der Lüge zu bezichtigen und auszugrenzen, so wie ich es bisher erfahren musste/muss, wäre eine Möglichkeit. Handeln, etwas an der eigenen Einstellung und am Verhalten verändern, sich eindeutig auf die Seite der Opfer stellen, wäre die andere Möglichkeit. Dazu benötigt man Zivilcourage. Heinz Bieniek hat sie aufgebracht, wenn auch sehr spät.</p>
<p><em>Empfinden Sie Genugtuung?</em></p>
<p>Unter Genugtuung verstehe ich ein Gefühl der vollständigen Zufriedenheit, mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen einverstanden zu sein, nichts auszusetzen zu haben. Dass Heinz Bieniek als Zeitzeuge auftritt und bestätigt, was ich seit vielen Jahren öffentlich sage, erkenne ich hoch an. So lange die Schäden der Opfer nicht anerkannt und die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, gibt es keine Genugtuung.</p>
<p><em>Was kann aus den Äußerungen von Heinz Bieniek erwachsen?</em></p>
<p>Vielleicht finden dadurch mehr Menschen den Mut, Ihr Schweigen zu brechen.</p>
<p><em>Sie stehen seit Ihrem Outing im Kontakt zu weiteren Opfern aus Delitzsch. Wie gehen die mit dem Trauma um?</em></p>
<p>Der Umgang mit dem Trauma ist immer unterschiedlich. Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern jeder hat seinen eigenen, den es gilt zu achten. Viele Opfer schweigen, ein Leben lang. Sie schaffen es nicht, diesen Teufelskreis Opfer-Täter-Opfer-Täter zu zerbrechen.</p>
<p><em>Deutsche Bistümer installieren inzwischen Beauftragte und Kommissionen zur Prüfung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche. Was denken Sie darüber?</em></p>
<p>Stellen Sie sich bitte vor, die Mafia würde, um ihre Kriminalität zu bekämpfen, Beauftragte und Kommissionen zur Prüfung von Vorwürfen ihrer kriminellen Machenschaften installieren. Da würde sich doch jeder normal denkende Mensch an den Kopf greifen und sich fragen, was soll das. Diese Einrichtungen sind aus meiner Sicht eine Verhöhnung der Opfer.</p>
<p><em>Delitzsch ist überall und sexuell missbraucht wird nicht nur in Kirchenkreisen. Sie kämpfen inzwischen dagegen an, dass der Deutsche Bundestag Ihre Petition, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufzuheben, abgelehnt hat, scharen im Internet Sympathisanten um sich, wollen den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einschalten. Wie realistisch ist es darauf zu hoffen, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder in unserer Gesellschaft nicht immer nur dann zum Thema wird, wenn wieder ein besonders trauriger Fall bekannt geworden ist?</em></p>
<p>Nicht nur meine Herkunftsfamilie, die Kirchengemeinde, der Bischof und der Papst wollen, dass ich wieder schweige, sondern auch der Gesetzgeber. Er schützt mit der Verjährungsfrist sexueller Gewaltverbrechen die Täter, in dem er die Opfer zum Schweigen zwingt.<br />
Damit sich daran etwas ändert und die Täter lebenslänglich zur Rechenschaft gezogen werden können, habe ich eine Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof gegen die Ablehnung meiner Petition ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’ durch den Deutschen Bundestag eingereicht. Die Beschwerde kann von meiner Homepage herunter geladen werden. Mir geht es nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit. Hierbei nehme ich Bezug auf das Bundesgesetzbuch: &#8220;Wer einen anderen durch Hinterlist, Drohung oder Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen bestimmt, ist ihm zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.&#8221; (BGB § 825 Bestimmung zu sexuellen Handlungen).<br />
Jeder einzelne ist hier gefragt mitzumachen, sich für Menschenrechte der Opfer einzusetzen. Eben nicht mehr schweigen und verdrängen, sondern Farbe bekennen wenn es darum geht, dass wieder einmal ein Opfer ausgegrenzt wird. Einfach den Mund auf machen, so wie Heinz Bieniek das gemacht hat. Dadurch wird es für die Opfer erträglicher. Sie müssen sich dann nicht mehr schämen und Angst haben ausgegrenzt zu werden, sondern die Täter.</p>
<p><em>Sie sagen: „Ich bin nicht nur Opfer, sondern auch Täter und jeder Täter ist immer auch Opfer.“ Helfen Sie uns: Wann ist der Mensch reif für den Psychotherapeuten?</em></p>
<p>Wenn ein Mensch einen anderen Menschen verletzt, ihn erniedrigt, sollte er Hilfe in Anspruch nehmen. Das soll nicht heißen, dass ich Werbung für Psychotherapeuten machen möchte, denn ich sage ja auch an anderer Stelle: Vorsicht Therapeut! Es gibt auch hier in diesem Bereich solche und solche. Meine eigenen Erfahrungen dazu schildere ich in meinem Buch. In jedem Fall ist es wichtig, dass man anfängt danach zu fragen, warum tue ich das, warum tue ich denen am meisten weh, die ich am liebste habe. Kinder leiden unter den Folgen der nicht verarbeiteten Traumen der Erwachsenen. Sie werden geschlagen, obwohl das gesetzlich verboten ist. So lange Menschen immer noch der Meinung sind, dass ein Klaps auf den Po nicht schadet, wird sich daran nichts ändern. Erst wenn die eigenen Schläge eindeutig als gewaltvolle Erfahrungen wahrgenommen werden, wird es schwer fallen, Kindern Gewalt anzutun. Unter Gewalt verstehe ich nicht nur körperliche, sondern auch die unsichtbare, psychische Gewalt. Jemanden ausgrenzen z.B. ist psychische Gewalt.</p>
<p><em>Sie haben das Bundesland, in dem Alfons Kamphusmann zuletzt lebte und in dem der andere Peiniger noch lebt, inzwischen verlassen, leben nunmehr an der Ostsee. Warum?</em></p>
<p>Als achtjähriger schaute ich von einer 50 Meter hohen Steilküste, ganz allein, zum ersten Mal auf das Meer. Mein Leben war nicht mehr das, was es bis dahin war, ich verspürte eine unglaubliche Kraft. Diese Kraft hat mich durch mein Leben getragen. Nach 50 Jahren wollte ich wissen, ob die Kraft des Meeres mich wirklich all die Jahre getragen hat, oder ob ich mir das alles nur einbilde. Ich bin den Weg von damals noch einmal gegangen, meine Tochter hat mich dabei begleitet. Ich stand auf der Steilküste und schaute auf das weite Meer und hatte das Gefühl, dass ich angekommen bin. Ich hielt den 8-jährigen Norbert fest an der Hand und genoss mit ihm gemeinsam das endlos weite Meer.<br />
Die Weite des Meeres ist für mich die beste Therapie. Hier kann ich mich fühlen, was ich mehr als 50 Jahre lang nicht konnte. Und ich kann auch weinen wenn mir danach ist. Wenn Sturm ist, den ich am meisten Liebe, kann ich alles aus mir herausschreien. Und im Moment genieße ich die Ruhe, weil die Ostsee zugefroren ist, so weit das Auge reicht. Die Ostsee ist meine beste Psychotherapeutin.</p>
<p><em>Wann kommen Sie mal wieder nach Delitzsch?</em></p>
<p>Wenn ich keine Angst mehr haben muss, als Nestbeschmutzer behandelt zu werden.</p>
<p><em>Glauben Sie an Gott?</em></p>
<p>Hin und wieder denke ich darüber nach, ob ich glaube oder nicht. Und dann komme ich drauf, dass ich gar nichts glaube und gar nichts weiß. Ich glaube, wenn es ihn wirklich gibt, dass er nicht will, dass irgend so ein kleines Licht an seiner Stelle spricht. Ich glaube, wenn es ihn wirklich gibt, dass er bestimmt nicht in den Kirchen thront.</p>
<p><em>Gehören Sie der katholischen Kirche noch an?</em></p>
<p>Nein.</p>
<p>Quelle:</p>
<p>Leipziger Volkszeitung, Ausgabe Delitzsch/Eilenburg 6.02.2010</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/07/mir-geht-es-nicht-um-rache-sondern-um-gerechtigkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Germania, stupri sugli studenti L&#8217;orrore nelle scuole dei preti</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/07/germania-stupri-sugli-studenti-lorrore-nelle-scuole-dei-preti/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/07/germania-stupri-sugli-studenti-lorrore-nelle-scuole-dei-preti/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 11:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[–– Italia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1124</guid>
		<description><![CDATA[Le prime denunce dal prestigioso ginnasio cattolico di Berlino Ovest
Poi i casi denunciati &#8211; avvenuti tra 1975 e il 1983 &#8211; si sono moltiplicati
Germania, stupri sugli studenti L&#8217;orrore nelle scuole dei preti
Sacerdoti, insegnanti e organisti nelle vesti di aguzzini. I racconti delle vittime
dal nostro corrispondente ANDREA TARQUINI
Berlino [...] Quanto sapevano allora i responsabili delle scuole [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Le prime denunce dal prestigioso ginnasio cattolico di Berlino Ovest<br />
Poi i casi denunciati &#8211; avvenuti tra 1975 e il 1983 &#8211; si sono moltiplicati</p>
<p><strong>Germania, stupri sugli studenti L&#8217;orrore nelle scuole dei preti</strong></p>
<p>Sacerdoti, insegnanti e organisti nelle vesti di aguzzini. I racconti delle vittime<br />
dal nostro corrispondente ANDREA TARQUINI</p>
<p>Berlino [...] Quanto sapevano allora i responsabili delle scuole e i loro superiori, cioè le autorirà ecclesiastiche, e perché scelsero il silenzio? L&#8217;interrogativo è tremendo, pesa come un macigno sulla coscienza della Chiesa, dei fedeli, del paese. Abusare degli studenti, come ha rivelato oggi il quotidiano conservatore Die Welt, era tra l&#8217;altro abitudine anche nelle scuole religiose all&#8217;Est. Die Welt ha pubblicato una lunga intervista con Norbert Denef, ex studente, allora vittima di abusi. &#8220;Lo schema è tipico&#8221;, ha detto. &#8220;Dapprima si cerca di coprire i casi col silenzio, se ne parla solo quando si è con le spalle al mure e ci si comporta come se ci si sforzasse di fare luce sui fatti&#8221;. Norbert Denef ha ricevuto un indennizzo di 25mila euro dalla diocesi di Magdeburgo, ma  -  scrive il giornale  -  solo perché la diocesi sperava di garantirsi così il suo silenzio. I carnefici dell&#8217;allora giovane Norbert Denef furono puniti solo con trasferimenti, ma mai denunciati alla giustizia. &#8220;Sono scioccato, voglio piena chiarezza&#8221;, dice a Berlino l&#8217;attuale rettore del Canisius, Klaus Mertes. [...]</p>
<p>Per leggere l&#8217;articolo:</p>
<p><a href="http://www.repubblica.it/esteri/2010/02/05/news/germania_abusi_preti_studenti-2201355/" target="_blank">http://www.repubblica.it/esteri/2010/02/05/news/germania_abusi_preti_studenti-2201355/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/07/germania-stupri-sugli-studenti-lorrore-nelle-scuole-dei-preti/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alte Angst</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/07/alte-angst/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/07/alte-angst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 06:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1116</guid>
		<description><![CDATA[FR-online.de 7.02.2010
Internationale Tagung auf dem Campus Westend behandelt Vererbung von Traumata
Von Alicia Lindhoff
Wir Kinder der Kriegskinder&#8221;, &#8220;Die Gesellschaft der Überlebenden&#8221; oder einfach &#8220;Kriegsenkel&#8221;: So oder ähnlich lauten die Titel auf dem großen Tisch im Untergeschoss des Bücherhauses Hugendubel. Die Auswirkungen der Kriegserfahrungen auf die heutige Gesellschaft &#8211; 65 Jahre nach Kriegsende bewegt die Deutschen das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FR-online.de 7.02.2010</p>
<p>Internationale Tagung auf dem Campus Westend behandelt Vererbung von Traumata<br />
Von Alicia Lindhoff</p>
<p>Wir Kinder der Kriegskinder&#8221;, &#8220;Die Gesellschaft der Überlebenden&#8221; oder einfach &#8220;Kriegsenkel&#8221;: So oder ähnlich lauten die Titel auf dem großen Tisch im Untergeschoss des Bücherhauses Hugendubel. Die Auswirkungen der Kriegserfahrungen auf die heutige Gesellschaft &#8211; 65 Jahre nach Kriegsende bewegt die Deutschen das Thema.</p>
<p>Und nicht nur die. Vom 5. bis zum 7. Februar tagt in Frankfurt eine Konferenz der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA). Drei Tage lang befassen sich dort renommierte Wissenschaftler aus aller Welt mit den &#8220;langen Schatten früher und später Traumatisierungen&#8221;. Vor einem solchen Hintergrund liegt es nahe, die Folgen des vielleicht größten kollektiven Traumas der westlichen Welt in den Fokus zu nehmen: Die Shoa. Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass in Familien mit Extrem-Traumatisierungen, wie sie bei Holocaustüberlebenden, aber auch auf der Täterseite vorhanden sind, die Traumata an die zweite und dritte Generation weitergegeben werden. Aus psychologischer Sicht ist das nicht verwunderlich: &#8220;Für die normale Entwicklung von Kindern ist es essentiell, dass sie von ihren Eltern eine Art ,Urvertrauen´ in die Welt vermittelt bekommen&#8221;, erläutert Marianne Leuzinger-Bohleben, Direktorin des Frankfurter Sigmund-Freud-Institutes. Sei dieses Vertrauen bei der Mutter nicht vorhanden, könne sie es auch nicht auf ihr Kind übertragen. &#8220;Bei traumatisierten Müttern kommt bei jedem Schrei des Kindes wieder die alte Angst und Hilflosigkeit hoch.&#8221;</p>
<p>Neu ist aber, was Wissenschaftler jetzt in einem beispiellosen Zusammenspiel von Genforschung und Psychoanalyse herausgefunden haben: Eine solche Übertragung von Traumata auf die nächste Generation ist auch genetisch belegbar. Der US-Forscher Stephen Suomi hat bei Langzeitstudien mit Rhesusaffenbabys einen Zusammenhang zwischen Kindheitsumfeld und Genstruktur entdeckt.</p>
<p>Die Erbanlagen von Affen, deren Mutter in ihren ersten Lebensmonaten abwesend oder nicht in der Lage war, sie zu schützen, verändern sich demnach so, dass sie später eher zu Angst und Aggression neigen als ihre Artgenossen, die mit einer sorgenden Mutter aufwachsen. In seinem Vortrag am Sonntag wird Suomi die neuen Impulse in der Psychotherapie vorstellen, die seine Forschungsergebnisse liefern könnten.</p>
<p>Charles Hanly, Präsident der IPA, bescheinigt Frankfurt eine bedeutende Rolle in der internationalen Psychoanalyse. Besonders die Präventionsstudien des Sigmund-Freud-Institutes zur Förderung von Kindern aus problematischen Verhältnissen hebt er als wegweisend hervor.</p>
<p>Dass die Psychoanalyse auch in anderen Bereichen nicht nur graue Theorie ist, sondern ganz nah an gesellschaftlichen Problemen ansetzt, macht Hanly selbst deutlich: Der kanadische Psychoanalytiker beschäftigt sich seit Jahren mit Ursachen von Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und Suizidgefährdung. Ein Großteil der Patienten habe in jungen Jahren mit sexuellem Missbrauchs zu tun gehabt, erzählt er.</p>
<p>Seine Erfahrungen zeigten, dass &#8220;menschengemachte&#8221; Traumata bei ihren Opfern oft größere psychologische Zerstörungen auslösen als etwa Naturkatastrophen. Vor allem dann, wenn der Missbrauch durch eine Person geschehe, die dem Opfer nahestehe oder &#8211; wie in den aktuell aufgedeckten Fällen des Missbrauches während kirchlicher Jugendarbeit &#8211; eine erzieherisch wirke. Abermals spricht der Wissenschaftler vom &#8220;Urvertrauen&#8221;, das dann verloren gehe.</p>
<p>Zudem glaubten die Opfer von Missbrauch meist, schuldig am Geschehenen zu sein. &#8220;Es klingt vielleicht zynisch, aber für ein Erdbeben wie in Haiti wird sich keiner der Betroffenen verantwortlich fühlen&#8221;, erklärt Hanly den Unterschied zwischen &#8220;äußeren&#8221; und &#8220;inneren&#8221; Traumata.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/campus/2277538_Alte-Angst.html" target="_blank">http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/campus/2277538_Alte-Angst.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/07/alte-angst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie die Kirche ihr Missbrauchsproblem verdrängt</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/06/wie-die-kirche-ihr-missbrauchsproblem-verdrangt/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/06/wie-die-kirche-ihr-missbrauchsproblem-verdrangt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 16:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1112</guid>
		<description><![CDATA[WELT ONLINE 6.2.2010
Katholizismus
Wie die Kirche ihr Missbrauchsproblem verdrängt
Von Gernot Facius 6. Februar 2010
Kindesmissbrauch gibt es nicht nur in der Katholischen Kirche. Doch hier sind die Widerstände besonders groß, wenn es um Aufklärung und Opferhilfe geht. Nachdem nun immer neue Fälle bekannt werden, ist das Bestreben groß, das Problem endlich konsequent anzugehen. Doch die Kritiker bleiben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 6.2.2010</p>
<p>Katholizismus</p>
<p><strong>Wie die Kirche ihr Missbrauchsproblem verdrängt</strong></p>
<p>Von Gernot Facius 6. Februar 2010</p>
<p>Kindesmissbrauch gibt es nicht nur in der Katholischen Kirche. Doch hier sind die Widerstände besonders groß, wenn es um Aufklärung und Opferhilfe geht. Nachdem nun immer neue Fälle bekannt werden, ist das Bestreben groß, das Problem endlich konsequent anzugehen. Doch die Kritiker bleiben skeptisch.</p>
<p>Der Richter war empört. Vor Karl Iglhaut saß im Regensburger Landgericht als Rückfalltäter der Priester Peter K., 40, der wegen sexuellen Missbrauchs eines Messdieners eine dreijährige Haftstrafe erhielt. Scharf kritisierte der Richter die Leitung der Diözese Regensburg: Sie habe den Pädophilen schon während seiner Bewährungszeit nach dem ersten Missbrauchsfall wieder in einer Gemeinde eingesetzt und ihn so in eine „Versuchungssituation“ gebracht. Der Jurist verglich das mit einer Bank, die jemanden anstelle, der „wegen Untreue oder Unterschlagung vorbestraft ist“.</p>
<p>Der Fall, 2008 verhandelt, steht exemplarisch für lasches kirchliches Handeln, wie es sich nun auch beim Skandal am Berliner Canisius-Kolleg der Jesuiten gezeigt hat. Dabei hätte es die Regensburger Affäre gar nicht geben können, wenn damals die bereits 2002 von der Deutschen Bischofskonferenz verabschiedeten Leitlinien zum „Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche“ konsequent angewandt worden wären. Klipp und klar heißt es darin: „Heute steht fest, dass Pädophilie eine sexuelle Störung ist, die von der Neigung her strukturell nicht abänderbar ist.“</p>
<p>Doch im Fall Peter K. hatte sich der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller mit einem 2003 abgegebenen Gutachten verteidigt, wonach bei Peter K. ein Rückfall sehr unwahrscheinlich sei. Hinzu kam, dass das Bistum lediglich einen Dekan beauftragt hatte, er solle „ein Auge haben“ auf den Priester.</p>
<p><strong>&#8220;Täterorientierte&#8221; Leitlinien?</strong></p>
<p>Wegschauen oder wegversetzen war die Methode, mit auffällig gewordenen Geistlichen umzugehen. Bis 2002 die katholische Kirche in Deutschland erstmals seit langer Zeit mit einer Welle von Priester-Skandalen konfrontiert wurde.</p>
<p>So kam es nach zäher Debatte zu den Aufklärungsleitlinien. Doch rächte sich, dass sie den Diözesen viel Spielraum lassen. Erst jetzt, nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg und in mehreren Bistümern, will die Bischofskonferenz wieder über die Leitlinien reden und sie gegebenenfalls „nachbessern“.</p>
<p>Reicht es aus, fragen Kritiker seit Jahren, dass in jeder der 27 Diözesen nur ein Ansprechpartner, oft ein Personalreferent oder ein Domkapitular, den Opfern zur Verfügung steht? Muss es nicht endlich überall ein „niedrigschwelliges Angebot“ geben, mit unabhängigen Fachleuten?</p>
<p>„Wenn ich Schüler bin, werde ich doch nicht den Personalreferenten anrufen, der möglicherweise mit dem Täter im selben Jahr zum Priester geweiht worden ist“, begründet Christian Weisner von der Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“ seine Zweifel.</p>
<p>„Das geht so nicht“, sagt auch der Leipziger Jesuit und Pastoraltheologe Hermann Kügler der „Welt am Sonntag“. „Da müssen Leute von außerhalb ran.“ Nach Erkenntnissen des Augsburger Pastoraltheologen Hanspeter Heinz sind in fast der Hälfte aller deutschen Diözesen kirchliche Amtspersonen als Ansprechpartner benannt worden: „Die aber sind nicht unabhängig genug, um den Opfern die Angst zu nehmen.“</p>
<p>„Täterorientiert“ seien die Leitlinien, meint man bei „Kirche von unten“, sie ermöglichten noch immer Strafvereitelung nach dem Motto: Verfehlungen in unseren Reihen regeln wir selber, ohne sie an die große Glocke zu hängen. Dabei sollte Opferschutz vor Täterschutz gehen.</p>
<p><strong>&#8220;Mit dem Willen Gottes geht das irgendwie&#8221;</strong></p>
<p>Die Vorgänge am Canisius-Kolleg, sie liegen 30 Jahre zurück, sind eine vergrabene Zeitbombe. Der Jesuiten-Orden wusste von den Fällen, hat aber geschwiegen. Ihm war offenbar der eigene Ruf wichtiger als das Schicksal der Opfer.</p>
<p>Indes war damals die heute geforderte „Kultur des Hinschauens“ in der gesamten Gesellschaft unterentwickelt, erst allmählich ist die Sensibilität gegenüber Gewalt und Missbrauch in Schule, Familie und eben Kirche gewachsen. Und die kirchliche Abschottung hatte ihren Grund auch darin, dass die Nazis einzelne Missstände in Klöstern und Pfarreien herausgegriffen hatten, um die Kirche zu diskreditieren.</p>
<p>Dennoch spricht der Jesuit Bernd Hagenkord, neuer Chef des deutschen Programms von Radio Vatikan, von einem „Kartell des Wegduckens, des Sich-nicht-darum-Kümmerns“. In der Hoffnung, „Mit dem Willen Gottes geht das irgendwie“, habe man sich nicht gefragt, ob es bei einem Mitbruder ein Problem gibt.</p>
<p>Ein solches Kartell könnte gebrochen werden, meint Pater Kügler, wenn man den „Systemfehler“ korrigiere, die Beauftragten für die Aufklärung aus den eigenen Reihen zu nehmen. Die Kirche, eine „hermetische Institution ohne Transparenz“, geübt im Aufbau von Schweigemauern, sei immer bemüht gewesen, die Fälle intern zu regeln und den Staatsanwalt draußen zu halten. „Da stecken die Probleme.“<br />
<strong><br />
&#8220;Nicht gelernt, intime Beziehungen aufzubauen&#8221;</strong></p>
<p>Diese Probleme sind nicht so sehr allein beim Zölibat zu finden, denn Missbrauch gibt es auch bei Amtsträgern der reformatorischen Kirchen und zumal in Familien, in denen sich 90 Prozent aller solcher Fälle ereignen. Eine Partnerschaft allein kann Missbrauch nicht verhindern. Bei Priestern, da sind sich Fachleute einig, seien Missbrauchsneigungen primär Folge sexueller Unreife.</p>
<p>Wunibald Müller im unterfränkischen Münsterschwarzach, der sich seit Jahren in kirchlichem Auftrag mit dem Problem auffällig gewordener Geistlicher befasst, sagt: „Viele Priester, die zu Sexualstraftätern werden, haben nie gelernt, innige und intime Beziehungen aufzubauen.“ Sonst wüssten sie Grenzen zu respektieren.</p>
<p>Nach Pater Küglers Ansicht war das katholische Priesteramt stets attraktiv für Menschen, die in ihrer sexuellen Entwicklung auf einer kindlichen oder pubertären Stufe stehen geblieben sind. Viele seien dem Irrtum erlegen, dass sie sich mit ihrer psychosexuellen Entwicklung nicht auseinandersetzen müssten, da sie ja ein zölibatäres Amt anstrebten.</p>
<p>Dass in der Priesterausbildung mehr Wert auf die Förderung der emotionalen Reife der Kandidaten gelegt werden muss, auf ihre Emanzipation, hat die Bischofskonferenz erkannt und erstmals 1978, dann wieder 1988 in ihren Richtlinien festgelegt. In der Persönlichkeitsbildung sei inzwischen manches besser geworden, bestätigen Pater Kügler und der Pastoraltheologe Heinz.</p>
<p>Indes bescheinigt Kügler seiner Kirche eine jahrtausendealte Erfahrung in der Trennung eines äußeren Bereichs der Disziplin, der Prüfung und Überprüfung, und eines inneren Bereichs des Gewissens. Das spiegele sich in den Priesterseminaren wider, in den getrennten Ämtern des Rektors und des Spirituals, „vergleichbar Indianerstämmen, bei denen es einen Häuptling und einen Schamanen gibt“.</p>
<p><strong>&#8220;Beten und Vorlesungen, das allein bringt es nicht&#8221;</strong></p>
<p>Der geistliche Begleiter im Priesterseminar darf keinen Bericht an den Bischof geben. Doch spirituelle Begleitung, gibt Hanspeter Heinz zu bedenken, reiche nicht aus. Es müssten mehr Psychologen und Therapeuten in die Seminare. Mit den Kandidaten müsse auch über ihre Bedürfnisse gesprochen werden, fordert Kügler: „Beten und Vorlesungen, das allein bringt es nicht.“</p>
<p>Drücken Bischöfe angesichts des Priestermangels ein Auge zu bei der Auswahl der Kandidaten? Wer den Münchner Regens und Vorsitzenden der Regentenkonferenz der deutschen Priesterseminare, Franz Joseph Baur, befragt, hört ein deutliches Nein: „Die Bischöfe halten sogar eher dazu an, keine faulen Kompromisse zu schließen.“</p>
<p>Risikozonen gibt es dennoch. Ein Problem liegt in der streng hierarchischen römischen Kirchenstruktur und dem überhöhten Priesterbild. Dies verleiht dem geweihten Mann Macht über andere. „Hochwürden“ ist, da er nach katholischem Verständnis Christus repräsentiert, herausgehoben aus der Masse der Gläubigen, gilt als etwas Besonderes. Der Mann in der Soutane erfährt das täglich, ein labiler Mensch kann leicht in Versuchung geraten, Sexualität kann ein Mittel zur Durchsetzung von Macht sein. Aus dem Seelsorger wird dann ein Seelenzerstörer.</p>
<p>Der ehemalige Ministrant Norbert Denef sammelt im Internet Unterschriften mit dem Ziel, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Aufhebung der deutschen Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch zu erreichen. Dann könnten Opfer auf eine Entschädigung hoffen. Denef war selbst ein Opfer. Jahrelang hat er mit dem Bistum Magdeburg um angemessenes Scherzensgeld gekämpft. Über sein Leben nach dem Missbrauch durch einen Geistlichen sagt er: „Man idealisiert die Täter. Nur so kann man überleben. Als ich plante, mein Schweigen zu brechen, habe ich mich wie ein Selbstmordattentäter gefühlt, der sich unter die Menschen wirft und die Bombe zündet.“</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6281037/Wie-die-Kirche-ihr-Missbrauchsproblem-verdraengt.html" target="_blank">http://www.welt.de/politik/deutschland/article6281037/Wie-die-Kirche-ihr-Missbrauchsproblem-verdraengt.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/06/wie-die-kirche-ihr-missbrauchsproblem-verdrangt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Möglichkeit einer Sammelklage</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/06/moglichkeit-einer-sammelklage/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/06/moglichkeit-einer-sammelklage/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 13:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1105</guid>
		<description><![CDATA[Geschrieben von »pethens«
Freitag, 5. Februar 2010
Berlin: Mit Bezug auf die jüngst bekannt gewordenen Fälle von sexuellem Missbrauch in Einrichtungen des Jesuitenordens drohte vor wenigen Tagen ein Berliner Rechtsanwalt mit einer Sammelklage vor einem US-Gericht. Angesichts des Ausmaßes der Fälle von Kindesmissbrauch in der Vergangenheit scheint diese eine notwendige Konsequenz zu sein, die Einsichtige schon längst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschrieben von »pethens«</p>
<p>Freitag, 5. Februar 2010</p>
<p>Berlin: Mit Bezug auf die jüngst bekannt gewordenen Fälle von sexuellem Missbrauch in Einrichtungen des Jesuitenordens drohte vor wenigen Tagen ein Berliner Rechtsanwalt mit einer Sammelklage vor einem US-Gericht. Angesichts des Ausmaßes der Fälle von Kindesmissbrauch in der Vergangenheit scheint diese eine notwendige Konsequenz zu sein, die Einsichtige schon längst gezogen haben. Denn es zeigt sich, dass der deutsche Staat die Kinder nicht schützen kann, manchmal, so der Eindruck, auch nicht schützen will. Täter und Mitwisser verstecken sich hinter der Verjährung. Sie ist in Deutschland aber nur ein verfahrenstechnisches Instrument.<span id="more-1105"></span></p>
<p>Den Tätern und Mitwissern zu sagen, dass nur deutsche, nicht aber ausländische Gerichte daran gebunden sind, scheint ein Weg zu sein, auch die Politiker in diesem Lande aufzurütteln. Auch ihre moralische Verantwortung ist gefordert.</p>
<p>Zu der Möglichkeit einer Sammelklage vor einem US-Gericht hat sich nun die Deutsche Kinderhilfe zu Wort gemeldet (<a href="http://www.domradio.de/aktuell/61027/berliner-anwalt-aktiv+.html" target="_blank">http://www.domradio.de/aktuell/61027/berliner-anwalt-aktiv+.html</a>) und davor gewarnt, weil sich daraus eine bedenkliche und für viele Betroffene negative Entwicklung ergäbe. Welcher Art diese seien, diese Frage ließ Georg Ehrmann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe offen. Nach den Ausführungen entsteht der Eindruck, dass die Deutsche Kinderhilfe sich eher als Anwalt der Kirche, weniger der Kinder versteht. Der Vorschlag, die Fragen des sexuellen Missbrauchs an Kindern in einem ähnlichen Gremium wie dem Runden Tisch zur Aufarbeitung der Heimerziehung in den 50ziger und 60ziger Jahren zu beraten und hier zu einem Ausgleich mit den Betroffenen zu kommen, zeugt von erheblicher Unkenntnis dessen, was im &#8220;Runden Tisch&#8221; [ d.h. an dem in Berlin hinter verschlossenen Türen tagenden »Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren« ] geschieht, denn hier ist die Bereitschaft zu einem Ausgleich mit den Betroffenen zu kommen, gleich null. Daher ist eine Klage vor einem amerikanischen Gericht zu begrüßen, denn nur auf diesem Wege gibt es die Möglichkeit, dass in unserem Lande und in unserem Rechtssystem sich zu Gunsten der Kinder etwas ändert.</p>
<p>Mit freundlichen Gruß<br />
Peter Henselder<br />
Top-Medien-Berlin<br />
Webseite: <a href="http://www.top-medien-berlin.de " target="_blank">http://www.top-medien-berlin.de </a><br />
WebTV-Server: <a href="http://de.sevenload.com/mitglieder/toptv-okb" target="_blank">http://de.sevenload.com/mitglieder/toptv-okb</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/06/moglichkeit-einer-sammelklage/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bayern fordert längere Verjährungsfristen</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/06/bayern-fordert-langere-verjahrungsfristen/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/06/bayern-fordert-langere-verjahrungsfristen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 06:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1098</guid>
		<description><![CDATA[WELT ONLINE 6. Februar 2010
Missbrauch: Bayern fordert längere Verjährungsfristen
Von Peter Issig
München &#8211; Es ist ein Dammbruch. Nachdem in der vergangenen Woche zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch an der katholischen Eliteschule Canisius-Kolleg in Berlin aus den 70er- und 80er-Jahren bekannt wurden, melden sich täglich neue Opfer aus anderen Schulen und Internaten. Anwälte sind eingeschaltet, erste Zivilklagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 6. Februar 2010</p>
<p><strong>Missbrauch: Bayern fordert längere Verjährungsfristen</strong></p>
<p>Von Peter Issig</p>
<p>München &#8211; Es ist ein Dammbruch. Nachdem in der vergangenen Woche zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch an der katholischen Eliteschule Canisius-Kolleg in Berlin aus den 70er- und 80er-Jahren bekannt wurden, melden sich täglich neue Opfer aus anderen Schulen und Internaten. Anwälte sind eingeschaltet, erste Zivilklagen werden bereits geprüft. Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) erwartet hier aber Probleme. &#8220;Es ist zu befürchten, dass das deutsche Recht den Opfern keine Hilfe ist.&#8221; Oft würden Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs erst nach vielen Jahren aufgedeckt.<span id="more-1098"></span></p>
<p>München &#8211; Es ist ein Dammbruch. Nachdem in der vergangenen Woche zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch an der katholischen Eliteschule Canisius-Kolleg in Berlin aus den 70er- und 80er-Jahren bekannt wurden, melden sich täglich neue Opfer aus anderen Schulen und Internaten. Anwälte sind eingeschaltet, erste Zivilklagen werden bereits geprüft.</p>
<p>Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) erwartet hier aber Probleme. &#8220;Es ist zu befürchten, dass das deutsche Recht den Opfern keine Hilfe ist.&#8221; Oft würden Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs erst nach vielen Jahren aufgedeckt. &#8220;Die Täter müssen von unserem Staat auch in diesen Fällen noch zur Rechenschaft gezogen werden können. Deshalb gehören die Verjährungsregelungen auf den Prüfstand&#8221;, sagte Merk der WELT.</p>
<p>Die CSU-Politikerin fordert, dass die Verjährungsfristen deutlich angehoben werden: auf 30 Jahre sowohl im Zivilrecht wie im Strafrecht. &#8220;Die Verfolgung der Täter darf nicht an Fristen und Formalien scheitern.&#8221; Nach geltender Rechtslage liegen die Verjährungsfristen im Strafrecht bei Kindesmissbrauch gestaffelt bei zehn bis 20 Jahren. Deutlich kürzer ist dagegen die Frist im Zivilrecht. Sie beträgt nur drei Jahre. Ein Missbrauchsopfer muss sich also beeilen, Schadenersatzansprüche oder finanzielle Hilfe, beispielsweise für Therapien, geltend zu machen. Bei minderjährigen Opfern beginnt die dreijährige Verjährungsfrist mit dem 21. Lebensjahr. Die aktuellen Fälle zeigen aber, dass aus Scham oft über Jahrzehnte hinweg geschwiegen wird.</p>
<p>&#8220;Drei Jahre Verjährungsfrist &#8211; aus der Sicht der Opfer klingt das wie Hohn&#8221;, sagte Merk, die auch stellvertretende CSU-Vorsitzende ist. 36 Monate dürften nicht entscheidend sein, ob ein Opfer Hilfe erhält. Um die Verjährungsfristen im Strafrecht zu verlängern, hat Bayern bereits 2008 einen Gesetzentwurf im Bundesrat eingebracht. Demnach soll jeder sexuelle Missbrauch als Verbrechen eingestuft werden. Bislang gelten &#8220;einfache Fälle&#8221; von sexuellem Missbrauch aber nur als Vergehen.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article6275936/Missbrauch-Bayern-fordert-laengere-Verjaehrungsfristen.html" target="_blank">http://www.welt.de/die-welt/politik/article6275936/Missbrauch-Bayern-fordert-laengere-Verjaehrungsfristen.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/06/bayern-fordert-langere-verjahrungsfristen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ursula Raue: &#8220;Da hat sich meine Meinung etwas geändert.&#8221;</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/06/1090/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/06/1090/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 05:03:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1090</guid>
		<description><![CDATA[Berliner Morgenpost 5.02.2010
Canisius-Kolleg
Ermittlerin Raue spricht von einer &#8220;Lawine&#8221;
Die Rechtsanwältin und Mediatorin Ursula Raue war lange Vorsitzende der Hilfsorganisation &#8220;Innocence in Danger&#8221; und ist seit 2007 Ansprechpartnerin des Jesuitenordens für Opfer sexuellen Missbrauchs. Sie soll zwischen Opfern und Tätern im Fall Canisius vermitteln. Was sie bislang herausgefunden hat.
&#8230;.
Morgenpost Online: Sexueller Missbrauch verjährt zehn Jahre, nachdem das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berliner Morgenpost 5.02.2010</p>
<p>Canisius-Kolleg</p>
<p><strong>Ermittlerin Raue spricht von einer &#8220;Lawine&#8221;</strong></p>
<p>Die Rechtsanwältin und Mediatorin Ursula Raue war lange Vorsitzende der Hilfsorganisation &#8220;Innocence in Danger&#8221; und ist seit 2007 Ansprechpartnerin des Jesuitenordens für Opfer sexuellen Missbrauchs. Sie soll zwischen Opfern und Tätern im Fall Canisius vermitteln. Was sie bislang herausgefunden hat.<strong><span id="more-1090"></span></strong></p>
<p>&#8230;.</p>
<p><strong>Morgenpost Online:</strong> Sexueller Missbrauch verjährt zehn Jahre, nachdem das Opfer sein 18. Lebensjahr vollendet hat, schwerer sexueller Missbrauch 20 Jahre danach. Sie hatten angeregt, dass diese Fristen ausgeweitet werden sollten und wollten mit der Justizministerin über dieses Thema sprechen. Was ist daraus geworden?</p>
<p><strong>Ursula Raue:</strong> Da hat sich meine Meinung etwas geändert. In einem Prozess, in dem über sexuellen Missbrauch verhandelt wird, muss das Opfer ganz genaue Angaben zu Tag, Zeit und Ort machen. Wer kann das schon Jahre und Jahrzehnte später? Wenn diese Daten aber nicht genannt werden können, reicht es in der Gerichtsverhandlung nicht für eine Verurteilung. Wenn dann am Ende die Täter freigesprochen werden, weil die Erinnerungen der Opfer nicht präzise genug sind oder nicht sein können, ist den Opfern nicht geholfen.</p>
<p><strong>Morgenpost Online:</strong> Dann wäre es vielleicht sogar noch schlimmer, als wenn man es gar nicht erst versucht hätte?</p>
<p><strong>Ursula Raue:</strong> Ja. Wenn ein solch emotional aufwühlender Prozess mit einem Freispruch enden würde, wäre es mit Sicherheit schlimmer für die Opfer.</p>
<p><strong>Morgenpost Online:</strong> Das heißt, die Fristen der Verjährung sind, so, wie sie jetzt festgelegt sind, doch vernünftig?</p>
<p><strong>Ursula Raue:</strong> Es gibt gute Gründe dafür.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Das gesamte Interview lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1252259/Ermittlerin-Raue-spricht-von-einer-Lawine.html" target="_blank">http://www.morgenpost.de/berlin/article1252259/Ermittlerin-Raue-spricht-von-einer-Lawine.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/06/1090/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Herde der schwarzen Schafe</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/die-herde-der-schwarzen-schafe/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/die-herde-der-schwarzen-schafe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 20:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1088</guid>
		<description><![CDATA[stern.de 5.02.2010
Experten schätzen, dass es unter deutschen Priestern Hunderte Triebtäter gibt. Warum kommt es in der katholischen Kirche so oft zum Kindesmissbrauch? Der Zölibat ist eines von vielen Problemen. Von Sönke Wiese
Tausende Missbrauchsopfer in Irland, über 100 rechtskräftig verurteilte Priester in Australien und mehr als 10.000 Klagen in den USA: Weltweit stürzen Kinderschänder die katholische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>stern.de 5.02.2010</p>
<p><strong>Experten schätzen, dass es unter deutschen Priestern Hunderte Triebtäter gibt. Warum kommt es in der katholischen Kirche so oft zum Kindesmissbrauch? Der Zölibat ist eines von vielen Problemen. Von Sönke Wiese</strong></p>
<p>Tausende Missbrauchsopfer in Irland, über 100 rechtskräftig verurteilte Priester in Australien und mehr als 10.000 Klagen in den USA: Weltweit stürzen Kinderschänder die katholische Kirche in eine immer schwerere Krise. Erst im Dezember 2009 sind in Irland über 300 weitere Fälle von Kindesmissbrauch bekannt geworden. In Deutschland konnten die Gemeinden sexuelle Übergriffe, wenn sie überhaupt bekannt geworden waren, meist als Einzeltaten herunterspielen.</p>
<p>Seit dem Skandal am Berliner Canisius-Kolleg funktioniert das nicht mehr. Jahrelang missbrauchten die bisher drei bekannten Täter ihre Schüler; nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg, St. Blasien, Hannover, Göttingen und im Ausland. 30 Opfer haben sich schon gemeldet. &#8220;Das ist erst die Spitze des Eisbergs&#8221;, fürchtet Klaus Mertes, Rektor des Jesuiten-Kollegs.<br />
&#8220;Wie ein Selbstmordattentäter&#8221;<br />
Denn die meisten Taten werden aus Scham und Angst niemals angezeigt. &#8220;Man idealisiert die Täter&#8221;, sagte Norbert Denef im Interview mit stern.de. In seiner Kindheit war er jahrelang von einem Priester vergewaltigt worden. Viele Opfer sexuellen Missbrauchs fühlen sich lebenslang mitschuldig. Als Denef 30 Jahre später plante, das Schweigen zu brechen, kam er sich vor &#8220;wie ein Selbstmordattentäter&#8221;. Die meisten Opfer versuchen, das traumatische Geschehen zu verdrängen. Experten gehen von einer enorm hohen Dunkelziffer aus, auch in Deutschland dürften schon tausende Kinder in der Obhut von Geistlichen vergewaltigt worden sein.</p>
<p>Weiter lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.stern.de/panorama/missbrauch-in-der-kirche-die-herde-der-schwarzen-schafe-1541307.html" target="_blank">http://www.stern.de/panorama/missbrauch-in-der-kirche-die-herde-der-schwarzen-schafe-1541307.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/die-herde-der-schwarzen-schafe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auswirkungen – auf die Opfer</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/auswirkungen-%e2%80%93-opfergeschichten/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/auswirkungen-%e2%80%93-opfergeschichten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 19:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Opfer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=693</guid>
		<description><![CDATA[Hier haben Opfer die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.
&#8220;Gib Leiden Worte&#8221;, sagt Shakespeare, &#8220;denn Schmerz, der nicht frei spricht, flüstert im Herzen, bis es birst und bricht.&#8221;
Hoffnungsvolle Grüße
Norbert Denef
(Wenn Sie Ihre Geschichte hier als Kommentar einfügen, wird sie danach als Artikel veröffentlicht. Auf Wunsch auch anonym)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier haben Opfer die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.</p>
<p>&#8220;Gib Leiden Worte&#8221;, sagt Shakespeare, &#8220;denn Schmerz, der nicht frei spricht, flüstert im Herzen, bis es birst und bricht.&#8221;</p>
<p>Hoffnungsvolle Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>(Wenn Sie Ihre Geschichte hier als Kommentar einfügen, wird sie danach als Artikel veröffentlicht. Auf Wunsch auch anonym)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/auswirkungen-%e2%80%93-opfergeschichten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Manfred Keitel</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/manfred-keitel/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/manfred-keitel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 19:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Opfer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1084</guid>
		<description><![CDATA[I
Mein schwules Comming Out hatte ich erst, als ich schon mitte zwanzig war. In der Zeit davor hielt ich mich für heterosexuell. Ohne zu begreifen, dass ich in Wahrheit Gefühle von mir und meinem bewussten Erleben abgespalten hatte, die gewöhnlich für andere Menschen leicht zugänglich waren. Die Sexualität war nur ein einziger Aspekt dieser Abtrennungen.
Körperlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>I<br />
Mein schwules Comming Out hatte ich erst, als ich schon mitte zwanzig war. In der Zeit davor hielt ich mich für heterosexuell. Ohne zu begreifen, dass ich in Wahrheit Gefühle von mir und meinem bewussten Erleben abgespalten hatte, die gewöhnlich für andere Menschen leicht zugänglich waren. Die Sexualität war nur ein einziger Aspekt dieser Abtrennungen.<br />
Körperlich machten sich in unterschiedlichen Situationen immer wieder Schwitzen, Zittern und Herzrasen  bemerkbar, ohne dass ich damit eine Emotion in Verbindung brachte. Dass alleine der Umstand in einer Situation zu leben, mit der man unzufrieden ist, Dauerstress bedeuten kann, war mir ebenfalls nicht bewusst.<br />
Es war sogar über viele Jahre schwierig für mich, alltägliche Gefühle in Worte zu kleiden. Zugleich wurden immer wieder Rechtfertigungen von mir (über mein Verhalten, Bedürfnisse, Wünsche) gefordert, die ich nicht liefern konnte.</p>
<p>II<br />
Der Täter, den ich nach dem Coming Out über eine Kontaktanzeige kennengelernt hatte, wusste als einziger davon, dass ich als Kleinkind sexualisierte Gewalt überlebt hatte. Ich war wieder dazu in der Lage, mich daran zu erinnern, und erzählte eines Tages ausgerechnet ihm davon. Er nutzte meine Scham- und Schuldgefühle, alte Verhaltensmuster, meine verzerrte Wahrnehmung der Welt die ich als komplex traumatisierter junger Mann mitte 20 in den 90ern aufwies zu seinem Vorteil.<br />
Ihm war auch bekannt, dass ich 6 Jahre lang nicht gewohnt hatte, sondern in einer „Einrichtung“ untergebracht gewesen bin, dass ich in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen war. Ein „normales“ Leben und Miteinander kannte ich kaum. In meinem Wissen über Alltagserfahrungen und Erfordernissen klafften gewaltige Lücken.</p>
<p>Link: <a href="http://www.forsea.de/projekte/2004_marsch/marsch_g_keitel.shtml" target="_blank">http://www.forsea.de/projekte/2004_marsch/marsch_g_keitel.shtml</a></p>
<p>Über vieles, was in meinem Leben passiert war, traute ich mich nur in meinem engsten Umfeld auszutauschen. Und auch da blieb es bei Ausnahmen, denn ich wurde zu schnell danach be- und verurteilt. Was nicht sein sollte, durfte nicht sein &#8211; was ich erzählte, interpretierten andere scheinbar als übertrieben und unrealistisch.</p>
<p>Im November 1999 fuhr er mit mir im Auto gegen einen Baum. Um uns beide zu töten, wie ich zum Zeitpunkt seines Verbrechens fest überzeugt war.<br />
Unterwegs wiederholte er mit monotoner Stimmer immer wieder „Ich will alles noch einmal sehen!“ während ich protestierte, weil ich im Schieberollstuhl Rückenschmerzen bekam. Er sagte immer wieder nur: „Ich will alles noch einmal sehen!“</p>
<p>Stunden zuvor waren wir in Rüsselsheim bei Bekannten. Dort saßen wir bis spät in der Nacht.<br />
Das eine oder andere Bier wurde geleert, Schnaps machte die Runde, Musik lief, etwas von „The Clash“. Für Wärme sorgte ein Ofen, in dem Holz brannte. Es wurden Zigaretten geraucht und geredet.<br />
Fast alle meine Freunde waren aus meinem Leben geekelt, somit waren die Rüsselsheimer der traurige Rest, zu dem ich in dieser Zeit persönlichen Kontakt hatte. Isolation zog sich durch mein ganzes Leben, schon immer.</p>
<p>Der Schuldige, Bernhard Wierum (damals noch in den 40ern), der, bevor er sich bei mir einnistete in Bad Salzuflen bei seiner Mutter gelebt hatte, verhielt sich an dem Abend des „Autounfalls“ ungewöhnlich.<br />
Er war still, wo ich sonst kaum einen Satz von mir geben konnte ohne unterbrochen zu werden. Der erwerbslose frühere Sozialarbeiter „Bernd“ (wie er gerufen wird) trank auch nicht &#8211; wie sonst für ihn üblich &#8211; übermäßig viel Alkohol, sondern war nüchtern.<br />
Er wusste da bereits, dass er nicht mehr lange in meiner Wohnung bleiben würde, weil ich mir Hilfe geholt hatte. In der Not hatte ich den Rechtsanwalt aus Mainz, Rainer Aßmann, als rechtlichen Betreuer beauftragt. Alleine konnte ich mit Wierum nicht fertig werden und aus der Wohnung bekommen, also setzte ich meine Hoffnungen auf den Anwalt.</p>
<p>Meine Behinderung, Muskelschwund, ist fortschreitend. Ich nutze heute ausschließlich den elektrischen Rollstuhl, weil in meinen Armen keine Kraft zum Bewegen eines manuellen Rollstuhls ist. Meinen Tee trinke ich durch einen Strohalm.<br />
Das Zunehmen der Muskelschwäche läßt sich verlangsamen, indem ich ein wenig auf die Ernährung achte und regelmäßig Physiotherapie betreibe. Was einmal kaputt ist, läßt sich jedoch nicht wieder herstellen. Die Muskelkraft ist dann unwiederbringlich verloren.</p>
<p>Laufen konnte ich noch bis ich Anfang 20 war, auch wenn meine Arme bereits als ich Teenager war sehr schwach wurden. Theoretisch könnte ich aber, mit etwas Rücksicht auf meine spezielle Form der Muskelsystrophie, ein hohes Alter erreichen, was meine Mutter im Gespräch mit anderen Menschen bestritt. Sie betonte immer wieder, ich würde jung sterben.<br />
Wenn ich mich mit anderen über meine Mutter unterhielt, wurde ihr oft recht gegeben. Ich wurde für krank &#8211; sogar für totkrank &#8211; gehalten. Für jemanden, der sein Schicksal leugnen will. Dabei macht mir der Tod keine Angst. Wenn es für mich soweit ist, wie für jeden anderen Menschen irgendwann, werde ich ihm entgegensehen.<br />
Diese Reaktionen auf meine Gesprächsversuche bauten eine weitere Hürde für mich auf. Zumal sich in der Vergangenheit mehrmals Gerüchte ausgebreitet hatten und ich deshalb von Gleichaltrigen als Kind gemieden wurde. Ich wusste damals nicht einmal, warum. Als Kind wurde nicht mit mir darüber geredet, daß ich eigentlich sehr jung sterben sollte.<br />
Warum es zu dieser Illusion kam, bringe ich mal so auf den Punkt: Meine Mutter wollte schlicht und einfach nicht, daß ich lebe. Etwas, was sie sich selbst gegenüber wiederum nicht eingestehen wollte und bis zu ihrem eigenen Ableben trotz anderslautender Bescheinigungen von Fachärzten vertrat. Ob es damit zusammenhängt, daß sie etwas von dem wusste, was ich als Kleinkind erlebte, werde ich wahrscheinlich nie erfahren.</p>
<p>Ich verabschiedete mich 1999, mit Ende 20, draußen in der Kälte von den Rüsselsheimer Bekannten.<br />
Bernhard Wierum drängelte um mich mit dem faltbaren Rollstuhl in mein Auto, einen umgebauten Ford Escort, zu schieben. Das Hetzen war seine Gewohnheit mir gegenüber.<br />
Das Dach vom hinteren Teil des Wagens war in der Höhe nachgerüstet und innen mit herausziehbaren Gurten versehen, mit denen der Rollstuhl für die Fahrt fixiert wurde. Außerdem ließ das Auto sich per Knopfdruck absenken, damit es mir Rollstuhl befahrbar wurde.<br />
Wir verließen Hessen, gelangten bald nach Rheinland-Pfalz und kamen vor meiner Wohnung an… Darüber war ich erleichtert, denn ohne den Recarositz meines elektrischen Rollstuhls bekam ich auf Dauer unangenehme Rückenschmerzen. Der Schieberollstuhl war damals schon ein Notbehelf. Heute kann ich ihn aufgrund der körperlichen Verschlechterungen gar nicht mehr nutzen.<br />
Ohne Ankündigung startete Bernhard Wierum erneut das Auto und fuhr unter meinen Protesten los. „Ich will alles noch einmal sehen!“ war das letzte, was er zu mir sagte.</p>
<p>Als wir uns auf der Autobahn befanden, ließ er andere Verkehrsteilnehmer hinten auffahren und fuhr selbst mutwillig gegen Autos, von denen es um die Uhrzeit zum Glück nur wenige auf der Straße gab.<br />
Ich wurde hinterm Fahrersitz im Rollstuhl sitzend, mit dem Bauchgurt angeschnallt, herumgeschleudert. Das war auch seine Absicht.<br />
Während der Fahrt fuhr er gezielt Schlingerbewegungen, bei denen ich mit dem Oberkörper links und rechts gegen die Innenseiten des Wagens knallte oder nach vorne geschleudert wurde. Dabei erlitt ich Verletzungen.<br />
Wie „Bernd“ gegen den Baum steuerte sah ich nicht, weil mir da meine Jacke über den Kopf hing.</p>
<p>Ich schrie in Panik „NEIN!!“, weil ich den Eindruck hatte, er wollte das Gefährt erneut starten. Doch er stieg aus und lief auf die Straße, vor ein anderes Auto.<br />
Ich hörte Bremsen quietschen und Flüche von einem aufgebrachten Fahrer.<br />
Natürlich konnte ich selbst das Fahrzeug nicht verlassen.<br />
Erst kam die Polizei, später öffnete die Feuerwehr gewaltsam das Auto, weil sich die Karosserie verzogen hatte. Wie sie dabei vorgingen, konnte ich nicht sehen, weil ich mit dem Rücken zu ihnen saß. Wenn ich mich richtig erinnere, qualmte die Front des Wagens. Wahrscheinlich stand ich unter Schock.<br />
Mein Auto hatte einen Totalschaden.</p>
<p>Bernd Wierum und ich kamen in unterschiedliche Krankenhäuser.</p>
<p>III<br />
Wie der Mainzer Rechtsanwalt Rainer Aßmann in einem Schreiben bestätigte, hatte mich Herr Wierum systematisch von der Außenwelt abgeschirmt. Dazu nutzte er auch meine Hörbehinderung, indem er das Telefon leise stellte oder die Haustürklingel ganz ausschaltete.<br />
Meine Versuche, mich mit Leuten zu unterhalten, konnte er leicht unterbrechen weil ich oft leise spreche und meine Aussprache „verwaschen“ ist. Und wir lernen ja: wer nicht richtig sprechen kann, ist nicht richtig im Kopf. Wenn ich protestierte, ignorierte er mich einfach, auch vor Zeugen. Da ich kaum Erfahrungen im normalem Umgang mit anderen Menschen hatte, wurde mir das erst recht zum Verhängnis. Meine Naivität wurde immer wieder gegen mich interpretiert.</p>
<p>Wierum nutzte über 3 Jahre die schweren Depressionen, Unsicherheiten und Schlafstörungen aus, unter denen ich phasenweise schon immer litt. Ich verdrängte alles mögliche. Doch die Symptome von unterschiedlichsten Missbräuchen traten trotzdem bei mir auf.<br />
Je mehr er mich stresste, demütigte und auf mir herumgehackte, desto handlungsunfähiger wurde ich. Völlig erschöpft an Körper und Seele, schlecht ernährt und ohne Physiotherapie, dafür aber ununterbrochen unter Druck, konnte ich bald gar nicht mehr handeln und entscheiden. Dieser andauernde Stress war sogar für mich zu viel.<br />
Bernhard Wierum nervte und quengelte wegen jeder Packung Vollkornnudeln oder frischem Gemüse das ich aus dem Regal holen lassen wollte, er war nicht zu stoppen. Er selbst ging regelmäßig in die Mensa der Universität Mainz. Letztlich war die Küche zuhause dermaßen verdreckt, daß ich mich nur an Aufbackpizzen aus dem Ofen traute. Für mich gab es nur die billigsten Pizzen (!), meine Unversehrtheit war für den Herrn Wierum nichts wert.</p>
<p>Entgegen kam ihm das Vorgehen des damaligen Sozialamtes.<br />
Als ich eine Erbschaft erhalten sollte, stoppte das Amt spontan alle Zahlungen für mich und meine Assistenz („Helfer“), so dass ich auf Wierum angewiesen war, um zur Arbeit gefahren zu werden. Wie bereits angedeutet saß ich hinten im Auto und nicht selbst am Steuer. Und selbst wenn ich hinterm Lenkrad gesessen hätte, hätte ich Assistenz gebraucht um aus dem Bett gehoben zu werden.<br />
Die Erbschaft konnte ich zunächst gar nicht einlösen, weil ich dazu die notarielle Beglaubigung durch den Notar meines Halbbruders benötigte. Er meinte mir einen Gefallen damit zu tun, wenn er das Auszahlen verzögerte. Aber er wusste nicht, daß beeinträchtigten Menschen ihr Vermögen praktisch weggenommen wurde und wird.<br />
Link: http://www.forsea.de/projekte/Teilhabesicherunggesetz/THSG_start.shtml<br />
Meine Assistenten verschwanden nach und nach, sie wurden hinausintrigiert. Zur Art meiner Versorgung mit Assistenten werde ich gleich noch mehr schreiben, im Zusammenhang mit den Kapitalverbrechen von Herrn Bernhard Wierum.</p>
<p>Als ich einmal versuchte, mein Leben zu beenden, rief Bernhard keinen Notarzt. Er war sich darüber im Klaren, dass sonst sein Vorgehen mir gegenüber auffliegen würde und er nach Bad Salzufflen zur Mutter zurück musste.<br />
Was mir im ersten Jahr mit ihm leider nicht klar wurde, war dass er mich scheinbar auch leidend und angeekelt sehen wollte. Er hatte seinen Spaß daran. Wenn ich mir andere Fälle durchlese die als sexualisierte Gewalt bezeichnet werden, war Wierum nah an der Grenze zu dieser Form des Mißbrauchs. Um keine Leser und mich selbst unnötig zu triggern gehe ich nicht ins Detail. Aber die ganze Wohnung stank aufgrund einer sexuellen Vorliebe, die er mir nie selbst gestanden hatte. Von ihm kamen nur Andeutungen, die ich sehr unappetitlich fand.<br />
Wenn die Angelegenheit mit der Erbschaft nicht in mein Leben getreten wäre, hätte ich ihn wieder zurück nach Bad Salzufflen schicken können. Das Fass war gerade am überlaufen, ich wollte längst nichts mehr von ihm wissen. Die „Beziehung“ war keine und hatte noch nicht einmal das erste Jahr überlebt. Doch durch die Erbschaftsangelegenheiten und der Reaktion des Sozialamtes gewann er wieder Oberwasser über mich. Unter anderem deshalb weil ich zur Arbeit ins Büro musste.<br />
Ganz zu schweigen davon, daß seine Hemmungen weiter sanken, je mehr Menschen er aus meinem Leben bekam.</p>
<p>IV<br />
Ich erhielt 10 Jahre später Unterlagen von meiner früheren Rechtsanwältin Nicole Banten, denn sie gab den Fall Wierum ab. Die Vollstreckungsangelegenheit konnte nicht vollzogen werden, weil der seit Anfang 2000 gesuchte Arbeitslose sich nicht an der gemeldeten Adresse aufhielt. Außerdem geht aus ihrem Schreiben an mich hervor, dass er vermeidet Arbeitseinkommen zu erzielen. Er beabsichtigt immer Hartz 4 zu beziehen.<br />
Einer Kopie (Datum: 10.11.99) meines ehemaligen rechtlichen Betreuers, Rainer Aßmann, läßt sich entnehmen, dass meine beiden Konten sogar im Haben waren. Dies war auf Herrn Wierum zurückzuführen, der sie mit gefälschten Unterschriften komplett leergeräumt hatte. Mir fehlte danach das Geld für Essen, Miete, Heizung, Telefon etc.<br />
Zwei Konten hatte ich damals, weil ich als einer der ersten in Mainz das „Arbeitgebermodell“ praktizierte. Das bedeutete, ich suchte und beschäftigte meine Assistenz selbst. Als behinderter Arbeitgeber, der sich seine Assistenz („Pfleger“) selbst organisierte, hatte ich zu dieser Zeit hohe Summen auf dem Konto der Sparkasse.</p>
<p>Ich kann selbst schreiben und telefonieren, was Herr Wierum in einer ohne mein Wissen geführten Korrespondenz mit dem Wohnungsamt abstritt. Als er belastende Unterlagen verschwinden ließ, muss er dieses Dokument übersehen haben, sonst hätte ich es nicht finden können. Anderes Beweismaterial wurde von ihm offensichtlich vermichtet.<br />
Außerdem hatte er mich ja bei verschiedenen Behörden angeschwärzt, Freundschaften und Kontakte gezielt zerstört und Lügen verbreitet. Er hat mich über Jahre hinweg körperlich zerstört und psychisch traumatisiert. Ermöglicht wurde dies durch Umstände, die ich nicht selbst verschuldet habe. Er wurde zwar wegen einem kleinen Teil seiner Verbrechen verurteil, aber Konsequenzen musste er dafür nicht tragen.</p>
<p>Es war nie meine Absicht, ihn zu beschäftigen, wie er es mit viel Druck und Erpressung letztlich aber erreicht hatte. Bernhard Wierum nutzte eine Notlage aus und inszenierte weitere Notlagen. Mein Leben war gefährdet, meine Unversehrtheit läßt sich nicht wieder herstellen.<br />
Ein weiteres Beispiel seiner hemmungslosen Dreistigkeit findet sich in den Kopien des Schreibens seiner ehemaligen Rechtsanwältin und Betreuerin Anne-Marie Trakies, aus denen hervorgeht, daß er für seine „Arbeit“ doppelt kassieren wollte, über 25.000 DM, die ich ihm zahlen sollte. Wenigstens das gelang ihm nicht.<br />
Ich lebe von der Grundsicherung, die an die Hartz 4-Sätze angelehnt ist, weil ich mich berenten lassen musste. Durch die Verschleppung des RA Rainer Aßmann wurde ich weder entschädigt noch wurden die Anzeigefristen für die meisten Verbrechen des Herrn Wierum eingehalten.<br />
Herr Aßman wird von der Betreuungsbehörde Mainz nicht mehr vermittelt, weil er für sein Geklüngel mit dem Pflegedienst Christa Bernhard bekannt wurde, über den er übrigens auch auf mich andere Betreuungsfälle ansetzte.</p>
<p>V<br />
Folgendes schrieb ich am 14. Januar 2010, etwas mehr als 10 Jahre nach dem „Unfall“, in meinemm Anschreiben an den WEISSEN RING:</p>
<p>„Regressansprüche gegen Betreuer und Anwalt Rainer Aßmann</p>
<p>Sehr geehrter Herr Wolsfeld,<br />
aus den Kopien, die diesem Schreiben beiliegen, geht teilweise hervor, in welcher Weise Herr Aßmann, den ich in einer Notlage als rechtlichen Betreuer beauftragen musste, meine Rechte mißachtet und meine Lage ausgenutzt hatte. Zum einen hat er sich vor den Täter Bernhard Wierum gestellt, gegen den er mich eigentlich vertreten sollte, zum anderen hat er andere Betreuungsfälle als Assistenz („Pflege“) bei mir eingesetzt. Diese waren zum Teil sehr schwierig. Zu der Zeit, als ich Herrn Wierum überlebt hatte, war ich traumatisiert und hatte keine psychologische Unterstützung bekommen.</p>
<p>Diese Kopien habe ich mit einer kurzen Schilderung meiner damaligen Lage am 12. Januar an das Arbeitsamt Salzuflen geschickt, bei dem Herr Wierum, wegen dem ich Herr Aßmann beauftragen musste, vermutlich gemeldet ist. Bernhard Wierum wurde wegen den meisten seiner Verbrechen nicht belangt, weil sich Herr Aßmann ohne mein Wissen geweigert hatte, für mich tätig zu werden. Ebenso hat er ohne mein Wissen die Assistenzstunden aus heiterem Himmel um die Hälfte gekürzt, weil ich mit seinen Fällen nicht klar kam. Diese hatte er auf mich angesetzt.<br />
Ich würde gerne mit Ihnen einen Termin zur Beratung ausmachen, um zu sehen, was sich noch in dem Fall meines ehemaligen Betreuers Aßmann bzw. Wierum machen läßt. Es wäre wünschenswert, wenn Herr Aßmann seine Position in Zukunft bei anderen Menschen nicht mehr ausnutzen kann.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>(Manfred Keitel)</p>
<p>- Anlagen“</p>
<p>Dies ist die Antwort vom weissen Ring, die mich mit der Post erreichte:</p>
<p>„Sehr geehrter Herr Keitel,</p>
<p>über den Leiter unserer Außenstelle Mainz erreichte uns Ihr Hilfeersuchen vom 14.1.2010. Wir bedauern, dass Sie sich erheblichen Problemen ausgesetzt sehen, müssen Ihnen jedoch mitteilen, dass auch dem WEISSEN RING Grenzen gesetzt sind und wir keine Hilfsmöglichkeiten sehen.</p>
<p>Wir bitten um Verständniss und verbleiben</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Edith Dykta“</p>
<p>VI<br />
Während ich über meine Erfahrungen schreibe, bekomme ich Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Herzrasen und Kopfschmerzen. Dabei ist es für mich wichtig, aus dem Bett zu kommen, schon deshalb, weil Bettlägerigkeit das Nachlassen der Muskelkraft zur Folge haben kann.<br />
Dabei bin ich „nebenbei“ immer wieder mit anderen Diskriminierungen konfrontiert, solche wie sie auch hier formuliert sind:<br />
<a href=" Link: http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,10727/ticket,g_a_s_t" target="_blank"><br />
Link: http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,10727/ticket,g_a_s_t</a></p>
<p><a href="Link: http://kobinet-nachrichten.org/" target="_blank">Link: http://kobinet-nachrichten.org/</a></p>
<p>Mein Fazit: Wer einmal in Schwierigkeiten ist, gerät in Gefahr, in immer neue Probleme hereingezogen zu werden. Weil ich aufgrund der Verwahrlosung mit einem schnellen Abbau meiner Körperkräfte leben muss, sitze ich im Rollstuhl.<br />
Anderen Überlebenden empfehle ich, Geduld mit sich selbst zu haben und sich möglichst gut zu behandeln. Ihr hab besseres verdient!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/manfred-keitel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jesuit zieht NS-Vergleich im Missbrauchsskandal</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/jesuit-zieht-ns-vergleich-im-missbrauchsskandal/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/jesuit-zieht-ns-vergleich-im-missbrauchsskandal/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 19:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1082</guid>
		<description><![CDATA[derStandard.at 05. Februar 2010,
Pater von Gemmingen
Er verglich die Situation des Ordens mit der von Juden zur NS-Zeit &#8211; Jesuiten-Chef reagiert mit scharfe Kritik: &#8220;Vollkommen inakzeptabel&#8221;
Im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Jesuiten-Schulen in Deutschland hat Pater Eberhard von Gemmingen nun mit einem Verweis auf die Judenverfolgung vor einem Generalverdacht gegen seinen Orden gewarnt. Der frühere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>derStandard.at 05. Februar 2010,</p>
<h4>Pater von Gemmingen</h4>
<p><strong>Er verglich die Situation des Ordens mit der von Juden zur NS-Zeit &#8211; Jesuiten-Chef reagiert mit scharfe Kritik: &#8220;Vollkommen inakzeptabel&#8221;</strong></p>
<p>Im Skandal um sexuellen Missbrauch an katholischen Jesuiten-Schulen in Deutschland hat Pater Eberhard von Gemmingen nun mit einem Verweis auf die Judenverfolgung vor einem Generalverdacht gegen seinen Orden gewarnt. Der frühere Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan sagte in einem Interview: &#8220;Es ist fatal, nun den ganzen Orden schlecht zu machen. Ich muss einen Vergleich ziehen: Mit den Juden ist es so losgegangen, dass vielleicht der ein oder andere Jude Unrecht getan hat. Dann aber hat man schlimmerweise alle angeklagt und ausrotten wollen. Man darf nicht von einzelnen Missetaten ausgehen und eine ganze Gruppe verurteilen. Und die Gefahr, dass das passiert, ist groß.&#8221;</p>
<p>Der 73 Jahre alte von Gemmingen nahm zugleich einen der Patres in Schutz, die sexuellen Missbrauch begangen haben sollen. &#8220;Ich stehe zu ihm. Der hat gesündigt, wenn ich das so sagen darf. Leider laufen in Deutschland noch viele andere Sünder rum, auf die niemand mit dem Finger zeigt&#8221;, sagte von Gemmingen. Es sei aber gut, dass die Fälle aufgedeckt werden. Von Gemmingen war selbst Schüler und Präfekt am Jesuiten-Kolleg in Sankt Blasien im Schwarzwald, in dem es auch Opfer gab.</p>
<p>Weitert lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://derstandard.at/1263706842789/Pater-von-Gemmingen-Jesuit-zieht-NS-Vergleich-im-Missbrauchsskandal" target="_blank">http://derstandard.at/1263706842789/Pater-von-Gemmingen-Jesuit-zieht-NS-Vergleich-im-Missbrauchsskandal</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/jesuit-zieht-ns-vergleich-im-missbrauchsskandal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsopfer wollen entschädigt werden</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauchsopfer-wollen-entschadigt-werden/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauchsopfer-wollen-entschadigt-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1076</guid>
		<description><![CDATA[DER TAGESSPIEGEL 5.2.2010
Nachdem das Schweigen über den sexuellen Missbrauch am Canisius-Kolleg gebrochen ist, wollen die Opfer eine Entschädigung erreichen – notfalls per Klage auch gegen den Vatikan. Immer mehr Betroffene äußern sich.
Von Fatina Keilani
Mittlerweile sind es zwei Rechtsanwälte, die damit an die Öffentlichkeit gegangen sind. Rechtsanwältin Manuela Groll vertritt drei Mandanten; sie hofft noch auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DER TAGESSPIEGEL 5.2.2010</p>
<p>Nachdem das Schweigen über den sexuellen Missbrauch am Canisius-Kolleg gebrochen ist, wollen die Opfer eine Entschädigung erreichen – notfalls per Klage auch gegen den Vatikan. Immer mehr Betroffene äußern sich.<span id="more-1076"></span></p>
<p>Von Fatina Keilani</p>
<p>Mittlerweile sind es zwei Rechtsanwälte, die damit an die Öffentlichkeit gegangen sind. Rechtsanwältin Manuela Groll vertritt drei Mandanten; sie hofft noch auf eine außergerichtliche Einigung. „Die Opfer können nicht verzeihen und hätten sehr gern eine Genugtuung“, sagte sie gestern dem Tagesspiegel. Der Rektor des Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes, habe auch Andeutungen gemacht, dass er sich eine Entschädigung vorstellen könne.</p>
<p>Mertes wollte sich dazu nicht äußern. Er bezeichnete den Wunsch nach Entschädigung als „in der Logik der Opfer verständlich“, sagte aber: „Es steht mir zum gegenseitigen Zeitpunkt nicht zu, mich dazu öffentlich zu äußern.“ Offen ließ Mertes, ob er dem Wunsch der Anwältin nach Einsicht in die Akten des Ordens nachkomme.</p>
<p>Von den drei Mandanten Grolls wollen zwei anonym bleiben; deswegen würden sie sich im Falle einer Klage dem dritten anschließen. Es handele sich um Menschen in exponierten Positionen, so Groll; wenn von ihnen bekannt würde, dass sie missbraucht wurden, wäre das schädlich.</p>
<p>Rechtsanwalt Lukas Kawka will sogar den Vatikan verklagen. Der Heilige Stuhl als oberster Dienstherr des Jesuitenordens könne sich angesichts der gegen die sexuelle Selbstbestimmung gerichteten Straftaten nicht auf die Staatsimmunität berufen. „Vonseiten des Vatikans wurde uns ein telefonischer Gesprächstermin zugesichert“, teilte Kawka mit. Wie viele Mandanten er vertritt und was er für diese erreichen will, sagte er auch auf Nachfrage nicht. Auch eine Sammelklage in den USA erwäge er, wenn US-Bürger unter den Opfern gewesen seien. Bislang gibt es aber keine derartigen Hinweise. In den USA sind wesentlich höhere Entschädigungen üblich als in Deutschland. Die Deutsche Kinderhilfe hat indes gestern gegenüber der Nachrichtenagentur KNA eine solche Klage als „Instrumentalisierung der Missbrauchsopfer“ kritisiert.</p>
<p>Weiter lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Canisius-Kolleg;art270,3021525" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/berlin/Canisius-Kolleg;art270,3021525</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauchsopfer-wollen-entschadigt-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Der Pfarrer war sich keiner Schuld bewusst&#8221;</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/der-pfarrer-war-sich-keiner-schuld-bewusst/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/der-pfarrer-war-sich-keiner-schuld-bewusst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 07:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1072</guid>
		<description><![CDATA[WELT ONLINE 5. Februar 2010
Von Antje Hildebrand
Norbert Denef wurde als Kind von einem Geistlichen sexuell missbraucht. Ein Gespräch über Schweigen, Verjährung und Entschädigung
Berlin &#8211; Als Kind wurde Nobert Denef (60) jahrelang von einem katholischen Pfarrer und einem Organisten im sächsischen Delitzsch missbraucht. Im Gegensatz zu den meisten Opfern hatte er Beweise. Damit konnte er die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 5. Februar 2010</p>
<p>Von Antje Hildebrand</p>
<p><strong>Norbert Denef wurde als Kind von einem Geistlichen sexuell missbraucht. Ein Gespräch über Schweigen, Verjährung und Entschädigung</strong></p>
<p>Berlin &#8211; Als Kind wurde Nobert Denef (60) jahrelang von einem katholischen Pfarrer und einem Organisten im sächsischen Delitzsch missbraucht. Im Gegensatz zu den meisten Opfern hatte er Beweise. Damit konnte er die katholische Kirche drängen, ihn finanziell für seinen Leidensweg zu entschädigen &#8211; hierzulande wohl ein einmaliger Fall. Denef kämpft nun für die Abschaffung der Verjährungsfrist im Zivilrecht, damit die Opfer auch Jahre später Ersatzansprüche geltend machen können. Von der Diskussion über Konsequenzen aus dem Skandal am Berliner Canisius-Kolleg, die jetzt auch die deutsche Bischofskonferenz auf ihre Tagesordnung gesetzt hat, verspricht er sich Auftrieb.<span id="more-1072"></span></p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Herr Denef, Sie konnten erst 35 Jahre später nach Ihrem sexuellen Missbrauch öffentlich darüber sprechen. Wundert es Sie, dass der Rektor des katholischen Canisius-Kollegs in Berlin ehemalige Schüler erst jetzt über Missbrauchsfälle aus den Siebzigerjahren informiert hat?</p>
<p><strong>Norbert Denef: </strong>Nein, dieses Schema ist typisch. Erst versucht man, diese Fälle zu verschweigen und zu vertuschen. Man geht erst nach draußen, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Dann tut man so, als wäre man um Aufklärung bemüht.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Immerhin ist die Kirche jetzt von sich aus an die Öffentlichkeit getreten. Ein mutiger Schritt?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, mutig war, dass die Opfer schon vor Jahren versucht haben, etwas zu bewegen. Ich verstehe nicht, warum die Schulleitung erst jetzt darauf reagiert hat.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Es heißt, die Opfer hätten um Diskretion gebeten.</p>
<p><strong>Denef:</strong> Das ist doch Theater. Erst reagiert man nicht. Dann schiebt man die Schuld auch noch den Opfern zu: Die wollten ja nicht öffentlich darüber reden &#8230; So versucht man, sich reinzuwaschen.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Sie unterstellen den Verantwortlichen, sie hätten auf Zeit gespielt?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Ja, die Verjährungsfrist für eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs läuft nach zehn Jahren ab.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Warum haben Sie selber 35 Jahre gewartet, bevor sie den Pfarrer mit seinen Taten konfrontiert haben?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Wer so etwas erlebt hat, spaltet die Erinnerung daran ab, um nicht jedes Mal wieder den Schmerz erleben zu müssen, der damit verbunden ist. Hirnforscher können diesen Prozess sogar neurochemisch erklären: Es fehlen bestimmte Verbindungen im Hirn, die lösen dieses Schweigen aus.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Sie haben auch als Kind mit niemandem darüber gesprochen?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, man hätte mir die Zunge abschneiden können, ich hätte nicht geredet.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Weil der Pfarrer Sie unter Druck gesetzt hat?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, Täter, die ihre Opfer einschüchtern, sind eher die Ausnahme. Das haben die nicht nötig. Das Kind ist von ihnen abhängig.</p>
<p><strong>DIE WELT: </strong>Ist Ihnen schon als Zehnjähriger bewusst gewesen, dass der Pfarrer Ihre Abhängigkeit auf perfide Weise ausnutzt?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, aber ich habe immer das Gefühl gehabt, dass da irgendwas nicht richtig ist.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Im Schutz der Kirche müssen sie nicht einmal strafrechtliche Konsequenzen befürchten. Oder sind die Täter verurteilt worden?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, der Pfarrer wurde einige Male strafversetzt. Der Organist wurde prunkvoll in den Ruhestand verabschiedet. Er genießt nach wie vor hohes Ansehen.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Haben sie Ihre Taten bereut?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, der Pfarrer war sich keiner Schuld bewusst. Als ich ihn zur Rede gestellt habe, hat er gesagt, das sei doch alles nicht so schlimm gewesen.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Sie sind hierzulande das erste Missbrauchsopfer, von dem man weiß, dass es finanziell entschädigt wurde. Das Bistum Magdeburg hat Ihnen 25 000 Euro gezahlt. Wie haben Sie das geschafft?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Indem ich dafür gesorgt habe, dass mir beide Täter ihr Geständnis schriftlich gegeben haben. Ich hatte Glück, dass mir ein Mitarbeiter der Kirche Einblick in die Personalakten gegeben hat. Damit konnte ich die Amtskirche, das Bistum Magdeburg, unter Druck setzen. In den Akten stand, dass meine Geschichte kein Einzelfall war. Mit den Geständnissen habe ich die Erstattung meiner Therapiekosten und eine Wiedergutmachung von 450 000 Euro gefordert.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Die Kirche hat Ihnen 25 000 Euro unter der Bedingung gezahlt, dass Sie öffentlich schweigen. Wie hat sie reagiert, als 2007 Ihr Buch &#8220;Ich wurde sexuell missbraucht&#8221; erschien?</p>
<p><strong>Denef:</strong> Gar nicht. Allerdings hatte ich nach zähem Ringen erreicht, dass sie die Schweigeklausel vorher zurückgenommen hat.</p>
<p><strong>DIE WELT:</strong> Haben Sie dem Papst auch ein Exemplar geschickt?</p>
<p><strong>Denef: </strong>Nein. Ich habe ihn um Hilfe gebeten, dass er etwas gegen den Bischof von Magdeburg unternimmt, weil dieser versucht hatte, mich wieder zum Schweigen zu zwingen. Er hat mir persönlich geantwortet, dass er mein Anliegen in sein Gebet hineingenommen habe und mich ermutige, den Allmächtigen Gott um die Kraft der Vergebung zu bitten. Nach diesem Schreiben habe ich versucht, mir das Leben zu nehmen. Weiter zu klagen, dazu fehlte mir die Kraft. Ich gehe meinen Weg lieber in der Öffentlichkeit weiter. Kaum waren die 25 000 Euro auf meinem Konto, habe ich den &#8220;Spiegel&#8221; informiert.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.welt.de/vermischtes/article6256785/Der-Pfarrer-war-sich-keiner-Schuld-bewusst.html" target="_blank">http://www.welt.de/vermischtes/article6256785/Der-Pfarrer-war-sich-keiner-Schuld-bewusst.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/der-pfarrer-war-sich-keiner-schuld-bewusst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Missbrauch dürfte verjährt sein</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauch-durfte-verjahrt-sein/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauch-durfte-verjahrt-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 07:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsrist]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1070</guid>
		<description><![CDATA[Badische Zeitung 5.02.2010
FREIBURG. Immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs werden an katholischen Schulen bekannt, auch an der Jesuitenschule St. Blasien soll es zu Übergriffen gegenüber männlichen Schülern im Alter von 13 bis 16 Jahren gekommen sein. Am Donnerstag wurde bekannt, dass es auch am Bonner Aloisiuskolleg des Jesuitenordens Fälle sexuellen Missbrauchs gegeben hat.
Da die Fälle jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Badische Zeitung 5.02.2010</p>
<p>FREIBURG. Immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs werden an katholischen Schulen bekannt, auch an der Jesuitenschule St. Blasien soll es zu Übergriffen gegenüber männlichen Schülern im Alter von 13 bis 16 Jahren gekommen sein. Am Donnerstag wurde bekannt, dass es auch am Bonner Aloisiuskolleg des Jesuitenordens Fälle sexuellen Missbrauchs gegeben hat.</p>
<p>Da die Fälle jedoch bereits in den 70er- und 80er-Jahren stattfanden, stellt sich die Frage, ob die Täter heute noch mit Strafverfolgung und Schadensersatzansprüchen rechnen müssen. Strafrechtlich gilt, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern grundsätzlich zehn Jahre nach der Tat verjährt. Wenn das Kind dabei auch penetriert wurde, gilt der Missbrauch als Vergewaltigung und verjährt erst nach zwanzig Jahren.</p>
<p>Seit 1994 beginnt die Verjährung von Sexualdelikten allerdings erst zu laufen, wenn das Opfer volljährig geworden ist. So soll verhindert werden, dass gerade die Taten von Kindesmissbrauch in der Familie schon verjährt sind, wenn das Opfer wagt, sich von den übergriffigen Eltern oder Verwandten zu lösen. Das Bundesverfassungsgericht hat diese nachträgliche Verlängerung der Verjährung im Jahr 2000 auch für ältere Fälle gebilligt.</p>
<p>Soweit bisher bekannt, fanden die letzten Missbrauchsfälle an Jesuitenschulen 1984 statt. Wenn das Kind damals 13 Jahre alt war, dann begann die Verjährungsfrist 1989 zu laufen. Selbst eine Vergewaltigung wäre dann also 2009 strafrechtlich verjährt.</p>
<p>In der Schweiz wurde im November 2008 per Volksabstimmung die Verjährung für Sexualdelikte an Kindern völlig aufgehoben. In Deutschland wird dies bisher vor allem von Opfergruppen gefordert. Bisher ist bei uns nur Mord nicht verjährbar und auch dies war früher nicht der Fall. Erst als Mitte der 60er-Jahre das bis dahin kaum geahndete NS-Unrecht zu verjähren drohte, wurde die Verjährung für Mord mehrfach verlängert und schließlich 1979 ganz aufgehoben.</p>
<p>Andere Verjährungsregeln gelten für zivilrechtliche Ansprüche, insbesondere wenn die Opfer Schadensersatz von den damaligen Tätern fordern wollen. Grundsätzlich verjähren solche Ansprüche drei Jahre nachdem der Schaden eingetreten ist und der Verursacher bekannt wurde, maximal zehn Jahre nach der Tat. Allerdings hat auch hier der Gesetzgeber inzwischen Sonderregeln geschaffen, die den Opfern sexuellen Missbrauchs helfen sollen. So beginnt die zivilrechtliche Verjährung bei Sexualdelikten erst mit dem 21. Geburtstag des Opfers zu laufen. Doch auch dann wäre die dreijährige Verjährungsfrist in den Jesuiten-Fällen längst abgelaufen.</p>
<p>Doch das Oberlandesgericht Karlsruhe hat 2001 entschieden, dass die zivilrechtliche Verjährung generell gehemmt ist, solange sich ein traumatisiertes Opfer gar nicht an die Tat erinnert. Dies gilt dann als &#8220;höhere Gewalt&#8221;, muss allerdings durch ärztliche Gutachten belegt werden. In solchen Ausnahmefällen könnte auch heute noch Schadensersatz gefordert werden.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/missbrauch-duerfte-verjaehrt-sein--26565734.html" target="_blank">http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/missbrauch-duerfte-verjaehrt-sein&#8211;26565734.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauch-durfte-verjahrt-sein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MISSBRAUCH: „Er hat meine Seele getötet“</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauch-%e2%80%9eer-hat-meine-seele-getotet%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauch-%e2%80%9eer-hat-meine-seele-getotet%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 07:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1068</guid>
		<description><![CDATA[Märkische Allgemeine 5.02.2010
Ein Pfarrer vergriff sich über Jahre hinweg an Norbert Denef / Das Opfer leidet noch heute
Norbert Denef kann verstehen, warum die Opfer am Berliner Canisius-Kolleg so lange geschwiegen haben. Was der Missbrauch anrichtet und warum er die Aufklärung der Kirche für „Theater“ hält, erklärt Denef im Gespräch mit Antje Hildebrandt.
MAZ: Wundert es Sie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Märkische Allgemeine 5.02.2010</p>
<p><strong>Ein Pfarrer vergriff sich über Jahre hinweg an Norbert Denef / Das Opfer leidet noch heute</strong></p>
<p>Norbert Denef kann verstehen, warum die Opfer am Berliner Canisius-Kolleg so lange geschwiegen haben. Was der Missbrauch anrichtet und warum er die Aufklärung der Kirche für „Theater“ hält, erklärt Denef im Gespräch mit Antje Hildebrandt.</p>
<p><em><strong>MAZ:</strong> Wundert es Sie, dass der Rektor des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, erst jetzt über Missbrauchsfälle aus den siebziger Jahren informiert hat?</em></p>
<p><strong>Norbert Denef:</strong> Nein, dieses Schema ist typisch. Erst versucht man, diese Fälle zu verschweigen, zu vertuschen. Man geht erst nach draußen, wenn man schon mit dem Rücken zur Wand steht. Dann tut man so, als wäre man um Aufklärung bemüht.<br />
<span id="more-1068"></span><br />
<em>Immerhin ist die Kirche von sich aus an die Öffentlichkeit getreten. Ein mutiger Schritt?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, mutig war, dass die Opfer schon vor Jahren versucht haben, etwas zu bewegen. Ich verstehe nicht, warum die Schulleitung erst jetzt darauf reagiert hat.</p>
<p><em>Es heißt, die Opfer hätten um Diskretion gebeten.</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Das ist doch Theater. Erst reagiert man nicht, dann schiebt man die Schuld auch noch den Opfern zu. So versucht man sich reinzuwaschen.</p>
<p><em>Sie unterstellen den Verantwortlichen, sie hätten auf Zeit gespielt?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Ja, die Verjährungsfrist für eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs läuft nach zehn Jahren ab. Die Opfer können jetzt zivilrechtlich keine Ansprüche auf Schmerzensgeld mehr erheben.</p>
<p><em>Warum haben Sie selber 35 Jahre geschwiegen?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Wer so etwas erlebt hat, spaltet die Erinnerung daran ab, um nicht jedes Mal wieder den Schmerz erleben zu müssen. Hirnforscher können diesen Prozess neurochemisch erklären. Es fehlen bestimmte Verbindungen im Hirn, die lösen dieses Schweigen aus.</p>
<p><em>Sie haben auch als Kind nicht darüber gesprochen?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, man hätte mir die Zunge abschneiden können, ich hätte nicht geredet.</p>
<p><em>Weil der Pfarrer Sie unter Druck gesetzt hat?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, Täter, die ihre Opfer einschüchtern, sind eher die Ausnahme. Das haben die gar nicht nötig. Das Kind ist von ihnen abhängig.</p>
<p><em>Was geht in einem Kind vor, wenn der Pfarrer plötzlich zudringlich wird?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Ich erinnere mich daran, dass ich als Zehnjähriger auf seinem Sofa lag und seinen Schwanz im Mund hatte. In der Seitenwand des Schreibtisches nebenan war ein Loch. Darin habe ich mit meinen kleinen Fingern herumgebohrt, so lange, bis die Scheiße vorbei war. Es klingt vielleicht merkwürdig, aber dieses Loch hat mir geholfen, den Missbrauch auszublenden.</p>
<p><em>Ein Pfarrer gilt als Autorität, als Vertrauter oder Vorbild eines Kindes . . .</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Er ist gottgleich, mit dem Papst als Chef. Sehen Sie, meine Mutter war alleinerziehend, fünf Kinder. Ich wurde gezeugt, um die Ehe meiner Eltern zu retten. Die Kirche stand immer an erster Stelle. Ich war für diesen Pfarrer ein dankbares Opfer.</p>
<p><em>Hätte Ihnen Ihre Mutter nicht geglaubt?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, meine Familie grenzt mich aus, seit ich mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen bin. Der Organist, einer der beiden Täter, stammt aus dem Umfeld meiner Familie. Das macht die Sache kompliziert.</p>
<p><em>Kinder werden heute früher aufgeklärt. Das Ziel ist, sie zu starken Persönlichkeiten zu erziehen. Hilft das?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Im Einzelfall vielleicht schon. Generell lassen sich Kinder aber leicht manipulieren. Je weniger Liebe ein Kind erfahren hat, desto mehr Zuneigung braucht es. Das nutzen die Täter aus.</p>
<p><em>Sind die Täter in Ihrem Fall verurteilt worden?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Nein, der Pfarrer wurde einige Male strafversetzt. Der Organist wurde prunkvoll in den Ruhestand verabschiedet.</p>
<p><em>Zeigten die beiden Täter Reue?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Der Pfarrer war sich keiner Schuld bewusst. Als ich ihn zur Rede gestellt habe, hat er gesagt, das sei doch alles nicht so schlimm gewesen. Der Organist sagte: „Die Frage ist doch, wer angefangen hat.“ Er ist zehn Jahre älter als ich.</p>
<p><em>Was hat der Missbrauch mit Ihnen angerichtet?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Er hat meine Seele getötet. Nach außen hin habe ich bis zum 40. Geburtstag unauffällig gelebt. Ich habe geheiratet, zwei Kinder gezeugt. Ich war süchtig nach Arbeit. Aber innerlich fühlte ich nichts. Ich muss noch heute in kochend heißem Wasser baden, um mich zu spüren.</p>
<p><em>Wann war der Druck so groß, dass Sie Hilfe suchten?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Es war in einem Spanienurlaub mit der Familie. Ich konnte plötzlich nicht mehr sprechen. Vier Wochen lang. In meiner Wut darüber bin ich dann mit 220 Sachen mit dem Auto nach Hause gerast. Meine Frau hat mir danach die Pistole auf die Brust gesetzt: „Du musst was tun.“</p>
<p><em>Sie waren in zig Kliniken. Warum konnte Ihnen bis heute kein Therapeut helfen?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Ach, nur wenige Therapeuten haben dafür eine geeignete Ausbildung. Und wenn man sich einmal geöffnet hat, geht der Stress doch erst richtig los. Dieser Schaden bleibt an einem hängen.</p>
<p><em>Sie sind das erste Missbrauchsopfer, von dem man weiß, dass es von der katholischen Kirche entschädigt wurde. Wie haben Sie das geschafft?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Indem ich dafür gesorgt habe, dass mir beide Täter ihr Geständnis schriftlich gegeben haben. Ich hatte das riesengroße Glück, dass mir ein ranghoher Mitarbeiter der Kirche Einblick in die Personalakten gegeben hat. Damit konnte ich die Amtskirche, das Bistum Magdeburg, unter Druck setzen. In den Akten stand, dass meine Geschichte kein Einzelfall war.</p>
<p><em>Glauben Sie, dass der Skandal am Canisius-Kolleg zu einer Neubewertung Ihrer Petition vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte führt?</em></p>
<p><strong>Denef:</strong> Ich hoffe es. Dieser Skandal hat mir die Tür zu den Medien geöffnet. Dafür habe ich jahrelang gekämpft.</p>
<p><strong>Bis vor den Europäischen Gerichtshof: Der zähe Kampf um Anerkennung</strong><br />
Norbert Denef, geboren 1949, wurde als Kind über acht Jahre lang von einem Pfarrer und einem Kirchenorganisten im sächsischen Delitzsch missbraucht. Das Opfer litt später jahrelang unter Depressionen, ist heute berufsunfähig.<br />
Als erstes bekanntes Missbrauchsopfer erhielt Denef von der katholischen Kirche eine Abfindung in Höhe von 25.000 Euro. Die Zahlung war an eine Schweigeklausel geknüpft. Denef machte seinen Fall trotzdem öffentlich – die Kirche nahm die Klausel zurück.<br />
Denef kämpft vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte dafür, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht abgeschafft wird. Damit sollen Opfer auch Jahre später Ansprüche geltend machen können. Der Bundestag hatte eine Petition 2008 abgelehnt.<br />
Das Buch, das Denef über seinen Fall schrieb, ist nicht mehr im Handel erhältlich. Restexemplare kann man über Denefs Homepage beziehen: <a href="http://norbert.denef.com" target="_blank">www.norbert.denef.com</a> MAZ</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11723960/62249/Ein-Pfarrer-vergriff-sich-ueber-Jahre-hinweg-an.html" target="_blank">http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11723960/62249/Ein-Pfarrer-vergriff-sich-ueber-Jahre-hinweg-an.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/05/missbrauch-%e2%80%9eer-hat-meine-seele-getotet%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anwalt prüft Sammelklage gegen Jesuiten in USA</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/04/anwalt-pruft-sammelklage-gegen-jesuiten-in-usa/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/04/anwalt-pruft-sammelklage-gegen-jesuiten-in-usa/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 17:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1064</guid>
		<description><![CDATA[sueddeutsche.de
erschienen am 04.02.2010
Berlin (dpa) &#8211; Ein Anwalt von Opfern des sexuellen Missbrauchs am Berliner Canisius-Gymnasium will eine Sammelklage gegen den Jesuiten- Orden in den USA prüfen. «Sollte sich bestätigen, dass ehemalige Schüler die amerikanische Staatsbürgerschaft haben, wäre eine Sammelklage in den USA, anders als in Deutschland, möglich». Das sagte Rechtsanwalt Lukas Kawka der dpa. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sueddeutsche.de</p>
<p>erschienen am 04.02.2010</p>
<p>Berlin (dpa) &#8211; Ein Anwalt von Opfern des sexuellen Missbrauchs am Berliner Canisius-Gymnasium will eine Sammelklage gegen den Jesuiten- Orden in den USA prüfen. «Sollte sich bestätigen, dass ehemalige Schüler die amerikanische Staatsbürgerschaft haben, wäre eine Sammelklage in den USA, anders als in Deutschland, möglich». Das sagte Rechtsanwalt Lukas Kawka der dpa. Die finanziellen Konsequenzen würden dann für den Jesuitenorden desaströs sein. Kawka vertritt nach eigenen Angaben Opfer des Missbrauchs.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/926124" target="_blank">http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/926124</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/04/anwalt-pruft-sammelklage-gegen-jesuiten-in-usa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Klage gegen Canisius-Gymnasium</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/04/klage-gegen-canisius-gymnasium/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/04/klage-gegen-canisius-gymnasium/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 12:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1057</guid>
		<description><![CDATA[bild.de/BILD/Newsticker
Donnerstag, 04. Februar 2010
Im Skandal um sexuellen Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg bereitet die Opferanwältin Manuela Groll eine Zivilklage gegen die Schule vor. „Ich halte die Aussichten für sehr erfolgreich“, sagte die Familienrechtsanwältin im RBB-Sender Radio Eins. „Die strafrechtliche Verjährung dürfte eingetreten sein, aber die zivilrechtliche Verjährung, die dürfte noch nicht eingetreten sein“, sagte Groll. Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>bild.de/BILD/Newsticker</p>
<p>Donnerstag, 04. Februar 2010</p>
<p><strong>Im Skandal um sexuellen Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg bereitet die Opferanwältin Manuela Groll eine Zivilklage gegen die Schule vor.</strong> „Ich halte die Aussichten für sehr erfolgreich“, sagte die Familienrechtsanwältin im RBB-Sender Radio Eins. „Die strafrechtliche Verjährung dürfte eingetreten sein, aber die zivilrechtliche Verjährung, die dürfte noch nicht eingetreten sein“, sagte Groll. Am Berliner Canisius-Kolleg sollen zwei Jesuitenpater zwischen 1975 und 1983 mindestens 20 Schüler missbraucht haben. Die damalige Schulleitung habe trotz Anzeichen und Hinweisen die Schädigung weiterer Opfer nicht verhindert. „Und da befinden wir uns in einem Rahmen, wo Ansprüche durchsetzbar sind und wo wir auch klar erkennen können, dass da Erfolgsaussichten sind“, sagte Groll.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2010/02/04/12-zivilklage-canisius.html" target="_blank">http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2010/02/04/12-zivilklage-canisius.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/04/klage-gegen-canisius-gymnasium/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/04/%e2%80%9ewir-mu%cc%88ssen-jetzt-nach-vorne-schauen%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/04/%e2%80%9ewir-mu%cc%88ssen-jetzt-nach-vorne-schauen%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1053</guid>
		<description><![CDATA[Pressemitteilung Katholische Elternschaft Deutschlands (KED)
KED: „Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“
Missbrauchsfälle an katholischen Schulen dürfen weder Klischees noch Verdrängung fördern
Bonn, 04. Februar 2010 – Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) ist
erschüttert über die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg
in Berlin und an anderen katholischen Schulen.
„Jetzt ist nicht die Zeit für Klischeezuweisungen oder Verdrängungsverhalten.“,
sagt dazu die Bundesvorsitzende der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung Katholische Elternschaft Deutschlands (KED)</p>
<p><strong>KED: „Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“</strong></p>
<p><strong>Missbrauchsfälle an katholischen Schulen dürfen weder Klischees noch Verdrängung fördern</strong></p>
<p>Bonn, 04. Februar 2010 – Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) ist<br />
erschüttert über die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg<br />
in Berlin und an anderen katholischen Schulen.<span id="more-1053"></span></p>
<p>„Jetzt ist nicht die Zeit für Klischeezuweisungen oder Verdrängungsverhalten.“,<br />
sagt dazu die Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands<br />
(KED), Marie Theres Kastner MdL. „Nun gilt es, nach vorne zu schauen und<br />
die Enthüllungen zum Anlass nehmen, diese und ähnliche Vorgänge kritisch zu<br />
analysieren und zu überlegen, was sich in der katholischen Kirche ändern muss,<br />
damit solchen Auswüchsen künftig besser entgegengewirkt wird. Hier sind alle<br />
Verantwortlichen in den kirchlichen Institutionen und Verbänden gefragt.“</p>
<p>Das vorbildliche Verhalten von Persönlichkeiten wie Pater Mertes, Rektor am<br />
Canisius-Kolleg, und die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen<br />
bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche zeigten, dass<br />
sich die Kirche ihrer Verantwortung stelle.</p>
<p>Kastner betont: „Die KED will hierzu ebenfalls ihren Beitrag leisten. Für uns als<br />
Katholischer Elternverband bedeutet dies, in den Dialog zu treten mit katholischen<br />
Schulen, Eltern und Expertinnen und Experten innerhalb und außerhalb<br />
der Kirche, um Initiativen zur Aufarbeitung, Hilfe und Prävention auf den Weg<br />
zu bringen. Wir wollen den Eltern Mut machen, trotz möglicher Ängste und<br />
Tabus couragiert für den Schutz ihrer Kinder einzutreten.“</p>
<p>Katholische Elternschaft Deutschlands (KED)<br />
Am Hofgarten 12<br />
53113 Bonn<br />
Tel.: 0228 &#8211; 65 00 52<br />
Fax: 0228 &#8211; 69 62 17<br />
brauckmann@katholische-elternschaft.de<br />
www.katholische-elternschaft.de</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2010/02/KED-PM-04-02-2010.pdf" target="_blank">KED-PM-04-02-2010.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/04/%e2%80%9ewir-mu%cc%88ssen-jetzt-nach-vorne-schauen%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auswirkungen – auf die Angehörigen</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/04/teufelskreis-opfer%e2%80%93tater%e2%80%93opfer%e2%80%93tater/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/04/teufelskreis-opfer%e2%80%93tater%e2%80%93opfer%e2%80%93tater/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 08:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=891</guid>
		<description><![CDATA[Hier haben Angehörige der Opfer die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.
Denn oft wirken sich Folgeschäden sexualisierter Gewalt unmittelbar auch auf sie aus.
“Gib Leiden Worte”, sagt Shakespeare, “denn Schmerz, der nicht frei spricht, flüstert im Herzen, bis es birst und bricht.”
Hoffnungsvolle Grüße
Norbert Denef
(Wenn Sie Ihre Geschichte hier als Kommentar einfügen, wird sie danach als Artikel veröffentlicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier haben Angehörige der Opfer die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.</p>
<p>Denn oft wirken sich Folgeschäden sexualisierter Gewalt unmittelbar auch auf sie aus.</p>
<p>“Gib Leiden Worte”, sagt Shakespeare, “denn Schmerz, der nicht frei spricht, flüstert im Herzen, bis es birst und bricht.”</p>
<p>Hoffnungsvolle Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>(Wenn Sie Ihre Geschichte hier als Kommentar einfügen, wird sie danach als Artikel veröffentlicht. Auf Wunsch auch anonym)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/04/teufelskreis-opfer%e2%80%93tater%e2%80%93opfer%e2%80%93tater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leute, erzählt Eure Lebensgeschichte</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/04/leute-erzahlt-eure-lebensgeschichte/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/04/leute-erzahlt-eure-lebensgeschichte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 08:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1047</guid>
		<description><![CDATA[Hallo, Ihr alle!!!
Am vorletzten Sonntag hat uns unsere Tochter angerufen. Wir sollten doch bitte mal zu ihr kommen. Sie müsste mal mit uns reden. Wir fuhren hin, ca. 25 km, kein Problem. Während der Fahrt unterhielten wir uns, meine Frau und ich, was unsere Tochter uns wohl zu sagen hat. Wir dachten, dass ihre Beziehung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, Ihr alle!!!</p>
<p>Am vorletzten Sonntag hat uns unsere Tochter angerufen. Wir sollten doch bitte mal zu ihr kommen. Sie müsste mal mit uns reden. Wir fuhren hin, ca. 25 km, kein Problem. Während der Fahrt unterhielten wir uns, meine Frau und ich, was unsere Tochter uns wohl zu sagen hat. Wir dachten, dass ihre Beziehung auseinander geht oder ähnliches&#8230;. Bei ihr angekommen, erzählte uns ihr Lebensgefährte, weil sie selbst nicht in der Lage war &#8211; was zu verstehen ist &#8211; dass sie vor 17 Jahren missbraucht wurde. Es war wie ein Schlag ins Gesicht&#8230; Und das Schlimme ist, der Täter ist in der eigenen Verwandtschaft&#8230; Unsere Tochter ist 31, hat selbst 2 Kinder, Tochter 6, Sohn 5. Sie hat Angst, dass ihrer Tochter selbiges passiert. Wir sagten ihr, dass wir, egal, welcher Dreck jetzt von der anderen Seite geschmissen wird, zu ihr stehen. Wir glauben ihr und wollen sie in ihrer Situation unterstützen, egal, was kommt&#8230; Es wird ein schwerer, langer Weg, aber wir sind stolz, dass sie so viel Vertrauen zu uns hatte, dieses schwere Gespräch mit uns zu führen!!! Mittlerweile haben wir uns als Eltern eine Therapeutin gesucht. Mit so einem Schlag kann man nicht so einfach umgehen, man braucht jemanden zum reden. Egal ob Psychotherapeut oder Pfarrer. Ja, auch ein Pfarrer kann unterstützen, sogar sehr&#8230; Mittlerweile ist die Situation so, dass von der anderen Seite alles abgestritten wird. Wir sind die Bösen. Aber so wie ich das so sehe, geht es allen Opfern so. Aber wir werden dagegen kämpfen und zu unserer Tochter stehen&#8230; Wir haben ihr eine Adresse versorgt, wo sie zur Therapie gehen kann, sie nimmt diese Hilfe an, was wir sehr gut finden.</p>
<p>Leute, erzählt Eure Lebensgeschichte. Ich glaube, wenn das erst mal raus ist, dann findet sich immer jemand, der einem zuhört und hilft und Euch auch glaubt!!!! Und Euch wird das Reden gut tun.</p>
<p>Und: Bitte unterschreibt die Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof. Ihr helft Euch selbst und den vielen, vielen anderen, die noch unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit schlummern!!! Euch wurde ein Schmerz zugefügt, der ein Leben lang, ein Leben lang in Euch rumort und Euch nicht zur Ruhe kommen lässt.</p>
<p>Solche Taten dürfen nicht verjähren!!! Es ist doch nicht einfach ein Auffahrunfall im öffentlichen Straßenverkehr&#8230; So einfach geht das nicht!!! Bleibt stark und redet, redet, redet, damit die anderen erfahren, was in dieser Gesellschaft krank ist&#8230;</p>
<p>Alles Gute Euch allen!!!</p>
<p>Steffen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/04/leute-erzahlt-eure-lebensgeschichte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Er hat meine Seele getötet&#8221;</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/04/er-hat-meine-seele-getotet/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/04/er-hat-meine-seele-getotet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 06:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1039</guid>
		<description><![CDATA[Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 04.02.2010
Interview Norbert Denef leidet heute noch unter den Spätfolgen des sexuellen Missbrauchs durch einen Priester.
Als Kind wurde Norbert Denef (60) jahrelang von einem Priester und einem Organisten im sächsischen Delitzsch missbraucht. Unter den Spätfolgen leidet er noch heute. Im Gegensatz zu den meisten anderen Opfern hatte er Beweise. Damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 04.02.2010</p>
<p><strong>Interview Norbert Denef leidet heute noch unter den Spätfolgen des sexuellen Missbrauchs durch einen Priester.</strong></p>
<p>Als Kind wurde Norbert Denef (60) jahrelang von einem Priester und einem Organisten im sächsischen Delitzsch missbraucht. Unter den Spätfolgen leidet er noch heute. Im Gegensatz zu den meisten anderen Opfern hatte er Beweise. Damit konnte er die katholische Kirche drängen, ihn finanziell für seinen Leidensweg zu entschädigen &#8211; hierzulande wohl ein einmaliger Fall. Doch dem Familienvater reicht das nicht. Er kämpft weiter &#8211; dafür, dass der Gesetzgeber das Strafrecht insofern ändert, als die Opfer auch Jahre später noch Ersatzansprüche geltend machen können. Von der Diskussion über mögliche Konsequenzen aus dem Skandal am Berliner Canisius-Kolleg verspricht sich Norbert Denef Auftrieb.<span id="more-1039"></span></p>
<p>Herr Denef, Sie konnten erst 35 Jahre nach Ihrem sexuellen Missbrauch öffentlich darüber sprechen. Wundert es Sie, dass der Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin ehemalige Schüler erst jetzt über Missbrauchsfälle aus den siebziger Jahren informiert hat?</p>
<p>Nein, dieses Schema ist typisch. Erst versucht man, die Fälle zu verschweigen. Man geht erst nach draußen, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Dann tut man so, als wäre man um Aufklärung bemüht.</p>
<p>Immerhin ist die Kirche von selbst an die Öffentlichkeit getreten. Ein mutiger Schritt?</p>
<p>Nein, mutig war, dass die Opfer schon vor Jahren versucht haben, etwas zu bewegen. Ich verstehe nicht, warum die Schulleitung erst jetzt darauf reagiert hat.</p>
<p>Es heißt, die Opfer hätten um Diskretion gebeten.</p>
<p>Das ist doch Theater. Erst reagiert man nicht. Dann schiebt man die Schuld auch noch den Opfern zu. So versucht man sich reinzuwaschen.</p>
<p>Sie unterstellen den Verantwortlichen, sie hätten auf Zeit gespielt?</p>
<p>Ja, die Verjährungsfrist für eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs läuft nach zehn Jahren ab. Die Opfer können jetzt zivilrechtlich keine Ansprüche mehr erheben.</p>
<p>Warum haben Sie selbst 35 Jahre gewartet, bevor sie den Pfarrer mit seinen Taten konfrontiert haben?</p>
<p>Wer so etwas erlebt hat, spaltet die Erinnerung ab, um nicht jedes Mal wieder den Schmerz erleben zu müssen, der damit verbunden ist. Hirnforscher können diesen Prozess sogar neurochemisch erklären: Es fehlen bestimmte Verbindungen im Hirn, die lösen dieses Schweigen aus.</p>
<p>Was geht in einem Kind vor, wenn der Pfarrer nach dem Gottesdienst in seinem Büro plötzlich zudringlich wird?</p>
<p>Ich erinnere mich daran, dass ich als Zehnjähriger auf seinem Sofa lag und seinen Schwanz im Mund hatte. In der Seitenwand des Schreibtisches nebenan war ein Loch. Darin habe ich mit meinen kleinen Fingern herumgebohrt, so lange, bis die Scheiße vorbei war. Es klingt merkwürdig, aber dieses Loch hat mir geholfen, den Missbrauch auszublenden.</p>
<p>Ein Pfarrer gilt als Autorität, vielleicht sogar als Vertrauter eines Kindes . . .</p>
<p>. . . der ist gottgleich, mit dem Papst als Chef. Sehen Sie, meine Mutter war alleinerziehend, fünf Kinder. Ich wurde gezeugt, um die Ehe meiner Eltern zu retten. Die Kirche stand immer an erster Stelle. Ich war für diesen Pfarrer ein dankbares Opfer.</p>
<p>Wenn Sie den Missbrauch damals angezeigt hätten, hätte Ihnen Ihre Mutter geglaubt?</p>
<p>Nein, meine Familie grenzt mich ja heute noch aus, seit ich mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen bin. Der Organist, einer der Täter, stammt aus dem Umfeld meiner Familie. Das macht die Sache kompliziert.</p>
<p>Ihre Brüder waren auch Ministranten. Wurden die ebenfalls missbraucht?</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass mehr als 130 Kinder missbraucht wurden. Die meisten schaffen es nicht, sich mit ihrem Leid auseinanderzusetzen. Stattdessen stempeln sie mich als Netzbeschmutzer ab. Deswegen empfinde ich es als Wunder, dass sich gleich 20 ehemalige Opfer des Canisius-Kollegs gemeldet haben.</p>
<p>Im Schutz der katholischen Kirche müssen die Täter offenbar nicht einmal strafrechtliche Konsequenzen befürchten. Oder sind sie in Ihrem Fall verurteilt worden?</p>
<p>Nein, der Priester wurde einige Male strafversetzt. Der Organist wurde prunkvoll in den Ruhestand verabschiedet. Er genießt nach wie vor hohes Ansehen.</p>
<p>Haben sie ihre Taten wenigstens bereut?</p>
<p>Nein, der Priester war sich keiner Schuld bewusst. Als ich ihn zur Rede gestellt habe, hat er gesagt, das sei doch alles nicht so schlimm gewesen. Der Organist sagte: &#8220;Die Frage ist doch, wer angefangen hat.&#8221; Er ist zehn Jahre älter als ich.</p>
<p>Ärzte haben Ihnen attestiert, dass Sie zu 60 Prozent schwerbeschädigt sind. Was hat der Missbrauch mit Ihnen angerichtet?</p>
<p>Er hat meine Seele getötet. Nach außen hin habe ich bis zum 40. Geburtstag unauffällig gelebt. Ich habe geheiratet und zwei Kinder gezeugt. Ich war technischer Leiter an einem Theater, süchtig nach Arbeit. Aber innerlich fühlte ich nichts. Ich muss noch heute in kochend heißem Wasser baden, um mich zu spüren.</p>
<p>Nun sind Sie seit einem Jahr arbeitsunfähig. Mit welcher Diagnose wurden Sie krankgeschrieben?</p>
<p>Posttraumatische Belastungsstörung. Ich leide unter Panikattacken und Albträumen. Der Gedanke an Selbstmord ist mein ständiger Begleiter.</p>
<p>Das Bistum Magdeburg hat Ihnen 25 000 Euro Entschädigung gezahlt. Wie haben Sie das erreicht?</p>
<p>Indem ich dafür gesorgt habe, dass mir beide Täter ihr Geständnis schriftlich gegeben haben. Ich hatte das Glück, dass mir ein ranghoher Mitarbeiter der Kirche Einblick in die Personalakten gegeben hat. Damit konnte ich das Bistum Magdeburg unter Druck setzen. In den Akten stand, dass meine Geschichte kein Einzelfall war.</p>
<p>Die Entschädigung haben Sie unter der Bedingung bekommen, dass Sie öffentlich schweigen. Wie hat die Kirche reagiert, als Ihr Buch erschienen ist?</p>
<p>Gar nicht. Allerdings hatte ich nach zähem Ringen erreicht, dass sie die Schweigeklausel vorher zurückgenommen hat.</p>
<p>Sie kämpfen jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte dafür, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch abgeschafft wird. Der Bundestag hat eine entsprechende Petition 2008 schon abgelehnt. Mit welcher Begründung?</p>
<p>Verjährungsfristen seien zur Aufrechterhaltung des Rechtsfriedens und der Rechtssicherheit unabdingbar.</p>
<p>Glauben Sie, dass die Diskussion um den Skandal am Canisius-Kolleg zu einer Neubewertung Ihrer Petition führen könnte?</p>
<p>Ich hoffe es. Dieser Skandal hat mir die Tür zu den Medien geöffnet. Dafür habe ich jahrelang gekämpft.</p>
<p>Das Gespräch führte Antje Hildebrandt.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2375168_0_9223_--quot-er-hat-meine-seele-getoetet-quot-.html" target="_blank">http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2375168_0_9223_&#8211;quot-er-hat-meine-seele-getoetet-quot-.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/04/er-hat-meine-seele-getotet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dürfen Sexualdelikte verjähren?</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/03/durfen-sexualdelikte-verjahren/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/03/durfen-sexualdelikte-verjahren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 21:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Radio]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1030</guid>
		<description><![CDATA[Radio BAYERN 2
Tagesgespräch am 04.02.2010
&#8220;Das Fatale an der Verjährungsfrist zeigt sich hier in seiner ganzen Tragik&#8221;, sagt Georg Ehrmann von Deutschen Kinderhilfe zu den Fällen von sexuellem Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg und anderen Einrichtungen der Jesuiten. Was ehemaligen Patern vorgeworfen wird, liegt weit zurück. Zu weit für eine Strafe?
Noch muss die Staatsanwaltschaft prüfen, ob die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Radio BAYERN 2<br />
Tagesgespräch am 04.02.2010</p>
<p>&#8220;Das Fatale an der Verjährungsfrist zeigt sich hier in seiner ganzen Tragik&#8221;, sagt Georg Ehrmann von Deutschen Kinderhilfe zu den Fällen von sexuellem Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg und anderen Einrichtungen der Jesuiten. Was ehemaligen Patern vorgeworfen wird, liegt weit zurück. Zu weit für eine Strafe?<strong><span id="more-1030"></span></strong></p>
<p>Noch muss die Staatsanwaltschaft prüfen, ob die Vorwürfe verjährt sind: Mehrere Jesuiten-Pater werden verdächtigt, Minderjährige an mehreren kirchlichen Schulen und Einrichtungen in Deutschland sexuell missbraucht zu haben. Normalerweise verjähren solche Taten nach zehn, nur in schweren Fällen 20 Jahre nachdem ein Kind volljährig geworden ist.</p>
<p>Wie lange muss Strafverfolgung möglich sein?</p>
<p>Was passiert, wenn sich ein Opfer erst als Erwachsener traut, über die Erlebnisse zu sprechen? Das fragt sich auch der Jurist Georg Ehrmann, der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe.</p>
<p><strong>Dürfen Sexualdelikte verjähren?</strong></p>
<p><a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2010_02/2010_02_03_13_08_41_podcasttagesgespraech030210_a.mp3" target="_blank">Podcast: Missbrauch &#8211; 03.02.2010 (br-online.de)</a></p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.br-online.de/bayern2/tagesgespraech/index.xml" target="_blank">http://www.br-online.de/bayern2/tagesgespraech/index.xml</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/03/durfen-sexualdelikte-verjahren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
<enclosure url="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2010_02/2010_02_03_13_08_41_podcasttagesgespraech030210_a.mp3" length="51106816" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Geschützt: Sexueller Missbrauch – Auswirkungen auf das Kind</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/03/sexueller-missbrauch-%e2%80%93-auswirkungen-auf-das-kind/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/03/sexueller-missbrauch-%e2%80%93-auswirkungen-auf-das-kind/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 19:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1004</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://norbert.denef.com/wp-pass.php" method="post">
<p>Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt. <br />Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:</p>
<p><label for="pwbox-1004">Passwort:<br />
<input name="post_password" id="pwbox-1004" type="password" size="20" /></label><br />
<input type="submit" name="Submit" value="Senden" /></p></form>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/03/sexueller-missbrauch-%e2%80%93-auswirkungen-auf-das-kind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>schwarze Masken und so&#8230;</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/03/schwarze-masken-und-so/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/03/schwarze-masken-und-so/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 13:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Opfer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1018</guid>
		<description><![CDATA[Guten Tag Herr Denef,
wir haben vor langer Zeit mal miteinander geschrieben. Da habe ich Ihnen erzählt, dass auch ich missbraucht wurde.
Über ca. sieben Jahre&#8230; Mit Programm. Punkte setzen und so.
Ich mache eine ambulante Traumatherapie, die sehr hart ist&#8230; Aber langsam hilft sie.
Es ist 30 Jahre her, der ganze Mist und ich leide immer noch wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag Herr Denef,</p>
<p>wir haben vor langer Zeit mal miteinander geschrieben. Da habe ich Ihnen erzählt, dass auch ich missbraucht wurde.</p>
<p>Über ca. sieben Jahre&#8230; Mit Programm. Punkte setzen und so.</p>
<p>Ich mache eine ambulante Traumatherapie, die sehr hart ist&#8230; Aber langsam hilft sie.</p>
<p>Es ist 30 Jahre her, der ganze Mist und ich leide immer noch wie ein Tier. Bin jetzt auf Rente für zwei Jahre und mein Leben ist ein Chaos.</p>
<p>Da ich auch multiple bin, ist es sehr schwer&#8230; Ich kann es einfach nicht vergessen, das Ganze.</p>
<p>Besonders jetzt ist es wieder so schlimm, wo die Dinge mit der Katholischen Kirche wieder so nahe sind.</p>
<p>Ich finde es gut, dass es raus kommt!</p>
<p>Aber was kann man machen, das alles ans Licht kommt?</p>
<p>Würde so gerne helfen, aber wie??</p>
<p>Also bei mir lief der Missbrauch in der Familie. Drei Männer, deren Gesicht ich nie gesehen habe – schwarze Masken und so&#8230;</p>
<p>So ich kann nicht mehr.</p>
<p>Ich wünsche ihnen ganz viel Kraft für ihre tolle und so wichtige Arbeit.<br />
Wenn ich nur was machen könnte, dass das endlich aufhört, der Missbrauch und das Verschweigen.</p>
<p>Alle austreten aus der Kirche oder so?</p>
<p>Ich bin schon lange nicht mehr in der Kirche.</p>
<p>Oder eine Demo?</p>
<p>Lg Jürgen Scherr<br />
(Damals noch Frerichs, habe den Namen von meiner Frau angenommen. Ich will so nicht mehr heißen, Frerichs, ich hasse diesen Namen)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/03/schwarze-masken-und-so/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kindesmissbrauch in der Kirche: &#8220;Papst wollte mir Schuldgefühle einreden&#8221;</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/03/kindesmissbrauch-in-der-kirche-papst-wollte-mir-schuldgefuhle-einreden/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/03/kindesmissbrauch-in-der-kirche-papst-wollte-mir-schuldgefuhle-einreden/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 12:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1005</guid>
		<description><![CDATA[stern.de-Interview
Norbert Denef wurde als Kind jahrelang von einem Pfarrer missbraucht. Im stern.de-Interview erzählt er, wie die Kirche versuchte, ihn zum Schweigen zu bringen.
Norbert Denef Norbert Denef wurde in den 50er und 60er Jahren von einem katholischen Pfarrer und einem weiteren Kirchenangestellten missbraucht. Jahrelang musste er für die Anerkennung seines Leids durch die Kirche kämpfen. Über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>stern.de</em>-Interview</p>
<p>Norbert Denef wurde als Kind jahrelang von einem Pfarrer missbraucht. Im stern.de-Interview erzählt er, wie die Kirche versuchte, ihn zum Schweigen zu bringen.</p>
<p><em>Norbert Denef Norbert Denef wurde in den 50er und 60er Jahren von einem katholischen Pfarrer und einem weiteren Kirchenangestellten missbraucht. Jahrelang musste er für die Anerkennung seines Leids durch die Kirche kämpfen. Über sein Schicksal hat Denef ein Buch geschrieben. Weitere Infos auf seiner Homepage: http://norbert.denef.com/.</em></p>
<p><strong>Herr Denef, hat das Vertuschen von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche Methode?</strong></p>
<p>Zumindest herrscht in der Kirche ein System des Schweigens. Über sexualisierte Gewalt spricht man nicht, und die Opfer werden nicht anerkannt. Die Kirche handelt erst, wenn sie gar nicht mehr anders kann.<span id="more-1005"></span></p>
<p><strong>In Berlin hat allerdings als erster der Rektor des Canisius-Kollegs von den Missbrauchsfällen gesprochen.</strong></p>
<p>Aber auch nur, weil die Kirche mit dem Rücken zur Wand stand. Was für ein Hohn, dass jetzt der Rektor gefeiert wird &#8211; jahrelang hat er geschwiegen. Vielleicht ist er ja jetzt ein guter Krisenmanager, aber er hat zu lange gewartet.</p>
<p><strong>Der Rektor hatte schon früher von Missbrauchsfällen gehört, sagt aber, die Opfer hätten ihn um Diskretion gebeten.</strong></p>
<p>Das ist verlogen. Was hat denn der Rektor in der Zwischenzeit gemacht, außer Däumchen drehen? Ich denke, er war heilfroh, dass es beim Schweigen blieb. Und damit macht man die Opfer ein zweites Mal zu Opfern, mit dem Tenor: &#8220;Sie sind selbst Schuld, dass nichts geschehen ist. Hätten ja sagen können, bitte macht etwas.&#8221;</p>
<p><strong>Warum brechen die Opfer oft erst nach vielen Jahren ihr Schweigen, wenn überhaupt?</strong></p>
<p>Man idealisiert die Täter. Nur so kann man als Opfer überleben, nur so kann man den Seelenmord verdrängen. Es war für mich das Schwierigste zu verstehen, warum ich da mitgemacht habe. Es plagen einen auch immer Schuldgefühle. Als ich plante, mein Schweigen zu brechen, habe ich mich wie ein Selbstmordattentäter gefühlt, der sich unter die Menschen wirft und die Bombe zündet.</p>
<p><strong>Sie mussten jahrelang darum kämpfen, dass die Kirche Ihr Leid anerkennt. Was war in dieser Zeit für Sie das Schlimmste?</strong></p>
<p>Ein Brief von Papst Johannes Paul II. Ich hatte ihn um Hilfe angefleht, ich hatte ihm gesagt, dass die Kirche mich zwingen wollte, weiter zu schweigen. Als Antwort kam, er würde dafür beten, dass ich wieder Kraft für Vergebung fände.</p>
<p><strong>Mit anderen Worten: Für Ihre Seelenqualen seien Sie selbst mitverantwortlich?</strong></p>
<p>Der Papst redete mir weitere Schuldgefühle ein. Das zieht bei Katholiken ja normalerweise immer. Hätte es auch bei mir bis zum Schluss perfekt funktioniert, würden wir heute nicht mehr reden. Dann hätte ich mich umgebracht.</p>
<p><strong>Hatten Sie den Eindruck, dass man in Ihrer Gemeinde damals ahnte, dass der Pfarrer sich an Kindern vergeht?</strong></p>
<p>Alle haben es gewusst. Erst als zuviel getuschelt wurde, versetzte man den Pfarrer. Aber es wurde weiter geschwiegen. Als ich meinen Fall 2005 aufdeckte, wurde ich in der Gemeinde massiv angefeindet. Die verdrängen das weiter, wollen es bis heute nicht wahrhaben. Selbst andere Opfer giften mich an.</p>
<p><strong>Hat sich in den Kirchen irgendetwas zum Positiven verändert, was den Umgang mit Kindermissbrauch angeht?</strong></p>
<p>Nein, gar nichts, heute ist es immer noch so schlimm wie vor 40 Jahren. Was sich geändert hat, ist, dass immer mehr Opfer an die Öffentlichkeit gehen und kleine Erdbeben auslösen. Aber nach einer Weile wird es wieder ruhig, und genau darauf setzt die Kirche.<br />
<strong><br />
Was muss unternommen werden, damit es künftig weniger Missbrauchsfälle in der Kirche gibt?</strong></p>
<p>Für sexuellen Missbrauch sollte es zivilrechtlich keine Verjährung mehr geben. Die Opfer leiden durch die Taten lebenslang. Diese Schäden müssen anerkannt werden, und dafür muss es Wiedergutmachungszahlungen geben, ohne Wenn und Aber. Das muss richtig Geld kosten. Die Bistümer müssen wie in den USA pleite gehen, damit sie mal endlich dem Thema Aufmerksamkeit schenken.</p>
<p>Interview: Sönke Wiese</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.stern.de/panorama/kindesmissbrauch-in-der-kirche-papst-wollte-mir-schuldgefuehle-einreden-1540649.html" target="_blank">http://www.stern.de/panorama/kindesmissbrauch-in-der-kirche-papst-wollte-mir-schuldgefuehle-einreden-1540649.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/03/kindesmissbrauch-in-der-kirche-papst-wollte-mir-schuldgefuhle-einreden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zivilklage als letztes Mittel</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/03/zivilklage-als-letztes-mittel/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/03/zivilklage-als-letztes-mittel/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 05:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsrist]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1001</guid>
		<description><![CDATA[Warum Missbrauch oft ohne juristische Folgen bleibt und Mitwisserschaft nur schwer zu beweisen ist
Werner van Bebber
3.2.2010
Am Tiergartener Canisius-Kolleg sollen zwei dort unterrichtende Patres Schüler missbraucht haben. Die Vorfälle, die erst vor kurzem öffentlich bekannt geworden sind, sollen sich in den Jahren 1975 bis 1983 zugetragen haben. Von mehr als zwanzig Fällen ist inzwischen die Rede.
DIE [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum Missbrauch oft ohne juristische Folgen bleibt und Mitwisserschaft nur schwer zu beweisen ist</p>
<p>Werner van Bebber<br />
3.2.2010</p>
<p>Am Tiergartener Canisius-Kolleg sollen zwei dort unterrichtende Patres Schüler missbraucht haben. Die Vorfälle, die erst vor kurzem öffentlich bekannt geworden sind, sollen sich in den Jahren 1975 bis 1983 zugetragen haben. Von mehr als zwanzig Fällen ist inzwischen die Rede.</p>
<p>DIE BESCHULDIGTEN</p>
<p>Im Mittelpunkt des Skandals stehen zwei Patres: Wolfgang S. unterrichtete von 1975 bis 1979 Deutsch, Religion und Sport am Kolleg; danach wechselte er an die Sankt-Ansgar-Schule in Hamburg. Auch dort haben ehemalige Schüler jetzt Missbrauchsvorwürfe erhoben. Pater S. wechselte 1982 an das Kolleg in Sankt Blasien. Dort hat er sich angeblich dem Schulleiter offenbart und die Schule verlassen. 1985 zog er nach Chile. 1992 trat er aus dem Jesuiten-Orden aus.</p>
<p>Auch der zweite Beschuldigte, Peter R., hatte nach seiner Zeit als Lehrer am Canisius-Kolleg weiter mit Jugendlichen zu tun: In Göttingen sollte er sich um die Jugendarbeit an Pfarreien kümmern. Als ihm vorgeworfen wurde, ein Mädchen belästigt zu haben, zog er vorübergehend nach Mexiko. Nach seiner Rückkehr beurlaubte ihn die Ordensleitung und legte ihm den Austritt nahe. 1995 verließ R. den Orden – und wurde vom Bischof in Hildesheim weiterbeschäftigt, obwohl ihm auch dort vorgeworfen wurde, sich an einem 14 Jahre alten Mädchen vergriffen zu haben.</p>
<p>DIE VORWÜRFE</p>
<p>Völlig unklar ist derzeit, welche rechtlichen Folgen die Missbrauchsvorwürfe haben – für die beiden beschuldigten Männer, aber auch für diejenigen, die von den Vorwürfen gegen die beiden wussten, sie aber gewähren ließen. Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft, ob sich Wolfgang S. und Peter R. des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen, von Kindern und von Jugendlichen schuldig gemacht haben können. Außerdem werden die Ermittler prüfen, ob einer der beiden Patres Schüler sexuell genötigt hat.</p>
<p>DIE STRAFVERFOLGUNG</p>
<p>Bislang haben der Jesuitenchef Stefan Dartmann und der Rektor des Kollegs, Klaus Mertes, über die Art und Weise des Missbrauchs nichts gesagt. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, weil die Vorwürfe durch einen Brief von Mertes bekannt geworden sind. Einer Anzeige bedurfte es nicht. Es gibt allerdings auch keine Anzeigepflicht bei diesen Delikten,wie die Kieler Professorin für Strafrecht, Monika Frommel, sagt. Am Anfang der Ermittlungen stehe die „Kenntnis der Strafverfolgungsorgane“. Woher die kommt, ist nicht wichtig.</p>
<p>Die beiden Beschuldigten können aber nach allem, was bislang bekannt geworden ist, davon ausgehen, dass die Taten aus den Jahren bis 1982 verjährt sind. Die Verjährung bei diesen Delikten ruht zwar, bis die Betroffenen 18 Jahre alt sind. Danach aber richtete sie sich nach den möglichen Höchststrafen. Sexueller Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen kann mit fünf Jahren Haft bestraft werden – die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre. Ein Missbrauch zum Beispiel an einem Zehnjährigen, verübt 1982, war also 1995 verjährt.</p>
<p>MITVERANTWORTUNG</p>
<p>Vieles deutet darauf, dass die beschuldigten Patres Wolfgang S. und Peter R. jahrelang gedeckt worden sind. So hatte Wolfgang S. offenbar schriftlich gestanden, Jugendliche missbraucht zu haben. Peter R. war nahegelegt worden, den Orden zu verlassen – und doch fand er eine neue Anstellung bei der Kirche. Tatjana Hörnle, Professorin für Strafrecht an der Humboldt-Universität, sagt dazu: „Strafbar machen sich Schulleiter, Eltern und Vertrauenslehrer – wenn sie ihre Garantenpflicht verletzten.“ Das bedeutet in der Praxis: Rektoren, Eltern oder Vertrauenslehrer müssen einschreiten und etwas unternehmen, doch dafür müssen sie auch wissen, dass zum Beispiel ein Lehrer einen Schüler missbraucht oder misshandelt. „Dass man einen Verdacht hat, reicht nicht aus“, sagt Tatjana Hörnle. Und strafbar macht sich generell auch nur derjenige, „der vorsätzlich handelt“, sagt die Professorin. Anders gesagt: Die reine Ahnung von Verstößen gegen das Strafgesetzbuch ist moralisch problematisch, strafrechtlich aber nicht. Das erklärt jedenfalls ansatzweise, warum Wolfgang S. und Peter R. allen angedeuteten Vorwürfen zum Trotz jahrelang im Schuldienst bleiben konnten.</p>
<p>WEITERE RECHTLICHE FOLGEN</p>
<p>Missbrauchsopfer haben in den nun bekannt gewordenen Fällen nicht viele Möglichkeiten, Strafen und Sanktionen zu erwirken. Zwar können die Gerichte Auflagen gegen Sexualstraftäter verhängen – aber das setzt deren Verurteilung voraus. Nur gegen verurteilte Straftäter können zum Beispiel Berufsverbote ausgesprochen werden.</p>
<p>Die Kieler Strafrechtlerin Monika Frommel sieht außerdem für Missbrauchsopfer die Möglichkeit, zivilrechtlich gegen diejenigen vorzugehen, die sie missbraucht haben. Diese Möglichkeit haben Verbrechensopfer generell, doch führt sie in Deutschland selten zu hohen Schadenersatzzahlungen.</p>
<p>Frommel hält solche Klagen in den jetzt bekannt gewordenen Fällen dennoch für sinnvoll – auch wenn erfolgreiche Klagen in solchen Fällen „nicht bekannt“ geworden sind. Institutionell gedeckter Missbrauch werde seit dreißig Jahren diskutiert, sagt Frommel. Nach ihrer Ansicht hat sich am einschlägigen Muster Verdacht, Verschweigen, Versetzen nichts geändert. Das gelte im Übrigen nicht nur für Patres, denen Missbrauch vorgeworfen werde, sondern auch für Lehrer, die sich an Schülern vergreifen.</p>
<p>Zumal im Umgang mit Missbrauchsfällen in Einrichtungen der Kirche „liegt auf der Hand, dass man hohe Schadenersatzansprüche stellen muss“, sagt die Kieler Professorin. Sie sieht im Umgang der Kirchen mit den gerüchteweise bekannten Missbrauchsfällen einen „ganz klaren Verstoß des Trägers“.</p>
<p>Nicht weniger wichtig erscheint es der Strafrechtlerin allerdings auch, „Fachleute besser zu schulen“, die mit Opfern von Missbrauch zu tun haben, Lehrer ebenso wie zum Beispiel Polizisten und Staatsanwälte. Werner van Bebber</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,3019635" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,3019635</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/03/zivilklage-als-letztes-mittel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Kinderhilfe fordert Debatte über Verjährungsfristen</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/02/deutsche-kinderhilfe-fordert-debatte-uber-verjahrungsfristen/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/02/deutsche-kinderhilfe-fordert-debatte-uber-verjahrungsfristen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 11:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsrist]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=993</guid>
		<description><![CDATA[Pressemitteilung
Deutsche Kinderhilfe fordert Debatte über Verjährungsfristen
- Zivilrechtliche Fristen müssen vollständig entfallen -
Angesichts des immer weiter Kreise ziehenden Missbrauchsskandals an diversen katholischen Schulen fordert die Deutsche Kinderhilfe im Interesse der Betroffenen eine offene Debatte über den offenkundigen Schaden, den die derzeit geltenden Verjährungsfristen für die Betroffenen anrichten. Neben der strafrechtlichen Verfolgungsverjährung von maximal 20 Jahren, bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung</p>
<p><strong>Deutsche Kinderhilfe fordert Debatte über Verjährungsfristen</strong></p>
<p><strong>- Zivilrechtliche Fristen müssen vollständig entfallen -</strong></p>
<p>Angesichts des immer weiter Kreise ziehenden Missbrauchsskandals an diversen katholischen Schulen fordert die Deutsche Kinderhilfe im Interesse der Betroffenen eine offene Debatte über den offenkundigen Schaden, den die derzeit geltenden Verjährungsfristen für die Betroffenen anrichten. Neben der strafrechtlichen Verfolgungsverjährung von maximal 20 Jahren, bei der es um den gesellschaftlichen Anspruch geht, Straftaten zu sühnen, geht es bei den zivilrechtlichen Fristen um die Ansprüche, die den Betroffenen gegenüber den Tätern und die hinter den Tätern stehenden Institutionen zustehen.<span id="more-993"></span></p>
<p>Die zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche dienen in erster Hinsicht den Betroffenen und können bei der Aufarbeitung der Traumatisierung eine wesentliche Rolle spielen. Aber gerade diese Ansprüche verjähren in Fällen des sog. einfachen sexuellen Missbrauchs schon nach 10 Jahren und nur in besonders schweren Fällen nach dreißig Jahren. Die Differenzierung nach einfachem und schwerem sexuellen Missbrauch muss sowohl bei den strafrechtlichen als auch bei den zivilrechtlichen Verjährungsfristen überwunden werden, da es für die Würde und die Traumatisierung des Betroffenen keinen Unterschied macht, ob es zur Penetration gekommen ist oder nicht. Es ist vielfach gerade die Manipulation, die der Täter vornimmt, unter denen die Betroffenen ihr Leben lang leiden.</p>
<p>In Deutschland verjähren NS Verbrechen und Mord zu Recht nie, bei diesen Taten rechtfertigt der sog. Rechtsfrieden keine Verjährung. Gleiches muss für die Taten gelten, unter denen die Betroffenen ihr Leben lang leiden und über die eben aufgrund ihrer Besonderheit erst in vielen Fällen nach Ablauf der Verjährungsfristen überhaupt gesprochen werden kann. Die Betroffenen erfahren durch die Täterfreundlichen Fristen von der Gesellschaft das klare Signal, dass ihr an einer Aufarbeitung der Taten nicht gelegen ist, dass berechtigte Ansprüche nicht mehr geltend gemacht werden dürfen. Dies führt häufig zu einer weiteren Traumatisierung.</p>
<p>In der Schweiz wurden aufgrund eines Volksbegehrens die strafrechtlichen Verjährungsfristen abgeschafft.</p>
<p>Die Deutsche Kinderhilfe unterstützt die Klage von Norbert Denef beim Europäischen Gerichtshof <a href="http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf" target="_blank">http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf</a> der gegen eine Ablehnung seiner Petition klagt <a href="http://norbert.denef.com/petition" target="_blank">http://norbert.denef.com/petition</a>, Der Deutsche Bundestag hat es im Jahr 2008 eine Petition auf Abschaffung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen u.a. mit der Begründung abgelehnt, die geltende Rechtslage trage den besonderen Interessen der Opfer von Sexualstraftaten hinreichend Rechnung.</p>
<p>Die aktuellen Fälle belegen in tragischer Weise, dass die derzeitige Rechtslage die Täter schützt und den Betroffenen das klare Signal setzt, keine berechtigten Ansprüche zu haben. Diese unwürdige Rechtslage zu ändern ist nun höchste Priorität für die Politik.</p>
<p>Deutsche Kinderhilfe<br />
Vorstandsvorsitzender</p>
<p>Haus der Bundespressekonferenz<br />
Schiffbauerdamm 40<br />
10117 Berlin</p>
<p>Tel.: 030 24 34 294 &#8211; 0<br />
Fax: 030 24 34 294 &#8211; 9<br />
Mobil: 0160 364 56 85</p>
<p><a href="http://www.kinderhilfe.de" target="_blank">www.kinderhilfe.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/02/deutsche-kinderhilfe-fordert-debatte-uber-verjahrungsfristen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fernsehtip: ZDF &#8211; Markus Lanz Talkshow, am 3.02.2010 um 23:15 Uhr</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/02/fernsehtip-zdf-markus-lanz-am-3-02-2010-um-2315-uhr/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/02/fernsehtip-zdf-markus-lanz-am-3-02-2010-um-2315-uhr/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 11:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=988</guid>
		<description><![CDATA[Diskussionsrunde zum Thema:
Sexualisierte Gewalt &#8211; Auswirkungen für die Opfer
Teilnehmer sind u.a.:
Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Hamburg
Norbert Denef, Scharbeutz
(aus redaktionellen Gründen wird das Thema auf einen späteren Zeitpunkt verschoben)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diskussionsrunde zum Thema:</p>
<p><strong>Sexualisierte Gewalt &#8211; Auswirkungen für die Opfer</strong></p>
<p>Teilnehmer sind u.a.:</p>
<p>Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Hamburg</p>
<p>Norbert Denef, Scharbeutz</p>
<p><strong>(aus redaktionellen Gründen wird das Thema auf einen späteren Zeitpunkt verschoben)</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/02/fernsehtip-zdf-markus-lanz-am-3-02-2010-um-2315-uhr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Schweigen der Hirten</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/02/das-schweigen-der-hirten/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/02/das-schweigen-der-hirten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 07:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=983</guid>
		<description><![CDATA[Frankfurter Rundschau, 2. Februar 2010
Missbrauch in der katholischen Kirche
Das Schweigen der Hirten
Von Jörg Schindler
Berlin. Im Herbst 2002 mochten auch die deutschen Bischöfe nicht länger wegsehen. Nach einer Serie von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche sahen sich die Hirten gezwungen, hierzulande zu reagieren. Gerade erst war im Vatikan, ausgelöst durch beschämende Skandale in den USA, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurter Rundschau, 2. Februar 2010</p>
<p>Missbrauch in der katholischen Kirche<br />
<strong>Das Schweigen der Hirten</strong><br />
Von Jörg Schindler</p>
<p>Berlin. Im Herbst 2002 mochten auch die deutschen Bischöfe nicht länger wegsehen. Nach einer Serie von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche sahen sich die Hirten gezwungen, hierzulande zu reagieren. Gerade erst war im Vatikan, ausgelöst durch beschämende Skandale in den USA, ein Krisengipfel zuende gegangen. Weil auch deutsche Priester immer wieder in die Schlagzeilen geraten waren, beschloss die Bischofskonferenz, zu handeln. Sieben Jahre nach ihren Amtskollegen aus den Niederlanden, sechs Jahre nach Österreichs Bischöfen und eineinhalb Jahre nach ihren südafrikanischen Glaubensbrüdern veröffentlichten sie Leitlinien zum &#8220;Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche&#8221;.<span id="more-983"></span></p>
<p>Auf den ersten Blick las sich das Regelwerk beeindruckend. &#8220;Die Fürsorge der Kirche gilt zuerst dem Opfer&#8221;, hieß es unmissverständlich in dem etwas anderen Hirtenbrief. In allen Bistümern würden künftig zentrale Anlaufstellen für Missbrauchsopfer geschaffen; diese werde man &#8220;im Einzelfall&#8221; auch finanziell unterstützen. Die Täter dagegen werde man kirchenintern maßregeln, gegebenenfalls auch die staatlichen Strafverfolgungsbehörden einschalten. Nie mehr würden die gefallenen Priester &#8220;in Bereichen eingesetzt, die sie mit Kindern und Jugendlichen in Verbindung bringen&#8221;. So weit die Theorie.</p>
<p>Was in der Praxis von den hehren Leitlinien zu halten ist, wurde fünf Jahre später im Herrschaftsgebiet des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller deutlich. Dieser hatte 2004 seinem Pfarrer Peter K. die 800-Seelen-Gemeinde Riekofen bei Regensburg überantwortet. Was er für sich behielt: K. war vier Jahre zuvor wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. Als die Sache 2007 aufflog, weil K. sich erneut an Minderjährigen vergriffen hatte, rechtfertigte sich Bischof Müller mit einem Gutachten, wonach der Pfarrer als geheilt von seiner pädophilen Neigung galt. Dass Fachleute Pädophilie für unheilbar halten, war ihm wohl entgangen.</p>
<p>Ein Einzelfall? Eher nicht. Im Zuge des Missbrauchs-Skandals am Berliner Canisius-Kolleg wurde in Berlin ein neuer Vertuschungsfall bekannt. Diesmal an der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Hohenschönhausen. Deren Gemeinderat erfuhr erst jetzt, dass ihr Priester sich 2001 an einem Kind vergangen haben soll. Berlins Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky war schon im Juli 2009 informiert und suspendierte den Geistlichen &#8211; aus &#8220;gesundheitlichen Gründen&#8221;.</p>
<p>Fälle wie diese sind es, die Bernd Hans Göhrig, den Geschäftsführer des ökumenischen Netzwerks &#8220;Kirche von unten&#8221; grundsätzlich skeptisch stimmen, ob Deutschlands katholische Bischöfe tatsächlich an Aufklärung interessiert sind. Göhrigs Initiative hatte schon 2002 &#8220;schwerwiegende Zweifel&#8221; an den Leitlinien der Ober-Hirten angemeldet. Diese seien vorwiegend &#8220;täterorientiert&#8221; und ermöglichten Kirchen sogar die Strafvereitelung. Im Jahr 2007 wiederholte die Initiative ihre Kritik und wies, nach etlichen weiteren Skandalen, nachdrücklich darauf hin, dass sexuelle Gewalt bei den Katholiken &#8220;ein strukturelles Problem&#8221; sei. Die Einwände wurden gehört &#8211; und dann beiseite gewischt.</p>
<p>Dabei liegt das Problem nach Göhrigs Dafürhalten auf der Hand. Anders als oft behauptet sei der Zölibat &#8211; also die erzwungene sexuelle Enthaltsamkeit von Priestern &#8211; nicht so sehr Ursache für die stetige Wiederkehr von Missbrauchs-Skandalen. Vielmehr begünstige &#8220;das System katholische Kirche&#8221; mit seinen festgefahrenen Machtstrukturen die sexuelle Gewaltausübung von geweihten Amtsträgern. Unter Glaubensbrüdern herrsche nach wie vor ein &#8220;Korpsgeist&#8221;, der dazu führe, das einer den anderen decke.</p>
<p>Ähnlich sieht es Sigrid Grabmeier, Sprecherin von &#8220;Wir sind Kirche&#8221;. Sie bezweifelt, dass die Kirche über ausreichende Selbstreinigungskräfte verfügt. Zwar wurden mit den Leitlinien von 2002 in allen Bistümern Anlaufstellen für Missbrauchsopfer geschaffen. Nur säßen dort zumeist selbst Verantwortliche in Priesterrobe, sagte Grabmeier der Frankfurter Rundschau. &#8220;Das sind Brüder im Amt &#8211; da pinkelt man sich nicht ans Bein.&#8221; Seit Jahren fordern die kircheninternen Kritiker unabhängige Ombusleute wie Ärzte, Juristen oder Therapeuten. Mit mäßigem Erfolg.</p>
<p>Um die Katholiken zum Umdenken zu zwingen, sammelt der ehemalige Ministrant Norbert Denef seit geraumer Zeit <a href="http://norbert.denef.com" target="_blank">im Internet</a> Unterschriften. Sein Ziel: Er will vor dem Europäischen Menschenrechts-Gerichtshof eine Aufhebung der im deutschen Zivilrecht gültigen Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch erreichen. Dann hätten Opfer ein Recht auf Entschädigung. Denef war als Kind von Priestern missbraucht worden und stritt mit dem Bistum Magdeburg jahrelang um ein angemessenes Schmerzensgeld. 25000 Euro wollten die Kirchenmänner ihm zunächst zahlen, aber nur, wenn er &#8220;alles unterlasse&#8221;, um das Thema publik zu machen. Das war im November 2003 &#8211; ein Jahr, nachdem die Bischöfe ihre Leitlinien vorgestellt hatten.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2259398_Das-Schweigen-der-Hirten.html" target="_blank">http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2259398_Das-Schweigen-der-Hirten.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/02/das-schweigen-der-hirten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kritik an der katholischen Sexualmoral</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/02/kritik-an-der-katholischen-sexualmoral/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/02/kritik-an-der-katholischen-sexualmoral/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 07:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=977</guid>
		<description><![CDATA[02. Februar, 2010
Kirchenkritikerin Ranke-Heinemann: Zölibat begünstigt Missbrauch
Berlin (ddp-bln). Die Kirchenkritikerin Uta Ranke-Heinemann hält sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche für “symptomatisch”. Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg und an anderen Jesuitenschulen kritisierte sie die Sexualmoral der Kirche: “Die Zwangsentsexualisierung von Priestern durch das völlig unnatürliche Zölibat wird weiterhin solche Vorfälle begünstigen”, sagte sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>02. Februar, 2010</p>
<p><strong>Kirchenkritikerin Ranke-Heinemann: Zölibat begünstigt Missbrauch</strong></p>
<p>Berlin (ddp-bln). Die Kirchenkritikerin Uta Ranke-Heinemann hält sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche für “symptomatisch”. Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg und an anderen Jesuitenschulen kritisierte sie die Sexualmoral der Kirche: “Die Zwangsentsexualisierung von Priestern durch das völlig unnatürliche Zölibat wird weiterhin solche Vorfälle begünstigen”, sagte sie der Nachrichtenagentur ddp.</p>
<p>Dass bei derartigen Missbrauchfällen häufig männliche Kinder und Jugendliche betroffen sind, führt sie auf die Unterdrückung der Frau in der katholischen Kirche zurück: “Die Vertreibung der Frau ist geglückt, die Entsexualisierung hingegen nicht. Das hat zur Folge, dass im Klerus überproportional Männer mit einer homosexuellen Neigung anzutreffen sind. Solange zwangsentsexualisierte, homosexuelle Priester mit Männern, Jugendlichen und Kindern in dunklem Beichtstuhlgewisper vereint sind, wird sich der Beichtstuhl immer mehr zur Kontaktbörse für Homosexuelle entwickeln und sollte darum für Kinder und Jugendliche verboten werden”, sagte Ranke-Heinemann.</p>
<p>Den gesamtem Artkel lesen unter:</p>
<p><a href="http://www.die-newsblogger.de/kritik-an-der-katholischen-sexualmoral-66064" target="_blank">http://www.die-newsblogger.de/kritik-an-der-katholischen-sexualmoral-66064</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/02/kritik-an-der-katholischen-sexualmoral/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Justizpanne – Polizei muss freigelassenen Sextäter überwachen</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/01/justizpanne-%e2%80%93-polizei-muss-freigelassenen-sextater-uberwachen/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/01/justizpanne-%e2%80%93-polizei-muss-freigelassenen-sextater-uberwachen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 15:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=969</guid>
		<description><![CDATA[Weil die Essener Staatsanwaltschaft eine Frist verschlief, kam ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter wieder auf freien Fuß. Die Polizei muss den 62-Jährigen nun beobachten &#8211; und die Anklagebehörde will eine &#8220;Schwachstellenanalyse&#8221; betreiben.
Düsseldorf &#8211; Wegen einer Justizpanne befindet sich ein mehrfach vorbestrafter Sexualverbrecher in Nordrhein-Westfalen wieder auf freiem Fuß &#8211; und muss nun von der Polizei beobachtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weil die Essener Staatsanwaltschaft eine Frist verschlief, kam ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter wieder auf freien Fuß. Die Polizei muss den 62-Jährigen nun beobachten &#8211; und die Anklagebehörde will eine &#8220;Schwachstellenanalyse&#8221; betreiben.</strong></p>
<p>Düsseldorf &#8211; Wegen einer Justizpanne befindet sich ein mehrfach vorbestrafter Sexualverbrecher in Nordrhein-Westfalen wieder auf freiem Fuß &#8211; und muss nun von der Polizei beobachtet werden. Der Mann wurde Anfang Januar aus dem Gefängnis entlassen, weil die Staatsanwaltschaft Essen es versäumt hatte, rechtzeitig Sicherungsverwahrung für den 62-Jährigen zu beantragen.</p>
<p>Der Wiederholungstäter war vom Landgericht Essen im Jahr 2003 wegen schweren Raubes, gefährlicher Köperverletzung und sexuellen Missbrauchs zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte seine Lebensgefährtin mit einer Machete verletzt und sich mehrfach an deren elfjähriger Enkelin vergangen. In seinem Urteil behielt sich die Kammer ausdrücklich die Anordnung einer Sicherungsverwahrung vor.</p>
<p>Diese hätte die Staatsanwaltschaft jedoch spätestens im Frühjahr 2007 &#8211; sechs Monate vor der Verbüßung von zwei Drittel der Haftstrafe &#8211; beantragen müssen. &#8220;Diesen Zeitpunkt haben wir leider verpasst&#8221;, sagte ein Sprecher der Behörde. Stattdessen versuchte man, die Haftdauer des Mannes, der laut Gutachter weiterhin als gefährlich einzustufen ist, über eine nachträglich angeordnete Sicherungsverwahrung zu verlängern. Das Landgericht Essen folgte dem Antrag im Dezember, doch das Oberlandesgericht Hamm kippte den Beschluss schließlich&#8230;</p>
<p>Den gesamten Artikel lesen:</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,675270,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,675270,00.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/01/justizpanne-%e2%80%93-polizei-muss-freigelassenen-sextater-uberwachen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Canisius-Schüler verübte Mordanschlag auf Pater</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/02/01/canisius-schuler-verubte-mordanschlag-auf-pater/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/02/01/canisius-schuler-verubte-mordanschlag-auf-pater/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 15:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=967</guid>
		<description><![CDATA[Montag, 1. Februar 2010
Auf Pater Peter R. ist Anfang der 80er-Jahre ein Mordanschlag verübt worden. Dies hat jetzt das Bistum Hildesheim bestätigt, wo R. zu jener Zeit in einer Pfarrgemeinde für die Jugendarbeit zuständig war. Der Täter soll ein ehemaliger Schüler des Berliner Elite-Gymnasiums Canisius-Kolleg gewesen sein. Kurz darauf nahm er sich das Leben.
Auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Montag, 1. Februar 2010</p>
<p><strong>Auf Pater Peter R. ist Anfang der 80er-Jahre ein Mordanschlag verübt worden. Dies hat jetzt das Bistum Hildesheim bestätigt, wo R. zu jener Zeit in einer Pfarrgemeinde für die Jugendarbeit zuständig war. Der Täter soll ein ehemaliger Schüler des Berliner Elite-Gymnasiums Canisius-Kolleg gewesen sein. Kurz darauf nahm er sich das Leben.</strong></p>
<p>Auf den des systematischen sexuellen Missbrauchs an Schülern des Canisius-Kollegs verdächtigten Pater Peter R. ist Anfang der 80er-Jahre ein Mordanschlag verübt worden. Diesen bisher nur von ehemaligen Schülern verbreiteten Vorfall hat das Bistum Hildesheim jetzt bestätigt. „Es gab einen Messerangriff auf Peter R.“, sagte Bistumssprecher Michael Lukas.</p>
<p>Täter war nach Informationen von Morgenpost Online ein ehemaliger Schüler des Canisius-Kollegs, der 1980 sein Abitur am Berliner Jesuitengymnasium abgelegt hatte. Kurz nach seinem Abschluss soll er den ehemaligen Religionslehrer und Leiter der außerschulischen Jugendarbeit „Gemeinschaft christlichen Lebens“ mit einem Messer angegriffen und verletzt haben. Motiv ist nach Aussagen damaliger Freunde Rache für die erlittenen Demütigungen. Kurz darauf begang der ehemalige Schüler Selbstmord. R. war nach seinem Weggang vom Canisius-Kolleg an der von Jesuiten geführten Göttinger Gemeinde St. Michael in der Jugendarbeit tätig&#8230;</p>
<p>Den gesamten Artikel lesen:</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1249181/Canisius-Schueler-veruebte-Mordanschlag-auf-Pater.html" target="_blank">http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1249181/Canisius-Schueler-veruebte-Mordanschlag-auf-Pater.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/02/01/canisius-schuler-verubte-mordanschlag-auf-pater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin „Endlich redet die Kirche“</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/31/leserinnenbrief-zum-kommentar-von-nina-apin-%e2%80%9eendlich-redet-die-kirche%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/31/leserinnenbrief-zum-kommentar-von-nina-apin-%e2%80%9eendlich-redet-die-kirche%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 17:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=959</guid>
		<description><![CDATA[Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin
„Endlich redet die Kirche“ (Ausgabe taz vom 30.1.2010, Seite 33)
Berlin, d. 30.1.2010
Liebe Redaktion,
Liebe Frau Apin,
Ihr habt in Eurer Ausgabe vom 30.1.2010 gleich drei Artikel auf der Seite 33 „berlin“ zum Thema „Missbrauch/Katholische Kirche“ veröffentlicht.
Das zeigt, dass Ihr davon ausgeht, dass dieses Thema Eure LeserInnen bewegt und interessiert.
Ich nehme mal an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin<br />
„Endlich redet die Kirche“ (Ausgabe taz vom 30.1.2010, Seite 33)</p>
<p>Berlin, d. 30.1.2010</p>
<p>Liebe Redaktion,<br />
Liebe Frau Apin,</p>
<p>Ihr habt in Eurer Ausgabe vom 30.1.2010 gleich drei Artikel auf der Seite 33 „berlin“ zum Thema „Missbrauch/Katholische Kirche“ veröffentlicht.</p>
<p>Das zeigt, dass Ihr davon ausgeht, dass dieses Thema Eure LeserInnen bewegt und interessiert.</p>
<p>Ich nehme mal an, dass ich als 45jährige, eher links-ökologisch eingestellte, gut ausgebildete und engagierte Berlinerin eine Eurer typischen LeserInnen bin.</p>
<p>Die im positiven Sinne kritische, mitunter „freche“ und originelle Berichterstattung in der taz schätze ich so sehr, dass ich seit Jahren eine treue Abonnentin bin.</p>
<p>Ich finde es gut, dass Ihr mitunter auch für „bewegte“ LeserInnen unbequeme Positionen vertretet und so dazu anregt, überkommene, vertraute Überzeugungen neu zu überdenken.</p>
<p>Umso entsetzter war ich heute Morgen, als ich den Kommentar von Nina Apin zu den Vorfällen im Canisius-Kolleg las.<br />
Insgesamt ist er wohlwollend formuliert, was das Verhalten des Rektors, Pater Klaus Mertes, angeht.</p>
<p>Ich hätte mir diesbezüglich eine etwas kritischere Betrachtung gewünscht, zumal ja rechts neben dem Kommentar in dem Artikel „Noch mehr Missbrauchsopfer“ jede Menge Hinweise zu finden waren, über die jede/r mit dem Thema „sexuelle Gewalt“ auch nur im Ansatz vertraute JournalistIn hätte stolpern müssen.</p>
<p>Was mich aber im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen hat, war der Schlusssatz von Nina Apin: „Langfristig würde wohl die Abschaffung des Zölibats für Priester am meisten bewirken“.<span id="more-959"></span></p>
<p>Solche Vorschläge hätte ich eher in der BZ oder der BILD vermutet. Deshalb habe ich mir mal deren Websites angeguckt – und siehe da – ich durfte wieder mal ein Vorurteil revidieren.</p>
<p>Keinerlei fragwürdige Berichterstattung zu finden– im Gegenteil: die BILD informiert sachlich und gibt hat sogar weitere links auf Themen wie: „Woran erkenne ich, dass mein Kind sexuell missbraucht wird“ und befragt dazu Leute von „Dunkelziffer e.V.“. Sogar Johnny Haeusler (Spreeblick) wird dort interviewt.</p>
<p>Nun komme ich aber ins Grübeln.</p>
<p>Hinter dem oben zitierten Satz steckt die irrige und überkommene Annahme, dass sexuelle Übergriffe von Priestern die zwangsläufige Folge von erzwungener sexueller Enthaltsamkeit seien. So nach dem Motto „na wenn er denn seine Frau pimpern dürfte, dann müsste er ja keine Kinder begrapschen“.<br />
Ganz zu Ende gedacht hieße das  „Seine Frau hätte der Priester missbrauchen dürfen, Kinder nicht“.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie viele Artikel in der 30jährigen Geschichte der taz schon zum Thema „sexuelle Gewalt“ veröffentlicht wurden. Sicherlich Tausende. Auf jeden Fall spielt ihr doch eine Vorreiterrolle und habt über dieses Thema schon reflektiert berichtet, als andere Blätter noch den „bösen, schwarzen Mann“ vorgestellt haben.</p>
<p>Deshalb begreife ich nicht, wie Nina Apin so etwas schreiben kann. Sie demütigt damit die Opfer, degradiert sie zu sexuellen „Ersatzobjekten“, verharmlost so die Taten und liefert damit Menschen, die sexuell übergriffig handeln, geradezu eine Argumentationsvorlage.</p>
<p>„Missbraucher“ praktizieren eine abnorme, kriminelle Form der Sexualität. Mit Vorsatz, Berechnung und der erklärten Absicht ihre Opfer zu demütigen und ihnen zu schaden.<br />
Dahinter steckt das Bedürfnis, Macht über andere auszuüben und sich selbst damit aufzuwerten.<br />
Viele Missbraucher sind gleichzeitig ehemalige Opfer. Nicht „Normalos“, die zufällig Priester wurden und nun unter der  „unnatürlichen Enthaltsamkeit“ so sehr leiden, dass sie nicht anders können als…</p>
<p>Das Thema der Katholischen Kirche ist nicht das Zölibat, sondern Hierarchie und Machtmissbrauch. Diese Erkenntnis ist so banal, dass ich mich fast schäme, sie hier so formulieren zu müssen.</p>
<p>Ich kann dazu nur sagen – gut gemeint aber gründlich daneben.</p>
<p>Ein Angebot zur Güte: Berichtet doch mal über ein großes Unrecht, nämlich dass sexuelle Gewalttaten an Kindern nach deutschem Strafrecht immer noch verjähren. In anderen europäischen Ländern ist das anders.<br />
Infos auf der website „norbert.denef.com“ – dort findet Ihr auch einen Petitionsaufruf.</p>
<p>Wünsche Euch eine schöne Arbeitswoche und freue auf viele gute Artikel in der taz.</p>
<p>Angelika Oetken<br />
Parrisiusstraße 23<br />
12555 Berlin</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/31/leserinnenbrief-zum-kommentar-von-nina-apin-%e2%80%9eendlich-redet-die-kirche%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sexueller Missbrauch ist wie Mord</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/31/sexueller-missbrauch-ist-wie-mord/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/31/sexueller-missbrauch-ist-wie-mord/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 09:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=947</guid>
		<description><![CDATA[„Kinderschänder Uwe K. – Streit um Verantwortung für mutmaßliche Rückfalltat“
vom 24. Januar
Nachweisbar ist, dass gutachterlich als wiederholungsgefährdete Sexualstraftäter eingestufte Menschen erneut Kinder missbrauchen. Schockierend, unfassbar und unverantwortlich ist aber, dass unsere Politiker dazu keine Lösungen bieten. Im Gegenteil: Unsere Kinder müssen akzeptieren, Opfer werden zu können – ein Skandal.
Die sexuelle Nötigung und der sexuelle Missbrauch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Kinderschänder Uwe K. – Streit um Verantwortung für mutmaßliche Rückfalltat“</p>
<p>vom 24. Januar</p>
<p>Nachweisbar ist, dass gutachterlich als wiederholungsgefährdete Sexualstraftäter eingestufte Menschen erneut Kinder missbrauchen. Schockierend, unfassbar und unverantwortlich ist aber, dass unsere Politiker dazu keine Lösungen bieten. Im Gegenteil: Unsere Kinder müssen akzeptieren, Opfer werden zu können – ein Skandal.</p>
<p>Die sexuelle Nötigung und der sexuelle Missbrauch ist faktisch mit Mord oder Totschlag gleichzusetzen. Das Opfer, seine Persönlichkeit, seine Seele werden faktisch ausgelöscht. Nur wenigen gelingt es, nach einem solchen Missbrauch dem Leben wieder einen Sinn abzugewinnen. Ist es also verantwortbar, solche Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, gleichzeitig aber die Eltern im Umfeld zu warnen und eine erneute Tat abzuwarten? Definitiv nicht, und wenn die Rechtslage kein Mittel kennt, dann muss es eine neue Einordnung solcher vernichtenden Taten geben.</p>
<p>Dr. Hans-Peter Schlaudt,</p>
<p>Berlin-Wilmersdorf</p>
<p>(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 31.01.2010)</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/leserbriefe/Leserbriefe;art144,3016631" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/meinung/leserbriefe/Leserbriefe;art144,3016631</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/31/sexueller-missbrauch-ist-wie-mord/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ich sag’s mal etwas banal</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/30/ich-sag%e2%80%99s-mal-etwas-banal/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/30/ich-sag%e2%80%99s-mal-etwas-banal/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 18:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[– Tätersprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=909</guid>
		<description><![CDATA[Karl Kardinal Lehmann:
“Es gibt ja von der medizinischen, &#8211; psychiatrischen Seite her auch die Situation, dass es, eh, eh, Täter gibt die, ich sag’s mal etwas banal, einmal ausrutschen. Die man aber nicht auf ein Leben lang einfach, eh, jetzt aus der beruflichen Aktivität ausschließen kann.”

&#8220;Ich habe diese leeren, manipulierenden Fraßen satt, hinter der eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karl Kardinal Lehmann</strong>:<br />
“Es gibt ja von der medizinischen, &#8211; psychiatrischen Seite her auch die Situation, dass es, eh, eh, Täter gibt die, <strong>ich sag’s mal etwas banal</strong>, einmal ausrutschen. Die man aber nicht auf ein Leben lang einfach, eh, jetzt aus der beruflichen Aktivität ausschließen kann.”</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ewplhMMu5rs&amp;hl=en&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/ewplhMMu5rs&amp;hl=en&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p>&#8220;Ich habe diese leeren, manipulierenden Fraßen satt, hinter der eine verlogene religiöse Gesellschaft und ihre Misshandler sich verstecken.&#8221; (<a href="http://www.emak.org" target="_blank">Sieglinde Alexander</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/30/ich-sag%e2%80%99s-mal-etwas-banal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ehemaliger Jesuitenpriester gesteht Kindesmissbrauch</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/30/ex-jesuitenpriester-gesteht-missbrauch-an-berliner-gymnasium/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/30/ex-jesuitenpriester-gesteht-missbrauch-an-berliner-gymnasium/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 13:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=901</guid>
		<description><![CDATA[Im Skandal um Dutzende Missbrauchsfälle in den siebziger und achtziger Jahren am Berliner Elitegymnasium Canisius-Kolleg hat einer der Beschuldigten die Vorwürfe gegenüber dem SPIEGEL bestätigt. Der frühere Sportlehrer und Jesuitenpater Wolfgang S., 65, räumte zudem in einer an seine Opfer gerichteten Erklärung ein, es sei &#8220;eine traurige Tatsache, dass ich jahrelang Kinder und Jugendliche unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Skandal um Dutzende Missbrauchsfälle in den siebziger und achtziger Jahren am Berliner Elitegymnasium Canisius-Kolleg hat einer der Beschuldigten die Vorwürfe gegenüber dem SPIEGEL bestätigt. Der frühere Sportlehrer und Jesuitenpater Wolfgang S., 65, räumte zudem in einer an seine Opfer gerichteten Erklärung ein, es sei &#8220;eine traurige Tatsache, dass ich jahrelang Kinder und Jugendliche unter pseudopädagogischen Vorwänden missbraucht und misshandelt habe&#8221;. Daran sei &#8220;nichts zu entschuldigen&#8221;. Darüber hinaus gab der heute in Südamerika lebende Kirchenmann an, bereits 1991 seinen &#8220;damaligen deutschen Provinzialoberen eingehend über meine verbrecherische Vergangenheit informiert&#8221; zu haben.</p>
<p>Somit wusste der Jesuitenorden seit etwa 19 Jahren von dem vielfachen Missbrauch.<span id="more-901"></span></p>
<p>Stefan Dartmann, der heutige Provinzial der Jesuiten in Deutschland, bestätigte dem SPIEGEL, dass der Orden seinerzeit Kenntnis von den Straftaten des S. hatte. Man habe jetzt eine Anwältin mit einer Prüfung der Akten beauftragt, &#8220;um festzustellen, was genau die Jesuiten damals wussten und welche Konsequenzen erfolgten&#8221;.</p>
<p>1992 trat S. aus dem Orden aus. Zuvor soll er auch an anderen Jesuitenschulen in Deutschland Jungen missbraucht haben, was S. heute nicht kommentieren will. Unter anderem war er an der Hamburger Sankt-Ansgar-Schule und von 1982 bis 1984 in Sankt Blasien<strong> </strong>im Südschwarzwald tätig.</p>
<p>Dem damaligen Schuldirektor, Pater Hans Joachim Martin, war seinerzeit das &#8220;innige, väterliche Verhalten&#8221; des Pädagogen zu einigen Schülern aufgefallen. S. musste später das Gymnasium verlassen. Auch der Vatikan war laut S. über die Verfehlungen im Bilde. Er habe, heißt es in seiner Erklärung, dort &#8220;Zeugnis von meiner nichts beschönigenden Ehrlichkeit&#8221; abgelegt.</p>
<p>In Südamerika habe er &#8220;immer wieder engen Kontakt sowohl mit Folterern als auch mit Opfern&#8221; der Pinochet-Diktatur gehabt. Daher, so S., &#8220;war ich fast täglich mit meinem Spiegelbild als jahrelanger Kinderquäler konfrontiert&#8221;.</p>
<p>Mehrere Opfer reagierten entsetzt auf den Tonfall des Schreibens.</p>
<p>In dem Dokument, datiert vom 20. Januar, wandte sich S. &#8220;an alle Personen, die ich als Kinder und Jugendliche missbraucht habe&#8221;. Wörtlich heißt es: &#8220;Was ich dir und euch angetan habe, tut mir leid. Und falls du fähig bist, mir diese Schuld zu vergeben, bitte ich darum.&#8221; Dem SPIEGEL erklärte er: &#8220;Ich bin mit meiner Vergangenheit vor Gott und der Welt im Reinen.&#8221;</p>
<p>Bei dem zweiten Beschuldigten im Canisius-Fall handelt es sich um den 69-jährigen ehemaligen Religionslehrer Peter R. aus Berlin. Im Gegensatz zu S. bestritt dieser vor Vertretern des Canisius-Kollegs sämtliche Vorwürfe. Für eine Stellungnahme war er nicht zu erreichen.</p>
<p>Gleichwohl meldeten sich bis Ende voriger Woche bereits rund 20 ehemalige Schüler, die von sexuellen Übergriffen durch Wolfgang S. und Peter R. berichteten.</p>
<p>Auf Lehrer R., der nach seiner Berliner Zeit in Niedersachsen als Seelsorger in der Jugendarbeit wirkte, soll vor einigen Jahren eine Messerattacke verübt worden sein. Bei dem mutmaßlichen Angreifer soll es sich um einen ehemaligen Schüler des Canisius-Kollegs gehandelt haben.</p>
<p>Quelle:</p>
<p>SPIEGEL (<a href="http://www.schlaege.com/" target="_blank">Peter Wensierski</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/30/ex-jesuitenpriester-gesteht-missbrauch-an-berliner-gymnasium/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Sex zum Schmerzmittel wird</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/30/wenn-sex-zum-schmerzmittel-wird/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/30/wenn-sex-zum-schmerzmittel-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 03:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=874</guid>
		<description><![CDATA[Von Simone Matthieu.
Immer wieder hören wir von sexsüchtigen Prominenten. Zurzeit lässt sich etwa Tiger Woods gegen diese Abhängigkeit therapieren. Was steckt hinter diesem Phänomen?
In der berühmten Pine Groove Klinik im Süden von Mississippi lässt Tiger Woods zurzeit seine Sexsucht therapieren. Er hat sich damit in die wohl fähigsten Hände auf diesem Gebiet begeben: Der dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Simone Matthieu.</p>
<p><strong>Immer wieder hören wir von sexsüchtigen Prominenten. Zurzeit lässt sich etwa Tiger Woods gegen diese Abhängigkeit therapieren. Was steckt hinter diesem Phänomen?</strong></p>
<p>In der berühmten Pine Groove Klinik im Süden von Mississippi lässt Tiger Woods zurzeit seine Sexsucht therapieren. Er hat sich damit in die wohl fähigsten Hände auf diesem Gebiet begeben: Der dort tätige Psychologe Patrick J. Carnes ist Pionier und Koryphäe auf dem Gebiet der Hypersexualiät. Carnes definiert Sexsucht so: «Nur ein ausser Kontrolle geratenes Verhalten, das einhergeht mit den klassischen Anzeichen für Sucht – Besessenheit, Machtlosigkeit und die Benutzung von Sex als Schmerzmittel – weisen auf sexuelle Sucht hin.»</p>
<p>Auf wen diese Beschreibung zutrifft, der sollte sich Hilfe holen. Viele Prominente haben das getan: Michael Douglas, David Duchovny, Ron Wood oder Liza Minelli. Obwohl Frauen nur 10 Prozent der Sexsüchtigen ausmachen, können sie genauso darunter leiden. Schätzungen zufolge sind 4 bis 5 Prozent der Bevölkerung sexsüchtig.<br />
In den USA gibt es Fachkliniken, die sich auf die Behandlung dieser Störung spezialisiert haben. In der Schweiz stehen Betroffenen Einzeltherapien bei Psychologen oder Psychiatern zur Verfügung sowie Selbsthilfegruppen, die meist als sehr hilfreich empfunden werden. Eine davon betreibt das Mannebüro Zürich. Ähnliche Angebote gibt es in allen Schweizer Städten.</p>
<p><strong>Mit dem Problem nicht allein sein</strong></p>
<p>Werner Huwiler, Gruppenleiter beim Mannebüro zürich, betont gegenüber bazonline.ch/Newsnetz den Vorteil der Gruppentherapie: «Viele Männer, die bei uns Hilfe suchen, haben bereits verschiedenste Sachen ausprobiert und fast schon resigniert. Umso grösser ist die Erleichterung, wenn sie bei uns feststellen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind.» Der Leidensweg sei bei den meisten Betroffenen lang. Beziehungen gingen an ihrer Sucht kaputt und einige landeten dadurch in der sozialen Isolation. Sexsucht kostet auch viel, je nachdem, wie häufig die Süchtigen zu Prostituierten oder ins Bordell gehen müssen.</p>
<p>Auf Gruppentherapien setzt auch Dr. Carnes. Mindestens sechs Wochen dauert ein Aufenthalt in der Pine Groove Klinik, soll er erfolgreich sein. Neben Gruppensitzungen erhält der Patient Einzeltherapien, bei denen speziell auf vergangene Traumata und familiäre Probleme fokussiert wird. Laut Dr. Carnes ist es emminent wichtig, den Partner des Patienten ebenfalls in die Therapie miteinzubeziehen. Auch bei Tiger Woods gehört das zum Weg der Besserung: Seine Frau Elin Nordegren ist immer wieder bei ihm in der Klinik und offenbar bereit, ihrem Mann eine zweite Chance zu geben.</p>
<p><strong>Sex als Genuss, nicht als selbstauferlegter Zwang</strong></p>
<p>Das Ziel von Huwiler und seinem Mannebüro ist, die Betroffnen zu lehren, Sex zu geniessen und nicht einfach nur zu konsumieren. Mit Körperarbeit – Übungen im Bereich der Atemtechnik, Bewegungs- und Entspannungstechniken – soll das erreicht werden. Die Techniken lernen die Männer in der Gruppentherapie, zu Hause können sie sie im Selbststudium üben.<br />
Huwiler nennt das «eine Art Weiterbildung, bei der die Methoden der Selbstbefriedigung erweitert werden». Der Mann solle nicht nur vor dem Computer sitzen und onanieren, sondern seine Sexualität ganzheitlich geniessen. «Sexsüchtige sind oft nur auf pornografische Bilder fokussiert. Es geht darum, die körperlichen Empfindungen auch zuzulassen und alles wahrzunehmen. Sobald man mehr geniessen kann, werden die Bilder weniger wichtig», so Huwiler.</p>
<p>Quelle:</p>
<p>(bazonline.ch/Newsnetz) Erstellt: 29.01.2010, 12:41 Uhr  <a href="http://bazonline.ch/panorama/leute/Wenn-Sex-zum-Schmerzmittel-wird/story/27583639" target="_blank">http://bazonline.ch/panorama/leute/Wenn-Sex-zum-Schmerzmittel-wird/story/27583639</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/30/wenn-sex-zum-schmerzmittel-wird/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erzbistum räumt weiteren Missbrauchsverdacht gegen Pfarrer ein</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/29/erzbistum-raumt-weiteren-missbrauchsverdacht-gegen-pfarrer-ein/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/29/erzbistum-raumt-weiteren-missbrauchsverdacht-gegen-pfarrer-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 16:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=868</guid>
		<description><![CDATA[Das Erzbistum Berlin geht Vorwürfen gegen einen Pfarrer wegen des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen nach. Wie Dompropst Stefan Dybowski am Freitag mitteilte, sind dem Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky Anfang Juli 2009 Beschuldigungen und Verdächtigungen gegen einen Priester des Erzbistums vorgetragen worden. Diese bezogen sich auf das Jahr 2001. Dem Gemeindepfarrer seien daraufhin umgehend alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Erzbistum Berlin geht Vorwürfen gegen einen Pfarrer wegen des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen nach. Wie Dompropst Stefan Dybowski am Freitag mitteilte, sind dem Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky Anfang Juli 2009 Beschuldigungen und Verdächtigungen gegen einen Priester des Erzbistums vorgetragen worden. Diese bezogen sich auf das Jahr 2001. Dem Gemeindepfarrer seien daraufhin umgehend alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Jugendlichen untersagt worden. Das in Rom anhängige Verfahren gegen den Priester sei jedoch noch nicht abgeschlossen.</p>
<p>Ende Juli 2009 habe der Erzbischof eine Verzichtserklärung des Pfarrers angenommen, hieß es weiter. Er wohne nicht mehr in der Pfarrei. Auch sei der Priester derzeit nicht seelsorgerisch tätig. Das Opfer wurde den Angaben zufolge aufgefordert, die Vorfälle anzuzeigen. Weitere Opfer werden gebeten, sich zu melden.</p>
<p>Für den Fall wurde im Juli 2008 eine unabhängige Kommission zur Untersuchung eingesetzt. Ihr gehören den Angaben zufolge neben dem Dompropst eine Kirchenrechtsprofessorin aus Erfurt und eine frühere Kriminalistin an. Bis zum Abschluss der internen Untersuchungen gelte die Unschuldsvermutung, sagte Dybowski. Gleichwohl seien alle nötigen Schritte unternommen worden.</p>
<p>Erst in dieser Woche war bekanntgeworden, dass am von Jesuiten geführten Canisius-Kolleg in Berlin Schüler jahrelang von Ordensbrüdern sexuell missbraucht wurden. Bislang sind sieben männliche Opfer namentlich bekannt, wie Rektor Klaus Mertes am Donnerstag sagte. Die Opfer waren laut Mertes zwischen 13 und 17 Jahre. Die Taten sollen sich von 1975 bis 1989 ereignet haben. Die mutmaßlichen Täter, zwei Patres, hätten die Schule Ende der 80er Jahre verlassen.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_2647694390.php" target="_blank">http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_2647694390.php</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/29/erzbistum-raumt-weiteren-missbrauchsverdacht-gegen-pfarrer-ein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/29/862/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/29/862/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 14:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=862</guid>
		<description><![CDATA[Berliner Morgenpost
Redaktion
Leserbrief zu zwei Artikeln der Ausgabe vom 28.1.2010
„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“ (Titelseite)
„Das Schweigen muss gebrochen werden“ (Seite 13)
Sehr geehrte Redaktion,
Sehr geehrter Herr Anker, Sehr geehrter Herr Behrendt,
Herr Pater Mertens hat mit seiner Entscheidung ein hohes Maß an Zivilcourage bewiesen und seinen reflektierten Äußerungen ist zu entnehmen, dass er die von sexuellen Übergriffen betroffenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berliner Morgenpost<br />
Redaktion</p>
<p>Leserbrief zu zwei Artikeln der Ausgabe vom 28.1.2010<br />
„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“ (Titelseite)<br />
„Das Schweigen muss gebrochen werden“ (Seite 13)</p>
<p>Sehr geehrte Redaktion,<br />
Sehr geehrter Herr Anker, Sehr geehrter Herr Behrendt,</p>
<p>Herr Pater Mertens hat mit seiner Entscheidung ein hohes Maß an Zivilcourage bewiesen und seinen reflektierten Äußerungen ist zu entnehmen, dass er die von sexuellen Übergriffen betroffenen ehemaligen Schüler ernst nimmt und sie unterstützen möchte.</p>
<p>Den Betroffenen kann ich allerdings nur dringend raten, sich zusammenzutun und alle weiteren Schritte abzusprechen. Zum einen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren, zum anderen, um sich davor zu schützen nach der Schadensbegrenzung von der Institution „Katholische Kirche“ fallen gelassen zu werden.<br />
Viele ähnliche Fälle in Deutschland, Irland, Asien, Kanada, den USA, Lateinamerika und Afrika zeigen, dass es der katholischen Kirche vor allem darum geht, die Stützpfeiler ihrer Macht aufrechtzuerhalten: das hierarchische Gefälle zwischen den Geschlechtern, den Generationen und Laien und Geistlichen. <span id="more-862"></span></p>
<p>Juristische Schritte können fatalerweise in Fällen wie diesem nicht mehr unternommen werden. Selbst bei schwerem sexuellem Missbrauch ist die Tat 20 Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit verjährt, in weniger schweren Fällen sogar schon nach 10 Jahren.<br />
Da viele Betroffene erst als längst erwachsene Menschen den Mut und die Gelegenheit finden, sich dazu zu bekennen, „Opfer“ gewesen zu sein und oftmals ihr ganzes Leben schwer beeinträchtigt sind, stellt diese Verjährung ein großes Unrecht dar.<br />
Sie ist ein Hauptgrund dafür, dass Täter in unserer Gesellschaft oftmals ungeschoren davon kommen und weiter sexuelle Verbrechen begehen.<br />
Momentan werden gerade Unterschriften für eine Petition an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gesammelt (<a href="http://norbert.denef.com/petition" target="_blank">norbert.denef.com/petition</a>).<br />
Deshalb ist es umso tragischer und zugleich bezeichnend, dass den betroffenen Schülern nicht schon damals geholfen wurde.</p>
<p>Da aber im Durchschnitt 5 – 20 Prozent aller Kinder sexuellen Misshandlungen ausgesetzt sind (je nach Definition) wird es am Canisius-Kolleg, wie an allen anderen Schulen auch, in jeder Schulklasse mindestens ein betroffenes Kind geben.<br />
Insofern lohnt es sich für die Schule sowieso, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.<br />
Die Erschütterung des Schulleiters legt nahe, dass ihm das wohl nicht so präsent ist, wie es sein sollte. Aber damit geht er konform mit der Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft.<br />
Es ist unter anderem die Kultur der Scham und des Verdrängens die Taten wie diese möglich machen.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Opfer und ihre Angehörigen sich kompetente Unterstützung holen und sie bekommen.</p>
<p>Berlin, d. 29.1.2010</p>
<p>Angelika Oetken<br />
Parrisiusstraße 23<br />
12555 Berlin</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/29/862/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>jetzt 78 &#8211; als 16-Jähriger von einem katholischen Priester missbraucht</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/29/jetzt-78-als-16-jahriger-von-einem-katholischen-priester-missbraucht/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/29/jetzt-78-als-16-jahriger-von-einem-katholischen-priester-missbraucht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 12:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Opfer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=848</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr  Denef,
da auch ich &#8211; jetzt 78 &#8211; als 16-Jähriger von einem katholischen Priester missbraucht wurde, ist es auch mir ein Anliegen, alles zu tun, um diese Missstände zu beseitigen. Die Missstände sind ja nicht die Schuld einzelner, sondern sie sind Folgen einer völlig verfehlten Einstellung der katholischen Kirche zur Sexualität. Leider sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr  Denef,</p>
<p>da auch ich &#8211; jetzt 78 &#8211; als 16-Jähriger von einem katholischen Priester missbraucht wurde, ist es auch mir ein Anliegen, alles zu tun, um diese Missstände zu beseitigen. Die Missstände sind ja nicht die Schuld einzelner, sondern sie sind Folgen einer völlig verfehlten Einstellung der katholischen Kirche zur Sexualität. Leider sind die meisten dafür Verantwortlichen nicht imstande, die &#8220;Zeichen der Zeit&#8221; zu erkennen.<span id="more-848"></span></p>
<p>Die Geschichte meines Missbrauchs ist weit weniger dramatisch als die Ihre und hat bei mir, soweit ich es jetzt beurteilen kann, keine bleibenden Schäden hinterlassen, außer einer starken Abneigung gegen Zigarrenraucher. Die Entscheidung, ob Sie meine Geschichte veröffentlichen wollen, überlasse ich Ihnen.</p>
<p>Im Sommer 1946 durfte ich als 14-Jähriger mit einem Kindertransport auf zwei Monate in die Schweiz fahren. Ein Teil dieses Aufenthalts fand in einem Pfadfinderlager statt, das von einem Theologiestudenten geleitet wurde.<br />
Dieser Theologiestudent wurde im Jahre 1948 zum katholischen Priester geweiht und lud mich zu seiner Primiz ein. Ich wurde dort in Pratteln in der Nähe von Basel im Pfarrhaus untergebracht, wo ich mit dem Pfarrer allein wohnte.<br />
Dieser Pfarrer, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann, ein sehr großer und kräftiger Mann, befahl mir, mich auf eine Couch zu legen. Dann legte er sich auf mich, presste seinem Mund auf meinen Mund und sagte: „Gib mir was!“ Offenbar erwartete er sich Zungenküsse, die ich ihm aber verweigerte. Er war ein starker Zigarrenraucher und mich widerte dieser Gestank an.<br />
Am nächsten Tag fragte mich  mein Freund, der Neupriester: „Hat er dich geliebt?“ Ich war erschüttert darüber, dass mein Freund von der Veranlagung des Pfarrers gewusst und mich nicht gewarnt hatte. Er hätte ja auch veranlassen können, dass ich anderswo untergebracht würde. Aber wir besprachen den Vorfall damals nicht weiter.<br />
Da bekanntlich mit zunehmendem Alter Kindheitserinnerungen wieder stärker bewusst werden, ist mir auch dieser Vorfall in letzter Zeit wieder mehr bewusst geworden, vermutlich aber auch veranlasst durch die inzwischen darüber entfachte Diskussion.</p>
<p>Noch einige Bemerkungen zu diesem Thema:</p>
<p>Ich bin empört über die Reaktion von Papst Benedikt auf den Murphy Report – zumindest wie sie von den katholischen Medien dargestellt wird: der Papst sei „bestürzt“ gewesen, als er „jetzt“ davon erfuhr. Hatte er nicht 2001 als Kardinal die 1962 von Kardinal Ottaviani erlassene Anordnung bekräftigt, jedes Mitglied eines Kirchentribunals, das Berichte über solche Missbräuche an die Öffentlichkeit bringe, werde mit Exkommunikation bestraft?<br />
Die vier jetzt zurückgetretenen irischen Bischöfe haben nichts anderes getan, als diese Anordnung befolgt.<br />
In einem Interview mit der katholischen Wochenzeitung „Die Furche“ vom12. Februar 2004 hatte der damals neu ernannte Erzbischof Diarmuid Martin von Dublin offen über diese Missbräuche gesprochen und dabei erwähnt, dass etwa 3% der pädophilen Täter Priester seien. Wenn aber nur etwa 0,1% der erwachsenen männlichen Bevölkerung Priester sind, dann bedeutet das, dass Priester etwa dreißigmal eher zu Tätern werden als durchschnittliche Männer. Man könnte sagen: ein Glück für unsere Kinder und Jugendlichen, dass es immer weniger Priester gibt. Allerdings verleitet der Priestermangel dazu, trotz aller gebotenen Vorsicht doch immer wieder ungeeignete Kandidaten aufzunehmen.<br />
Wie neuere Fälle zeigen, werden strengere Strafen das Problem nicht beheben. Eine grundlegende Reform des Systems „Katholische Kirche“ ist nötig, wie sie zum Beispiel Bischof Geoffrey Robinson in seinem Buch „Confronting Power and Sex in the Catholic Church – Reclaiming the Spirit of Jesus“ skizziert hat.</p>
<p>Friedrich Griess<br />
Doppelngasse 117<br />
3412 Kierling<br />
Österreich<br />
Tel.: +43 664 49 250 49<br />
<a href="http://griess.st1.at" target="_blank">http://griess.st1.at</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/29/jetzt-78-als-16-jahriger-von-einem-katholischen-priester-missbraucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Elitegymnasium: Weitere Missbrauchsopfer melden sich</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/29/elitegymnasium-weitere-missbrauchsopfer-melden-sich/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/29/elitegymnasium-weitere-missbrauchsopfer-melden-sich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 11:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=844</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem Bekanntwerden mehrerer Fälle sexuellen Missbrauchs am katholischen Canisius-Kolleg in Berlin in den 70er und 80er Jahren haben sich weitere Opfer gemeldet. Etwa zehn Personen hätten sich per E-Mail geäußert, seien aber nicht alle Opfer, sagte die Rechtsanwältin und Beauftragte des Jesuitenordens für Fälle von sexuellem Missbrauch, Ursula Raue, am Freitag in Berlin. 
Einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach dem Bekanntwerden mehrerer Fälle sexuellen Missbrauchs am katholischen Canisius-Kolleg in Berlin in den 70er und 80er Jahren haben sich weitere Opfer gemeldet. Etwa zehn Personen hätten sich per E-Mail geäußert, seien aber nicht alle Opfer, sagte die Rechtsanwältin und Beauftragte des Jesuitenordens für Fälle von sexuellem Missbrauch, Ursula Raue, am Freitag in Berlin. </strong></p>
<p>Einige hätten lediglich von entsprechenden Gerüchten berichtet, seien jedoch nicht selber von Missbrauch betroffen gewesen. Doch auch direkt Betroffene hätten sich gemeldet. Eine genaue Zahl nannte sie nicht.<br />
Zudem wurde bekannt, dass einige der Missbrauchsopfer trotz ihrer Leiden ihre eigenen Kinder auf das katholische Gymnasium geschickt haben. Einige der bislang bekannten Opfer seien heute Eltern an der Schule, sagte Raue.</p>
<p>An der Schule sollen zwei Lehrer in den 70er und 80er Jahren mindestens sieben Schüler sexuell missbraucht haben. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen Unbekannt ein. Wegen des laufenden Verfahrens könnten keine weiteren Angaben zu Opfern oder Tätern gemacht werden, sagte ein Sprecher.</p>
<p>Zu den Vorfällen wollte sich das Canisius-Kolleg am Mittag erneut in einer Pressekonferenz äußern.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/brennpunkte/Elitegymnasium-Weitere-Missbrauchsopfer-melden-sich;art112,5447872" target="_blank">http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/brennpunkte/Elitegymnasium-Weitere-Missbrauchsopfer-melden-sich;art112,5447872</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/29/elitegymnasium-weitere-missbrauchsopfer-melden-sich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pädophilen-Skandale erschüttern katholische Kirche</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/29/padophilen-skandale-erschuttern-katholische-kirche/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/29/padophilen-skandale-erschuttern-katholische-kirche/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 07:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=836</guid>
		<description><![CDATA[Der Verdacht des Missbrauchs am Canisius-Kolleg ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Übergriffe an katholischen Einrichtungen bekannt. Häufig lagen diese bereits viele Jahre zurück.
Eine strafrechtliche Verfolgung war wegen Verjährung oft nicht mehr möglich.
- Im Juli 2008 wurde ein ehemaliger Domkapitular der Erzdiözese Bamberg von seinen kirchlichen Ämtern enthoben. Ermittlungen hatten ergeben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verdacht des Missbrauchs am Canisius-Kolleg ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Übergriffe an katholischen Einrichtungen bekannt. Häufig lagen diese bereits viele Jahre zurück.</p>
<p>Eine strafrechtliche Verfolgung war wegen Verjährung oft nicht mehr möglich.<br />
- Im Juli 2008 wurde ein ehemaliger Domkapitular der Erzdiözese Bamberg von seinen kirchlichen Ämtern enthoben. Ermittlungen hatten ergeben, dass der damals 64-Jährige zwischen 1978 und 1984 in zehn Fällen in einem Schülerwohnheim sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren vorgenommen hatte. Da die Vorwürfe jedoch verjährt waren, musste sich der Mann nicht vor Gericht verantworten.</p>
<p>- Im Oktober 2008 wurde bekannt, dass sich ein Pfarrer eines Internats in Bayern zwischen 1972 und 1976 an mindestens 16 Jungen vergangen hatte. Der Mann gestand die Taten, konnte wegen Verjährung aber nicht mehr belangt werden. 2009 verlor der damals 71-Jährige jedoch sein Priesteramt. Nach einem Bittgesuch an Papst Benedikt XVI. entzog das Oberhaupt der katholischen Kirche dem Mann alle Rechte und Pflichten, die mit dem Klerikerstand verbunden sind.</p>
<p>- Auch in Irland wurden in katholischen Einrichtungen unzählige Kinder missbraucht. Wie Ermittlungen einer Sonderkommission im Mai 2009 ergaben, erniedrigten und missbrauchten Priester, Nonnen und Mönche über Jahrzehnte tausendfach Kinder. Die Jungen und Mädchen wurden in Schulen, Heimen oder Erziehungsanstalten zwischen den 30er- und 90er-Jahren vergewaltigt, geschlagen und gequält. Neue strafrechtliche Ermittlungen ergaben sich durch den Bericht allerdings nicht, weil nach einer früheren Entscheidung die Namen der Peiniger für die Untersuchung anonymisiert werden mussten.</p>
<p>- In den USA wurde die katholische Kirche vor einigen Jahren von einer Serie von Pädophilen-Skandalen erschüttert. Bis 2002 waren mehr als 25 Priester nach Vorwürfen sexuellen Missbrauchs zurückgetreten oder des Amtes enthoben worden.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1247189/Paedophilen-Skandale-erschuettern-katholische-Kirche.html" target="_blank">http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1247189/Paedophilen-Skandale-erschuettern-katholische-Kirche.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/29/padophilen-skandale-erschuttern-katholische-kirche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Skandal im Bistum: Essener Priester unter Missbrauchsverdacht</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/28/skandal-im-bistum-essener-priester-unter-missbrauchsverdacht/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/28/skandal-im-bistum-essener-priester-unter-missbrauchsverdacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 20:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=834</guid>
		<description><![CDATA[Essen. Die Staatsanwaltschaft Essen wirft dem Essener Domkapitular Rainer A. sexuellen Missbrauch zum Nachteil eines 16-Jährigen vor. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat den 66-jährigen Priester von allen seinen Diensten beurlaubt.

„Wir haben den Erlass eines Strafbefehls beantragt“, bestätigte Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer das Verfahren. Weder Staatsanwalt noch Bistum machten am Donnerstag aber Angaben zur Person. Die Tat ereignete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Essen. Die Staatsanwaltschaft Essen wirft dem Essener Domkapitular Rainer A. sexuellen Missbrauch zum Nachteil eines 16-Jährigen vor. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat den 66-jährigen Priester von allen seinen Diensten beurlaubt.</strong><br />
<span id="more-834"></span><br />
„Wir haben den Erlass eines Strafbefehls beantragt“, bestätigte Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer das Verfahren. Weder Staatsanwalt noch Bistum machten am Donnerstag aber Angaben zur Person. Die Tat ereignete sich einen Tag nach Weihnachten in der Wohnung des Geistlichen. „Aber das war nicht der typische Fall: Priester missbraucht Kind“, sagt Stephan Holthoff-Pförtner, Rechtsbeistand von Rainer A.</p>
<p>Zum Verhängnis sei dem Geistlichen geworden, dass er dem 16-jährigen Türken kurdischer Herkunft auf dessen Wunsch Geld gegeben habe. Nach einer Gesetzesverschärfung stellt der Missbrauchs-Paragraf sexuelle Handlungen gegen Entgelt mit Jugendlichen unter 18 Jahren unter Strafe. Zuvor lag das Schutzalter bei 16 Jahren. Als die Familie des Jugendlichen das Geld entdeckt habe, habe ein Angehöriger Anzeige erstattet.</p>
<p><strong>Kulturhauptstadtbeauftragter</strong></p>
<p>Über den Strafbefehl, der eine Geldstrafe in Höhe von mehr als 90 Tagessätzen vorsieht und dazu führen würde, dass A. vorbestraft wäre, ist bislang nicht entschieden. „Der Täter muss aber geständig sein, sonst würde es bei diesem Delikt niemals einen Strafbefehl geben“, erläuterte Presserichter Gerd Richter vom Amtsgericht in Essen. Die Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen.</p>
<p>Rainer A., der Kulturhauptstadtbeauftragter und Vorsitzender des Kunstvereins im Bistum ist und bis Dezember 2008 acht Jahre als Offizial das kirchliche Gericht leitete, muss sich auch auf ein innerkirchliches Verfahren einstellen. Nicht nur kirchliche Titel und Ämter könnten dabei aberkannt werden, sondern auch Pensionsansprüche.</p>
<p><strong>Auf alle Ämter verzichtet</strong></p>
<p>Gemäß der „Verfahrensordnung bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche“ ist A. auf jeden Fall bis zur Aufklärung und zum Abschluss aller Verfahren beurlaubt. Er selbst habe, so das Bistum, auf alle Ämter verzichtet.</p>
<p>Das kirchliche Verfahren sieht aber nicht nur Sanktionen gegen den Täter wegen der Straftat vor, sondern auch eine „seelsorgliche Begleitung des Opfers“ und seiner Angehörigen durch einen Bischöflichen Beauftragten. Dies dürfte im vorlegenden Fall nicht nur wegen des Strichermilieus äußerst schwierig werden, sondern auch, weil das Opfer muslimischen Glaubens ist.</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Essener-Priester-unter-Missbrauchsverdacht-id2451795.html" target="_blank">http://www.derwesten.de/nachrichten/Essener-Priester-unter-Missbrauchsverdacht-id2451795.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/28/skandal-im-bistum-essener-priester-unter-missbrauchsverdacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/28/abschaffung-der-verjahrungsfristen-bei-sexuellem-missbrauch-von-kindern/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/28/abschaffung-der-verjahrungsfristen-bei-sexuellem-missbrauch-von-kindern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 16:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=831</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Norbert Denef,
der Beitrag &#8220;Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern.&#8221; wurde beantwortet.
Klicken Sie bitte auf folgenden Link, um die Antwort zu lesen:
http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24517
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von direktzu.de &#124; Spezialist für moderne Many-to-One Kommunikation
________________________________________________________
Zu der Antwort stellt sich für mich die Frage, geht’s noch dümmlicher und arroganter?
Norbert Denef
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Norbert Denef,</p>
<p>der Beitrag &#8220;Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern.&#8221; wurde beantwortet.</p>
<p>Klicken Sie bitte auf folgenden Link, um die Antwort zu lesen:</p>
<p><a href="http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24517" target="_blank">http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24517</a></p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Ihr Team von direktzu.de | Spezialist für moderne Many-to-One Kommunikation</p>
<p>________________________________________________________</p>
<p>Zu der Antwort stellt sich für mich die Frage, geht’s noch dümmlicher und arroganter?</p>
<p>Norbert Denef</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/28/abschaffung-der-verjahrungsfristen-bei-sexuellem-missbrauch-von-kindern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berlin: Verdacht auf Missbrauch an katholischem Gymnasium</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/28/berlin-verdacht-auf-missbrauch-an-katholischem-gymnasium/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/28/berlin-verdacht-auf-missbrauch-an-katholischem-gymnasium/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 16:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Kirche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=829</guid>
		<description><![CDATA[An dem von Jesuiten geführten katholischen Elitegymnasium Canisius-Kolleg in Berlin soll es zahlreiche Missbrauchsfälle gegeben haben. Diese hätten sich in den 70er und 80er Jahren ereignet, berichtete heute der Rektor der renommierten Privatschule, Pater Klaus Mertes.
Damit bestätigte er einen Bericht der &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; (Donnerstag). Der Verdacht war bekanntgeworden, weil sich Mertes in einem Brief an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An dem von Jesuiten geführten katholischen Elitegymnasium Canisius-Kolleg in Berlin soll es zahlreiche Missbrauchsfälle gegeben haben. Diese hätten sich in den 70er und 80er Jahren ereignet, berichtete heute der Rektor der renommierten Privatschule, Pater Klaus Mertes.</strong></p>
<p>Damit bestätigte er einen Bericht der &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; (Donnerstag). Der Verdacht war bekanntgeworden, weil sich Mertes in einem Brief an etwa 600 ehemalige Schülerinnen und Schüler gewandt hatte. &#8220;Mit tiefer Erschütterung und Scham habe ich diese entsetzlichen, nicht nur vereinzelten, sondern systematischen und jahrelangen Übergriffe zur Kenntnis genommen&#8221;, heißt es in dem Brief. Bisher seien ihm sieben Fälle bekannt, sagte Mertes. Er gehe aber &#8220;von einer größeren Dunkelziffer&#8221; aus.</p>
<p><strong>Ziel: Das Schweigen brechen</strong></p>
<p>Die Lehrer, die des Missbrauchs verdächtigt werden, sind laut Mertes schon seit langem nicht mehr an der Schule. &#8220;Sofern sie noch leben, recherchieren wir&#8221;, kündigte der Rektor an. Er habe sich zu dem Brief entschieden, &#8220;um einen Beitrag dazu zu leisten, das Schweigen in den betroffenen Jahrgängen zu brechen und den Betroffenen in den Jahrgängen das Sprechen zu ermöglichen&#8221;. Das Berliner Landeskriminalamt leitete unterdessen ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt ein, wie ein Sprecher sagte. Eine Anzeige sei bei der Polizei bisher nicht eingegangen.</p>
<p><strong>Link: </strong><br />
<a href="http://norbert.denef.com/" target="_blank">Internetseite eines Betroffenen</a></p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://religion.orf.at/projekt03/news/1001/ne100128_missbrauch_fr.htm" target="_blank">http://religion.orf.at/projekt03/news/1001/ne100128_missbrauch_fr.htm</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/28/berlin-verdacht-auf-missbrauch-an-katholischem-gymnasium/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stress-Hormon und Alkoholismus hängen zusammen</title>
		<link>http://norbert.denef.com/2010/01/28/stress-hormon-und-alkoholismus-hangen-zusammen/</link>
		<comments>http://norbert.denef.com/2010/01/28/stress-hormon-und-alkoholismus-hangen-zusammen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 13:15:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=826</guid>
		<description><![CDATA[Einen Zusammenhang zwischen dem Stress-Hormon &#8220;Corticotropin Releasing Factor&#8221; (CRF) und der Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit haben Wissenschafter um Marisa Roberto vom The Scripps Research Institute in La Jolla in Kalifornien aufgedeckt. Bei Ratten gelang es experimentell sogar, die Symptome einer Alkohol-Abhängigkeit durch die Blockierung von CRF zu unterbinden.
Die Arbeiten wurden in der Wissenschaftszeitschrift &#8220;Biological Psychiatry&#8221; veröffentlicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Zusammenhang zwischen dem Stress-Hormon &#8220;Corticotropin Releasing Factor&#8221; (CRF) und der Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit haben Wissenschafter um Marisa Roberto vom The Scripps Research Institute in La Jolla in Kalifornien aufgedeckt. Bei Ratten gelang es experimentell sogar, die Symptome einer Alkohol-Abhängigkeit durch die Blockierung von CRF zu unterbinden.</p>
<p>Die Arbeiten wurden in der Wissenschaftszeitschrift &#8220;Biological Psychiatry&#8221; veröffentlicht. Die Studie sei ein wichtiger Schritt zu verstehen, wie sich das Gehirn beim Übergang zur Alkoholsucht verändert, so die Wissenschafterin. Dabei habe man sich auf &#8220;die dunkle Seite&#8221; der Krankheit konzentriert: also den Drang zu trinken, nicht weil es Vergnügen bereitet, sondern Ängste vor dem Entzug unterdrückt.</p>
<p>CRF ist Teil der Antwort des Körpers auf Stress. Ursprünglich wurde es in der Gehirnregion des Hypothalamus entdeckt. Nun konnte es aber auch in anderen Bereichen nachgewiesen werden, etwa in der Amygdala. Dieser auch Mandelkern genannte Abschnitt des Gehirns wird mit verstärkten Ängsten und auch exzessivem Trinken im Falle einer Alkoholsucht in Zusammenhang gebracht.</p>
<p>In Tierversuchen haben die amerikanischen Forscher den Stressfaktor CRF durch sogenannte Antagonisten chemisch blockiert. Bei Ratten zeigten sich durchschlagende Erfolge. So wurden alkoholabhängige Tiere durch längere Gabe des Antagonisten wieder zu moderaten Trinkern, ganz ähnlich wie gesunde Artgenossen. Mit anderen Worten, die Blockierung von CRF könnte exzessiven Alkoholkonsum verhindern, ist Roberto überzeugt.<br />
apa.at</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.springermedizin.at/apa-artikel/?full=15048" target="_blank">http://www.springermedizin.at/apa-artikel/?full=15048</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://norbert.denef.com/2010/01/28/stress-hormon-und-alkoholismus-hangen-zusammen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
