Petition
Petition an den Deutschen Bundestag: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.
Unterschriften bisher:
13.405
Petition an den Deutschen Bundestag: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.
Unterschriften bisher:
13.405
Schuld, Sühne, Rechtfertigung
Dialektik der Superlative: Das Frankfurter Autoren-Theater präsentiert in der Brotfabrik einen sieben Stunden währenden Monodramen-Marathon.
Von Roman Weigand
…”Alles muss raus” ist dagegen der Leitsatz in Wolfgang Spielvogels gleichnahmigen Monodrama. Angelehnt an den autobiographischen Bericht Norbert Denefs, versucht sich darin ein Mann (Viktor Vössing) darauf vorzubereiten, seiner Familie über die sexuellen Missbrauchserlebnisse in seiner Kindheit zu berichten. Doch weder Spickzettel noch der Vorsatz, zu üben und nochmals zu üben, helfen, das Unaussprechliche verbalisierbar zu machen… mehr
Missbrauchsopfer wollen Verjährung kippen
Kritik: Bestehende Regelung im Zivilrecht schützt Täter vor Regress
Dreieich (epd). Opfer von sexueller Gewalt tragen lebenslang an ihren seelischen Verletzungen. Aber Missbrauchsdelikte verjähren nach Ansicht von Experten zu schnell, während die meisten Opfer jahrzehntelang nicht über ihre Erlebnisse sprechen können. “Missbrauch ist Seelenmord”, sagen die Betroffenen, und dürfe, wie Mord, überhaupt nicht verjähren. Norbert Denef (59), als Ministrant selbst jahrelang missbraucht, fordert in einer Petition an den Bundestag, die Verjährung von Sexualdelikten im Zivilrecht aufzuheben… mehr
In den Arm genommen hat mich niemand
Halle/Delitzsch (Lutz Schmidt)
Norbert Denef liest in Hallescher Gedenkstätte Roter Ochse aus einem neuen Kapitel seines Buches “Ich wurde sexuell missbraucht”… mehr
Norbert Denef über die Übergriffe eines katholischen Pfarrers und seine Zeit im Stasi-Kanst Roter Ochse
(ens) „Ich wurde sexuell missbraucht“ – 35 Jahre hat es gedauert, bis Norbert Denef diese Worte über die Lippen kamen. Ein Jahr lang hat er vor dem Spiegel geübt, bis er sich 1993 offenbarte. Zunächst seinen engsten Verwandten, doch die reagierten mit Abneigung. Der Kontakt zur Familie ist seit dem abgebrochen. „Ich existiere seit dem für meine Familie nicht mehr.“… mehr
Leben mit einer gemarterten Seele
35 Jahre har Norbert Denef geschwiegen. Allein ein ganzes Jahr hat er vor dem Spiegel geübt, um im Kreis der Famlie den bis dahin unsagbaren - Satz aussprechen zu können “Ich wurde als Kind sexuell missbraucht”… “Wenn Opfer über ihr Leid nicht sprechen können, zerbrechen sie.”… mehr
Lesung in Gedenkstätte
Kapitel über Stasi-Haft
Hall/MZ/msp. Aus seinem Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” liest Norbert Denef heute un 17 Uhr in der Gedenkstätte ROTER OCHSE am Kirchtor… mehr
Denef sammelt Unterschriften zu Petition
Delitzsch/Halle (dom) Wenn der frühere Delitzscher Norbert Denef heute ab 17 Uhr in der Gedenkstätte ROTER OCHSE in Halle, Am Kirchtor 20b erstmals aus dem Ergänzungskapitel “Einzelhaft” zu seinem im Vorjahr erschienenen Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” liest, wird er auch für ein aktuelles Projekt Werbung machen… mehr
Am Freitag, dem 5. September 2008 liest Norbert Denef um 17 Uhr in der Gedenkstätte “Roter Ochse” in Halle (Saale) aus seinem Buch “Ich wurde sexuell missbraucht”. Der Eintritt ist frei. Im Juli 1966 verbrachte Norbert Denef mehrere Wochen in Einzelhaft in der Haftanstalt „Roter Ochse“ in Halle (Saale). In Aufarbeitung der Stasi-Akten schrieb er darüber ein weiteres Kapitel seiner Lebensgeschichte, welches bisher noch nicht veröffentlicht wurde. In der Gedenkstätte wird er dieses Kapitel zum ersten Mal lesen… mehr
Denef - im Roten Ochsen in Stasi-Haft
Missbrauchsopfer ergänzt sein Buch und liest am Freitag in Halle vor
Von Dominic Welters
Delitzsch. Vor etwas mehr als einem Jahr hat er in der früheren Heimatstadt gelesen, in dieser Woche ist Norbert Denef wieder ganz in der Nähe. Diesmal trägt er in Halle aus seinem Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” vor. Er tut dies am Freitag ab 17 Uhr in der Gedenkstätte des einstigen Stasi-Gefängnisses Roter Ochse. Dort verbrachte der Ex-Delitzscher im Sommer 1966 mehrere Wochen in Einzelhaft… mehr
(STZ - Südthüringer Zeitung) - “Das ist unser Geheimnis” Eine Frau erzählt, wie es dazu kam, dass sie als 13-Jährige Sex mit ihrem Lehrer hatte, der damit noch prahlte…
Verjährung
Beischlaf mit unter 14-Jährigen wird laut Strafgesetzbuch mit 6 Monaten bis 10 Jahren Gefängnis bestraft. Die Verjährungsfrist beträgt 10 Jahre. Sie beginnt, wenn das Opfer volljährig ist. In diesem Zusammenhang macht Silke auf die im Internet gestartete Petition einer Mannes aufmerksam, der ebenfalls missbraucht wurde und dafür kämpft, dass die Verjährungsfristen abgeschafft werden. Sie bittet alle darum, dieses Anliegen zu unterstützen: www.norbert.denef.com. mehr
(openPR) - Norbert Denef, Verfasser des Buches “Ich wurde sexuell missbraucht” und Urheber der Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben” hat sich in einem offenen Brief an Bundesjustizministerin Brigitte Zypries gewandt… mehr
…Um auf den Missbrauch - ich würde es lieber beim Namen nennen: Pädokriminalität - zurückzukommen:
Norbert Denef kämpft seit Jahren um eine Anerkennung der an ihm begangenen Verbrechen von Seiten der Kirche und um eine Aufhebung der Verjährung dessen im Zivilrecht. Es gibt auch eine Petition in diesem Sinne.
In einem Bericht auf Denefs Homepage ist nachzulesen, dass Herr Ratzinger persönlich beim Thema Pädokriminalität in den 90igern in Texas Vertuschung betrieben haben soll….
…Auch Bischof Jaschke wünscht sich das weitere mögliche Opfer an die Öffentlichkeit treten und ihr Schweigen zu brechen. “Nur durch Druck von außen werden Veränderungen beschleunigt - die Opfer müssen den Befreiungsschlag tun!…
…Erstmals in der Geschichte des Katholikentags wird offiziell über sexuelle Gewalt in der Kirche gesprochen. Als Norbert Denef, der vor Jahrzehnten von Theologen missbraucht wurde, berichtet, ist es muksmäuschenstill. Eine Mischung aus Betroffenheit und Fassungslosigkeit zeichnet sich in die Gesichter, zuerst wegen des persönlichen Leids, dann aber, weil Denefs Kampf um Gerechtigkeit in der Kirche wie ein Kampf mit Windmühlen erscheint. Der Mann klagt an, leidenschaftlich und erbittert. Er berichtet von dem Angebot eines Bistums, ihm Schweigegeld zu zahlen, pocht auf ein hohes Schmerzensgeld und meint, die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zu diesem Thema stünden bloß auf dem Papier….
Stuttgarter Zeitung - “35000 Christen und ein Fluss Namens Hase”
Die Kritik macht nicht vor der Kirche selbst Halt: Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke ruft dazu auf, das Thema sexuelle Gewalt in der Kirche rückhaltlos zu behandeln. Pädophile Priester sollten ihres Dienstes enthoben werden. Erstmals in der Geschichte des Katholikentages gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema - und erstmals sitzt ein Missbrauchsopfer zusammen mit einem Bischof auf dem Podium. “Sie sind mir etwas schuldig, mein Leben ist kaputt”, sagte Norbert Denef, der jahrelang von einem Priester missbraucht worden war.
…”Wir haben das Tabu sexueller Gewalt zu spät gebrochen. Und wir müssen jetzt entschieden gegen das Verschweigen kämpfen, Opfern helfen und alles tun, damit es keinen sexuellen Missbrauch in unseren Reihen gibt”, fasst Jaschke seine Überzeugung zusammen….
Bis auf Frau und Kinder habe seine Umwelt ihn ausgegrenzt und bei der Kirche sei er auf der Suche nach Entschädigung abgeblitzt, schilderte Denef am Freitag auf dem Katholikentag in Osnabrück. Sexueller Missbrauch in der Kirche war dort erstmals ein Thema für das große Kirchentreffen. Der Priester sei immer strafversetzt worden, meinte Denef. “Der hat nach meinen Recherchen 100 bis 150 Kinder missbraucht, das wird geleugnet von der Kirche.” Für die katholische Kirche räumte der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke Versäumnisse bei der Missbrauchsproblematik ein: “Wir müssen uns schämen.”…
Schwäbische Zeitung - “Kirche gesteht Versäumniss bei Missbrauch”
Norbert Denef, als Kind Opfer eines Kantors und eines Priesters, beklagte, durch die bischöflichen Leitlinien habe sich der Umgang der Kirche mit dem Thema nicht geändert…
Zeitschrift des Frauenverbandes Courage e.V.
www.fvcourage.de
Das Interview führte Linda Weißelberger.
Herr Denef, Sie haben sich mit einer Petition “Verjährungsfrist für sexuellen Misbrauch im Zivilrecht” an den Deutschen Bundestag gewandt. Was beinhaltet diese Petition und was ist Ihr Beweggrund dazu? … mehr
Andernacher Bürgerin sammelt Unterschriften für eine Petition an den deutschen Bundestag, die die Aufhebung der zivilrechtlichen “Verfolgungsverjährung bei Sexualdelikten” erzwingen will … mehr
Blick aktuell - Andernach/Pellenz- “Das fest Eingebrannte von der Seele reden”
… Justizministerin Brigitte Zypries hat sich schließlich persönlich für eine staatliche Kofinanzierung des Dunkelfeld-Projekts eingesetzt und breite Unterstützung im Bundestag gefunden. Zur Fortsetzung von Diagnostik und Therapie im Rahmen des Dunkelfeld-Projektes werden jetzt für die kommenden drei Jahre 250.000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt – ein großer Teil der benötigten Mittel.
Das Projekt ist nicht unumstritten. Norbert Denef aus Dreieich (Hessen) etwa, Autor des autobiografischen Buches Ich wurde missbraucht, hat einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin ins Internet gestellt, der exemplarisch ist für die Stimmen der Kritiker. Schon der Slogan: »lieben sie kinder mehr als ihnen lieb ist?« sei »eine Verhöhnung der Opfer«. Der Staat wolle »insgesamt 750.000 Euro für Täter zur Verfügung stellen«, so Denef weiter. »Warum werden diese Steuergelder nicht dafür verwendet, Opfern zu helfen?« … mehr
Unter dem Titel »Sex crimes and the Vatican« (Sexualverbrechen und der Vatikan) untersucht der irische Filmemacher Colm O’Gorman, der selbst als 14-Jähriger von einem Priester missbraucht wurde, ein weltweit praktiziertes Verhaltensmuster der Vatikankirche: Verdrängen, verschweigen, vertuschen. Geschützt werden nicht die Opfer, sondern die Täter - und damit das Ansehen der Kirche.
… Ratzinger für Vertuschungsstrategie verantwortlich
O’Gorman nimmt dabei Bezug auf ein Dokument aus dem Jahre 1962, seinerzeit verfasst von Kardinal Ottiaviani. Darin werden unter der kirchenrechtlichen Überschrift »crimen sollicitationis« (Verbrechen der Verführung) Vergehen von Geistlichen im Zusammenhang mit der Beichte behandelt, unter anderem der sexuelle Missbrauch von Beichtbefohlenen. Diese Vergehen sollten geheim bleiben und lediglich dem Bischof gemeldet werden. Es ist von einem Eid die Rede, mit dem alle Beteiligten Verschwiegenheit geloben müssen, unter Androhung der
Exkommunikation … mehr
Rüsselsheim (von Nina Fingernagel). “Schweigen bedeutet für mich den Tod. Ich will leben.” Weitreichende Folgen - Tochter Kristin Denef, die die Lesung mit Werken auf der Querflöte begleitete, sagt über die Auswirkungen des Missbrauchs an ihrem Vater auf die ganze Familie: ” Ich würde mich auch als Opfer bezeichnen. Ich trage großen Schaden mit davon und müsste eigentlich auch Forderungen an die Institution Kirche stellen.” … mehr
Rüsselsheim (von Andrea Volb). Das, was er sagen will, sagt Norbert Denef ohne Umschweife: “Ich wurde sexuell missbraucht”. So lautet der Titel seines Buches, das vor wenigen Wochen erschienen ist … mehr
Rüsselsheim (von Ralf Schuster). Vom Pfarrer sexuell missbraucht
“Seelenmord” im Buch geschildert / Entschädigung von der Kirche
Acht Jahre lang ist Norbert Denef von einem Priester und einem Kirchenangestellten sexuell missbraucht … mehr
Delitzsch (von Dominic Welters). Norbert Denef liest aus seinem Buch “Ich wurde sexuell missbraucht”, wirbt um Verständnis – und vermisst seine Brüder … mehr
Vom Pfarrer missbraucht! Delitzscher spricht über seine Leiden.
Sein schönster Tag im Leben. Und sein schlimmster … mehr
Delitzsch (dom). Seit wenigen Tagen ist Norbert Denefs Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” auf dem Markt. Nach Angaben seines Verlages ist das Interesse an der Aufarbeitung des mehrfachen sexuellen Missbrauchs an dem heute 58-jährigen “bundesweit groß” …
Auch im Internet erzählt Denef Teile seiner Geschichte. In diesem Zusammenhang hat der Anwalt des vor kurzem nach Köthen gewechselten langjährigen Delitzscher Pfarrers Armin Kensbock Denef mit einer Klage gedroht … mehr
Ein Opfer kehrt an den Ort des Geschehens zurück..
Das MDR-Fernsehteam mit Kerstin Aldenhoff drehte eine Reportage über meine Geschichte, am Ort des Geschehens. Dreimal klopfte ich an das Tor der Marienkirche in Delitzsch - doch dieses blieb verschlossen. Ich heftete einen offenen Brief an die Kirchentür, mit der Forderung an die Gemeinde, ihr Schweigen zu brechen.
Foto: Leipziger Volkszeitung (M. Lüttich)
In der Vorarbeit zur Reportage vom MDR, versuchte ich einen Drehtermin in meiner ehemaligen Schule zu bekommen und sprach mit dem Schuldirektor darüber. Er stimmte sofort zu. Als ich ihm jedoch sagte, dass ich der Bruder des Bürgermeisters sei und es sich um das Thema sexueller Missbrauch handele, teilte er mir mit, dass er diesbezüglich den Landrat um Genehmigung bitten müsse. Einen Tag später hatte der Landrat die Presse davon in Kenntnis gesetzt und ließ mir durch den Schulleiter mitteilen, dass ich allein die Schule betreten dürfe, aber nicht mit dem Filmteam.
Am 10. Oktober 2006 war ich in Menschen bei Maischberger in einer Gesprächsrunde zum Thema: “Sexueller Missbrauch: Müssen wir den Tätern helfen?” Da ich im Kreis Offenbach wohne, berichtete die Offenbach-Post darüber.
Meine Erfahrungen der Vergangenheit bestätigten sich auch hier wieder; zum Thema sexueller Missbrauch wird geschwiegen. Auch nach der Sendung sprach die unmittelbare Nachbarschaft kein Wort mit mir darüber.
Um aus der untereinander bestehenden Sprachlosigkeit heraus zu finden, schrieb ich dem Kirchenvorstand in Delitzsch einen Brief und bat ihn um Unterstützung. Als Antwort erhielt ich lediglich nur den einen Satz:
“Ihr Schreiben vom 26. Juni 2006 haben wir zur Kenntnis genommen.”
Öffentlich antwortetet Pfarrer Kensbock auf die Frage: “Warum haben sie sich nicht darauf eingelassen?” folgendes:
Leipziger Volkszeitung “Warum haben Sie sich darauf nicht eingelassen”
Kurz nach dem Erscheinen des Spiegelartikels “Verirrte Hirten”, setzte die Süddeutsche Zeitung sich mit mir in Verbindung und beschäftigte sich mit meinem Fall. Sie befragte alle 27 Bistümer zum Thema sexueller Missbrauch. Das Ergebnis wurde im folgendem Artikel veröffentlicht:
Nachdem ich 1993 im Familienkreis mein Schweigen brach, wendete ich mich unmittelbar danach vertrauensvoll an Pfarrer Kensbock in Delitzsch und bat ihn um Hilfe und Unterstützung. Der lehnte ab. Wegen unterlassener Hilfeleistung setzte ich später das Bistum Magdeburg und den Papst davon in Kenntnis. Statt aufzuarbeiten, wurde Pfarrer Kensbock versetzt und feierlich verabschiedet.
Durch meinen Abbruch der Schweigemauer habe ich Anderen Mut gemacht Gleiches zu tun. Einer davon ging ebenfalls mit seiner Geschichte an die Presse und brach sein Schweigen:
Leipziger Volkszeitung “Missbrauch durch den eigenen Vater”
Leipziger Volkszeitung “Er hat gesagt, dass ist ganz normal”
Das Fernsehen hatte sich für mich interessiert und wollte, dass ich über meine Geschichte öffentlich rede, im SWR “Nachtcafe” und im MDR “Unter uns”. Beide Sendungen wurden am 17. Februar 2006 um 22:00 gesendet. “Unter uns” live und “Nachtcafe” wurde am 16. Februar 2006 aufgezeichnet. Vor Millionen Menschen das zu sagen, worüber ich 35 Jahre lang geschwiegen hatte - dafür bereitete ich mich 18 Jahre lang vor, um es über meine Lippen zu bringen.
Leserbriefe aus dem Kreis Delitzsch verletzten mich teilweise und andere wiederum stärkten mir den Rücken:
Auf unterschiedliche Fragen, die zu meiner Person an die Leipziger Volkszeitung gestellt wurden, nahm ich Stellung und versuchte Antworten zu finden:
Kurz nach dem Erscheinen des Spiegelartikels “Verirrte Hirten”
am 5. Dezember 2005, interessierte sich das Fernsehen für meine Geschichte. Ein Filmteam vom MDR interviewte u.a. Gemeindemitglieder vor der Kirche in Delitzsch. Darüber berichtete die Leipziger Volkszeitung:
Delitzsch bei Leipzig ist der Ort des Geschehens, wo ich vom 10. bis zum 18. Lebensjahr sexuell missbraucht wurde. Meine beiden Brüder leben noch in dieser Stadt. Der eine ist der amtierende Bürgermeister und der andere ehemaliger Bergbaudezernet. Aus diesem Grund war der Name “Denef” bekannt und entsprechend reagierte die regionale Presse:
DER SPIEGEL hat meine Geschichte über den sexuellen Missbrauch durch einen katholischen Pfarrer und einen weiteren Kirchenangestellten veröffentlicht. Das hat dazu geführt, dass weitere Opfer ihr Schweigen gebrochen haben.
Das Bistum Magdeburg hat dem ehemaligen Ministranten 25.000 Euro überwiesen…
SPIEGEL ONLINE berichtete bereits am 3. Dezember 2005 über den Artikel “Verirrte Hirten” und entsprechend haben andere Zeitungen darauf reagiert: