Petition
Petition an den Deutschen Bundestag: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.
Unterschriften bisher:
13.405
Petition an den Deutschen Bundestag: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.
Unterschriften bisher:
13.405
Der Zweite Täter wird durch unsere Gesetze geschützt. Ich darf den Namen nicht nennen, sonst droht mir eine Unterlassungsklage. Nachdem er seine Verbrechen an mir dem Bistum Limburg in Anwesenheit einer Justitiarin gestanden hatte, “bestrafte” ihn das Bistum mit einer Abmahnung. Er wurde weiterhin im Kirchendienst beschäftigt und arbeitete mit Kindern und Jugendlichen.
Ein weiteres Opfer des zweiten Täters kann noch nicht öffentlich darüber sprechen - aus Angst, Scham und Sprachlosigkeit. Ich kann ihn sehr gut verstehen - mein Schweigen dauerte 38 Jahre lang.
- Opfer von Kamphusmann -
Sie haben sich bei der Leipziger Volkszeitung gemeldet - wollen nicht öffentlich genannt werden, weil sie Angst vor Repressalien haben. Sie befürchten, das Gleiche erleben zu müssen wie ich - ausgegrenzt zu werden.
- Opfer von Kamphusmann -
v. l. Holger Hörle, Pfarrer Alfons Kamphusmann
Foto: Holger Hörle
Foto: Leipziger Volkszeitung (M. Lüttich)
Holger wurde vom 8. bis zum 15. Lebensjahr sexuell missbraucht. Als seine Tochter geboren wurde bekam er die ersten “ernsthaften” Probleme mit seiner Vergangenheit. Seit 20 Jahren ist er arbeitsunfähig. Drei Jahre lang war er in stationärer psychotherapeutischer Behandlung. Hat geschwiegen, nie darüber geredet. Voll gepumpt mit Psychopharmaka, konnte er nicht mehr seinen eigenen Namen schreiben. Nach der Sendung
“Unter uns” MDR am 17. Februar 2006
hörte er davon, dass ich meine Schweigemauer zerbrochen hatte. Er brauchte noch 10 Stunden, um mich in der Nacht anzurufen, dann brach er sein Schweigen - wir redeten die ganze Nacht hindurch und haben geweint. Seit dem Bruch seiner Schweigemauer geht es ihm besser.
- Opfer von Kamphusmann -
Er vertraute sich seinen Eltern an und erzählte ihnen von den sexuellen Handlungen. Sie hatten den Mut etwas dagegen zu unternehmen, haben sich hinter ihren Sohn gestellt und die Verbrechen bei der Kirchenführung angezeigt. Weil die Gemeinde seine Eltern daraufhin ausgrenzte, sind sie aus der Kirche ausgetreten - bis zu ihrem Tod haben sie darunter gelitten.