Petition
Petition an den Deutschen Bundestag: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.
Unterschriften bisher:
13.404
Petition an den Deutschen Bundestag: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.
Unterschriften bisher:
13.404
Mein Buch ist nicht mehr über den Buchhandel zu bestellen, da ich die restlichen Exemplare von meinem Verlag erworben habe.
Ich habe wieder das Recht, über mein Buch, meine Geschichte, selbst zu bestimmen - ich wollte frei sein.
Gern können Sie Restexemplare für 10,- Euro bei mir bestellen. Sie erreichen mich unter:
E-Mail: norbert@denef.com
Klappentext:
Norbert Denef wurde als Kind über 8 Jahre lang von einem Pfarrer und einem Kirchenangestellten sexuell missbraucht. Dieser Seelenmord, wie er es selbst nennt, ließ ihn später in schwere Depressionen fallen. Nach 35 Jahren brach er sein Schweigen und erhielt von der katholischen Kirche als erstes bekanntes Missbrauchsopfer in Deutschland eine Abfindung in Höhe von 25.000 Euro, unter einer Bedingung:Er sollte sich verpflichten, über den Missbrauch weiter zu schweigen, so wie er jahrelang geschwiegen hatte, aus Angst, Scham und Schuldgefühl. Doch Norbert Denef hielt sich nicht daran und machte seinen Fall in den Medien bekannt. Sein Buch ist Zeugnis vom Leidensweg eines Menschen, der sexuell missbraucht wurde. Es zeigt, wie zerstörerisch sexueller Missbrauch auf das gesamte weitere Leben eines Opfers einwirkt. Wie Umwelt und Familie auf seine Offenbarung reagierten und wie die katholische Kirche mit seinem Problem umging. Mit großem Engagement sensibilisiert Norbert Denef die Gesellschaft zu diesem Thema und motiviert Betroffene, ihr Schweigen zu brechen.
Am 20. Mai 2007 um 19:25 Uhr
Lieber Norbert,
zu Deinem Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” möchte ich Dir gratulieren und Dir danken für die Arbeit, die Du Dir damit gemacht hast. Dieses Buch ist spannend formuliert; ich habe es mit wachsendem Herzklopfen innerhalb von 24 Stunden lesen müssen, alles andere liegen lassen, da unwichtig. Nach einem solchen Buch habe ich lange gesucht, jetzt gefunden. Ich suchte nicht nach tabellarischer Aufzählung von Spätfolgen nach sexuellem Missbrauch und speziell durch Priester der katholischen Kirche, sondern genau das, wie Du Dich mit Deinen Gefühlen und Verletzungen einbringst. Dieses Buch schildert keinen anonymen Fall, sondern zeigt Dich als Mensch. Ich habe deutlich gespürt, wie sehr Du in der Vergangenheit gelitten hast, als Du nicht darüber sprechen konntest und auch jetzt noch leidest. Ich habe auch Deine Stärke gespürt, dass Du Dich trotz aller Widerstände immer wieder aufrappeln konntest, um Deinen Weg weiterzugehen. Ich habe Dich in Deinen Krämpfen erlebt und fühle mit Dir. In Gedanken halte ich Dich wortlos im Arm. Mehr könnte ich jetzt auch noch nicht, weil ich ebenfalls von einem Priester sexuell missbraucht wurde.
Anna Mahlers
Am 8. Juni 2007 um 15:29 Uhr
Hallo, Herr Denef!
Ihr Buch habe ich inzwischen mit großer Betroffenheit gelesen. Da ist so manches, was mir sehr bekannt vorkommt. Eigentlich hatte ich Ihnen eine ausführlichere Rückmeldung geben wollen, schaffe das aber im Moment nicht. Vielleicht nur ganz kurz: Wie Amtskirche auf Sie reagiert, ist eine Schande für die Kirche und eine Niederlage Gottes in seiner Kirche. Ich kann das nur so drastisch formulieren.
Ich werde am Samstag auf dem Ev. Kirchentag einen Stand mit “GottesSuche” haben und ein paar Bücher auslegen. Ihres wird dabeisein. Das wollte ich Ihnen jedenfalls geschwind mitteilen.
Freundliche Grüße!
Ihre
Erika Kerstner
Am 9. Juni 2007 um 09:58 Uhr
I am a threapist from Israel Who developed a way out of early age rape misery. I have a introductery essay in hebrew and a self help book in english too. Yet the book is not specifically for rape victims but as a general ladder for all based on my 10 years experience. It can be downloaded for free in this address:
http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2007/06/starting-over-again2004.pdf
Thank you for your NACHCAFFE input…
ROM HAREL
Ich bin ein Theraput aus Israel, der einen Weg entwickelt hat aus der Miserie von Vergewaltigung in jungen Jahren. Ich habe einen einführenden Aufsatz auf Hebräisch und ein Buch zu Selbsthilfe auf Englisch. Das ist jedoch nicht spezifisch für Vergewaltungsopfer sondern allgemein für meine 10-järige Erfahrung. Man kann es runterladen unter:
http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2007/06/starting-over-again2004.pdf
Danke für den Input (Eingabe) aus dem Nachtcaffe.
Rom Harel
Am 14. Juni 2007 um 17:37 Uhr
Sehr geehrter Herr Denef,
zu Ihrem Mut an die Öffentlichkeit zu gehen, beglückwünsche ich Sie von ganzem Herzen. Ich habe mich sehr über Ihr offenes Auftreten bei Wieland Backes gefreut, mittlerweile auch Ihr Buch gelesen. Mit diesem Kommentar will ich Ihnen meine Sicht der Wahrheit geben und Ihnen zeigen, daß es noch viele Kämpfer an Ihrer Seite gibt. Auch meine Familie ist vom Machtmißbrauch durch Religionsverkünder der kath. Kirche mehrfach betroffen. Zum einem in Form sexueller Gewalt, als auch durch Irreführung der gesamten Familiensippe im geistig-seelischen Bereich. Zum ersten Punkt will ich im Moment keine näheren Angaben machen, da noch vieles in der Schwebe ist. Wichtig ist mir, zum geistige-seelischen Mißbrauch, wie ich und meine Familie ihn empfunden haben, Ihnen ein paar Gedanken zukommen lassen. Ich kam 1947 zur Welt, wie viele andere Kinder auch, brachte ich großes Wissen aus letzten Leben und seherische Fähigkeiten mit.Bei Ausglügen mit meinen Eltern waren mir Häuser,Plätze auch Menschen bestens bekannt. Ich wußte im Voraus, welche Bekannten uns besuchten, was sie dann sagten und viele andere Dinge mehr. Meine katholisch geprägten und kriegstraumatisierten Eltern konnten nicht damit
umgehen und erzogen mir diese für sie unheimlichen Dinge “ab”. Den “Rest” bekam ich dann während der Ministrantenzeit von den katholischen Geistlichen “ausgetrieben”. Gleich zweimal versuchte meine Seele während der sog. Heiligen Messe dieser Inquisitation per Wegtritt ins Koma zu entkommen.Viele Jahre im Dunkel der Eine-Leben-Lehre mit riesiger Angstbesetzung vor einem strafenden Gott mit Fegefeuer und Hölle folgten. Krankheiten, auch lebensbedrohende Dynamiken begleiteten meine Leben und auch das meiner Frau, die 12 Jahre den Vorsitz der kath. Frauengemeinschaft unserer Dorfes leitete. Eine Riesenöffnung hin zur Wahrheit über Gott und die Dinge, die hinter dem Leben stehen, erfolgte vor etwa zehn Jahren. Durch die Eröffnung eines Reformhauses kam meine Frau und ich auch mit alternativen Heilungsformen in Kontakt. Durch Familienaufstellungen, Abschluß einer Kinesiologieausbildung, Rückführungen in Kindheit, zu den abgetrennten Seelenanteilen und auch in letzte Leben bekam unsere Familie eine völlig andere Sicht über Gott und seine unendliche Liebe. Aber auch zur Sicht, Krankheit, Leid und Traumas nicht im außen, im Zufall oder bei anderen zu suchen.Sondern zu erkennen, wie unendlich groß die Weisheit Gottes mit seinen Gesetzen von “Ursache und Wirkung” , von Karma und Wiedergeburt ist. Unglaubliche Einheitserfahrungen mit Gottes Liebe folgten, sämtliche Krankheiten sind verschwunden. Es gibt mittlerweile einen riesigen Frieden in unserer Familie, der sich mit den Kirchenaustritten noch verstärkte. So ist für mich das eigentliche Verbrechen, das hinter dem Mißbrauch steht, die Lüge der Eine-Leben-Lehre, die den Opfern einer Gewalttat, eines Verbrechens oder einer Krankheit jedwede Chance nimmt, denn Sinn ihrer Traumatisierung auch nur im Ansatz zu verstehen. Und wie kann es Heilung geben, wenn ich den Sinn einer Krankheit oder auch einer erlebten sexuellen Agression nicht erkenne? Anstatt die Menschen zu Gott zu führen, wurde ihnen der Weg zu seiner Liebe aus Gründen der Machterhaltung männlicher Religionsführer regelrecht versperrt. Welch grausamer Mißbrauch und welch große Sünde! Nur, es haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten riesige Wissenskanäle sowohl im alternativen Heilungsbereich als auch im religiösen-spirituellen Raum geöffnet. Festzemnentierte Glaubensdogmen werden durch das “neue” Wissen förmlich pulverisiert. Viele Menschen erkennen weltweit die Lügen von Glaubensverkündern und ihre Machtabsichten. Langsam öffnet sich auch die Kiste sexueller Verfehlungen
der katholischen Priesterkaste. Auch wenn es noch eine riesige täterfreundliche Lobby in Politik und Justiz gibt, die bestrebt ist, damit auch eigene Verfehlungen zu vertuschen. So werden auch die Nachrichten von den Priesterskandalen dieser Welt zurückgehalten und gekappt. Fast nicht bekannt ist z. B. hierzulande, daß in den USA mehr als 4400 Priester wegen Kinderschändung angeklagt wurden, 11000 (bekannte) Opfer, fünf insolvente Bistümer und schätzungsweise mehr als eine Milliarde Euro an Entschädigungszahlungen und Anwaltskosten zu Buche stehen. Diese perfide Wahrheit ist im Buch von Elinor Burkett und Frank Bruni “Das Buch der Schande” eindrucksvoll beschrieben. Gläubige, die massenhaft die Kirche verlassen haben, nehmen ihr besonders übel, daß die Bischöfe Straftaten vertuschten, Akten in die Vatikanbotschaft (Stichwort Immunität) wegschafften und Pfarrern zur Flucht über die Grenze nach Mexiko verhalfen. Als besonders übel wurde von den Autoren die Praxis beschrieben, wie Bischöfe pädophile Priester immer wieder versetzten, obwohl sie um ihre Neigung wußten. So dürfte es noch sehr spannend werden, welche Rolle der jetzige Papst als Kardinal Ratzinger und ehemaliger Vorsitzender der Glaubenskongregation mit seinen Anweisungungen an die Bischöfe in dieser Verbrechensvertuschung gespielt hat. Riesenwirbel verursacht derzeit eine Dokumentation der BBC zu diesem Thema im Internet. Erstmals öffentliche Kritik brachte dem Vatikan dieser Report vor einer Woche im italienischen Fernsehen vor fünf Millionen Zuschauern. Nach meinen Erfahrungen der letzten sechzig Jahre bin ich überzeugt, daß Gott diese Religion längts verlassen hat. Gott ist reine Liebe, Jesus hat nichts anderes verkündet. Wo war diese Liebe, als Millionen Menschen bei Hexenverbrennungen grausam starben, den Kreuzrittern zum Opfer fielen, bei Zwangschristianisieren getötet und ganze Ethnien ausgerottet wurden? Wo ist diese Liebe, wenn zehntausende (angeblich von Gott berufene!) Priester Kinder schänden,sich an Kinderpornos delektieren, Kinder zeugen und sich dann als Vater verweigern, Frauen zur Kindstötung und Abtreibung veranlassen?
Sehr geehrter Herr Denef, die Gottesgesetze von Ursache und Wirkung werden unerbittlich die Täter und ihre Taten ans Licht bringen! Deutschland und Europa sind noch ein weißer Fleck auf der Landkarte pädophiler Straftaten durch die Kirche. Es wird noch viele häßliche und schmutzige Flecken geben, wenn die verborgene Wahrheit, auch mit Hilfe der Internetdynamik in den nächsten Monaten, ans Licht kommt. Nur wenn die Kirche Einsicht und Reue zeigt, wie sie es von ihren Gläubigen verlangt, hat sie noch eine Chance zu überleben. Einsicht und Reue über ihre Seelenmorde an Kindern, Einsicht und Reue über ihr Morden an Andersdenkenden, Einsicht und Reue über das Verheimlichen der wahren
Existenz von Gott und seinen Natur- und Karmagesetzen. Ich will Ihnen mit diesem Mail einfach nur Mut machen, daß sie Ihren Weg unbeirrt weitergehen. Nach dem Mißbrauch meines Enkels vor vier Jahren habe ich viele Daten und Fakten gesammelt, die in den nächsten Monaten an die Öffentlichkeit gehen. Ich weiß, es wird analog zur USA auch in Deutschland eine Riesenwelle geben, ich kenne weitere Opfer, die schon in den Startlöchern stehen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gottes Segen für Ihren Weg, sie werden bald viele Mitstreiter haben und auch die grausame Wahrheit Ihres Falles wird vollends ans Licht kommen. Dann wird sich Ihnen auch der Sinn eröffnen, den die vierzehn Jahre Kampf für Ihr geistiges Weiterkommen hatten und weshalb es erst jetzt zu einem Durchbruch kommen konnte.
Denn auch Ihr Karma ist, genau wie das Karma unserer Familie, ein Mosaiksteinchen in Gottes Vorsehung für ein “größeres” Ziel, für das erst jetzt die Zeit gekommen ist.
Herzliche Grüße
Werner Reif
Am 11. Juli 2007 um 14:30 Uhr
Hallo Norbert,
Ich befinde mich derzeit in stationärer psychotherapeutischer Behandlung. Als ich durch einen Zufall auf Dein Buch aufmerksam wurde, habe ich es mir gekauft und gelesen. Es hat mich sehr beeindruckt und es hat mich sehr beschäftigt, so daß ich auch gegenüber meiner Therapeutin dies erwähnte. Die Folge war, dass ich vereinbaren musste, das Buch während der Dauer der Therapie nicht mehr zu lesen und auch mit niemanden darüber zu reden. Ich muss es bei meiner besten Freundin lassen, welche Dein Buch auch gelesen hat. Auch mit ihr darf ich nicht darüber reden - ich erhielt also sozusagen einen Maulkorb.
Ich möchte Dir aber auch hier nochmals zu Deinem Buch gratulieren. Ich werde es trotzdem immer mal wieder zur Hand nehmen und lesen und auch meine Freundin mit dem Thema nicht alleine lassen.
Einen lieben Gruß
Rüdiger B.
Am 21. Juli 2007 um 16:03 Uhr
Lieber Herr Denef,
ich möchte Ihnen für Ihren Mut, dass Buch zu publizieren, gratulieren. Ich hoffe, die Veröffentlichung der Verbrechen befähigt Sie, ein halbwegs “normales” Leben zu führen und die psychischen Tiefen und Krisen irgendwie zu bewältigen. Mein Schicksal ist etwas anders als das Ihrige, allerdings bin ich auch als 11 oder 12 jähriger von einem Onkel sexuell missbraucht worden. Ich kann ehrlicherweise nicht behaupten, dass mir das Gefühl unbedingt unangenehm war, allerdings weiß ich, dass es mir sehr fremd und ungewohnt war. Mein Onkel hat erst meinen Schwanz geblasen und dann in meinen Mund ejakuliert, ich spüre heute noch den herben Geschmack. Ich habe mich meiner Mutter erst als 22 jähriger offenbart, in meiner Erinnerung wusste ich nicht mehr, ob ich es ihr damals am nächsten Tag gesagt habe oder nicht. Ich habe sie bei ihrem letzten Besuch gefragt. Festzuhalten durch diesen sexuellen Missbrauch verstehe ich die Sache so, dass ich durch meinen Onkel zumindest geprägt worden bin. Ich habe in meiner Kindheit und auch als Jugendlicher immer wieder die Nähe von Männern, auf der Suche nach diesem Gefühl, dass ich damals gespürt habe, gesucht. Das ging soweit, dass ich mich einige male am Hauptbahnhof Hannover als Jugendlicher prostituiert habe, immer mit dem schadenfeinigen Argument des Geldes, in Wahrheit, weil ich dieses Gefühl wiedererleben wollte. Mein Vater kam, bedingt durch sein Studium, erst relativ spät zurück in die Familie. Alles lief immer auf Konfrontation heraus und ich habe mir immer Ersatzväter gesucht. Zum Teil am Bahnhof, zum Teil aber auch in einer sehr liebevollen Beziehung. Heute lebe ich seit über neun Jahre mit meinem Freund zusammen. Die Beziehung ist sehr liebevoll und positiv. Allerdings habe ich ein inneres Gefühl, dass ich um meine sexuelle Orientierung durch den Missbrauch meines Onkels betrogen worden bin. Sie sprechen in diesem Zusammenhang sehr richtig von “Seelenmord”. Diesen Seelenmord habe ich auch erlebt. Ich glaube, sehr schnell homosexuelle Männer zu erkennen. Und was die katholische Kirche betrifft, so ist es absolut zutreffend, dass die meisten Priester homosexuell sind. Ich verstehe zwar nicht, warum man sich so selbst verleugnen kann und den vermeintlichen Schutz in der Organisation sucht, aber die menschliche Psyche ist unergründbar. Ich sage Ihnen jedenfalls in den meisten Fällen auf den Kopf zu, ob ein Priester homosexuell ist oder nicht. Die sexuelle Präferenz muss jedem Menschen freigestellt sein, allerdings darf die nicht unter einem Deckmantel der Moralität und Pseudoscheinheiligkeit verborgen werden. Das hat einen sehr widerlichen Beigeschmack. Ihr Buch hat mich sehr berührt, und ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, die Krisen zu bewältigen und einen Weg zu finden. Herzliche Grüße und Danke für Ihren Mut (eigentlich eine Selbstverständlichkeit?),
Ihr
Dietmar S.
Am 17. September 2007 um 11:41 Uhr
Gefallen hat mir, dass eine gewisse Spannung aufrecht erhalten wurde. Hier ist sicherlich anzumerken, dass diese Spannung vom Autor wohl nicht gewollt erzeugt wurde, sondern sozusagen aus seiner psychischen Notlage heraus entstanden ist. Ich möchte damit sagen, dass die “Getriebenheit” die Herrn Denef wohl auch zu diesem Buch inspiriert hat, im Leser den Wunsch erzeugt, zu erfahren ob und wie er seinen einmal eingeschlagenen Weg weitergangen ist. Nicht nur der Leser, der sich immer wieder vor Augen hält, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt, deren Hintergrund ganz dunkle psychische Abgründe sind, wird immer wieder darauf zurückkommen, sondern auch derjenige der sich davon eigentlich lieber distanzieren würde, denn das lässt Herr Denef nicht zu!
Dass Denef’s Leben jedoch quasi von Anfang an - nämlich noch im Mutterleib - auf Ablehnung getoßen ist, mag zwar der Wahrheit entsprechen, ist jedoch meiner Meinung nach kein zulässiger Erklärungsansatz für spätere Entwicklungen. (Wenn dem so wäre, bräuchte wahrscheinlich die halbe Welt pschologischen Beistand!) Rückschlüsse wie dieser, sind wohl typisch für Menschen, deren Seele, durch schwere Traumata geschädigt wurde. Sie neigen dazu, jede “Enttäuschung” (ungewollte Schwangerschaft, die ausgetragen wird!)als größer zu empfinden, als sie eigentlich ist und sie zudem für negative Entwickungslinien ihres Lebens in die Verantwortung zu nehmen.
Nicht gefallen hat mir zuweilen Denef’s Wortwahl, die meiner Ansicht nach zumeist konkreter hätte ausfallen können. Hier muss ich allerdings zugestehen, dass das vorliegende Werk ja ein autobiographisches ist und insofern die Wortwahl des Autors wohl auch seine persönlichen Eindrücke am authentischsten zu beschreiben vermag. Als Beispiel fällt mir da ein, wie er schildert, dass er (wieder einmal) die Absicht hegt, seinem Leben ein Ende zu machen und dann erkennt, dass er eigentlich nicht sein Leben beenden möchte, sondern die Umstände beseitigen will, die sein gegenwärtiges Dasein so schrecklich erscheinen lassen. Hätte er dafür andere Worte verwandt, wäre das vielleicht gar nicht so deutlich geworden. Möglicherweise ist genau diese Wortwahl auch die Richtige, für Leser, die sich in ähnlichen Lebensumständen befinden. Das kann ich jedoch nicht beurteilen.
Lieben Gruß
Tine
Am 3. Oktober 2007 um 20:29 Uhr
Sehr geehrter Herr Denef,
ich habe gestern den Fernsehauftritt bei Kerner gesehen und möchte mich von Herzen für Ihren Mut bedanken, in der Öffentlichkeit über Ihr Schicksal zu berichten.
Es werden in solchen Situationen leider immer wieder Fragen gestellt, die dem Missbrauchten eine Teil-Verantwortung zuschustern. Warum ein Kind z. B. sich nicht einfach einem Erwachsenen oder einem Elternteil anvertraut hat, wenn es missbraucht wurde. Oder warum Sie, Herr Denef, z. B. den Missbrauch im Alter von 16 - 18 Jahren wiederholt zuliessen. Mit diesen Aussagen wird den Kindern immer wieder eine Verantwortung für den Missbrauch übertragen, der extrem verletztend ist und die Betroffenen im nachhinein noch weiter traumatisiert. Es ist daher kein Wunder, dass viele Missbrauchte sich niemals wieder jemand anvertrauen, der sich nicht mit dem Thema auskennt.
Ich möchte zu dem gesamten Thema folgendes anmerken:
- Ein traumatisiertes Kind ist kein nicht-traumatisierter Erwachsener. Es ist seinen Eltern psychisch hilflos ausgeliefert und bleibt ihnen treu, auch wenn sie es nahezu totschlagen oder auf das Schlimmste missbrauchen. Es ist abhängig und wird loyal bleiben, bis es soweit erwachsen ist, dass es die Familie verlassen kann. Ein Kind ist intellektuell nicht in der Lage, den Missbrauch einzuordnen und hat ein stark eingeschränktes Bewusstsein. Es weiss, dass es gequält wird und kann aber nicht genau benennen, was eigentlich nicht in Ordnung ist. Es stellt sich im Gegenteil noch selbst die Frage, ob es eventuell ein böses Kind ist, denn warum würde der Vater es sonst damit bestrafen. Würde ein Kind sich jemand Aussenstehendem anvertrauen, wäre dies ein Hochverrat an den Eltern. Jedes Kind hat aber das grosse Bedürfnis, von den Eltern geliebt zu werden und möchte ihnen nicht schaden. Das klingt absurd, aber nur so ist ein Kind in der Lage, zu überleben. Es kann nicht einfach weggehen. Es wird daher schweigen und den Missbrauch erdulden, bis das Bewusstsein irgendwann im Erwachsenenalter einsetzt und ihm das Ausmass und die Bedeutung des Missbrauchs klar werden.
- Ein Kind ist oft bereits in frühem Kindesalter entwertet worden, wenn später ein weiterer Missbrauch von aussen stattfindet. Kindesmissbraucher sind an “gesunden” Kindern nicht interessiert (mit “gesund” meine ich Kinder, die in einem liebevollen und verantwortungsvollen Elternhaus aufwachsen, in dem keine Entwertungen und Grenzüberschreitungen stattfinden). Pädophile stehen auf entwertete Kinder, die z. B. durch Adoption und sonstige Traumatisierungen in ihren Wurzeln geschädigt sind. Ein missbrauchtes Kind verliert seine Identität und hat gegenüber Kinderschändern keinerlei Schutzmechanismen. Bei einem erneuten Missbrauch verfallen sie in eine Art psychische Starre und sind nicht in der Lage, sich aus der Situation zu befreien.
Es wundert mich daher überhaupt nicht, dass Sie den Missbrauch im Alter von 16 Jahren noch einmal zugelassen haben. Sie sind nicht der Einzige, dem das passiert ist, und es ist vielleicht nicht für die Aussenwelt verständlich, aber eine völlig normale Situation für derart traumatisierte Menschen. Die Starre der Hilflosigkeit hört erst auf, wenn der Missbrauch ins Bewusstsein dringt und evtl. traumatherapeutisch bearbeitet wird.
- Ich kann mir gut vorstellen, warum Sie sich im übrigen nicht an Ihre Mutter gewandt haben. Ich habe Ihr Buch nicht gelesen, aber ich gehe davon aus, dass Ihre Mutter den Geistlichen als eine Art Heiligen in ihrem Leben angesehen hat und diesen Menschen von vornerein niemals in Frage gestellt hätte. Hätten Sie sich ihr anvertraut, hätte sie Ihnen nicht geglaubt, und Ihre seelischen Schmerzen wären noch grösser geworden. Ich möchte Ihnen nicht zu nahetreten. Es ist immer möglich, dass ich falschliege. Aber das sind Erfahrungswerte, die ich mit diesem Thema habe. Den Müttern ist oft der Mann wichtiger als das Kind, weshalb sie es geschehen lassen und hernach behaupten, nichts geahnt zu haben.
- Ich teile in vollem Umfang Ihre Entrüstung über die Fernsehsendung, die im Vorfeld von Kerner lief. Es ist auch einfach GRUNDFALSCH, dass einem Missbrauch eine sexuelle Präferenz zugrunde liegt. Das mag für Nicht-Experten und Nicht-Betroffene nicht einleuchtend wirken, aber ein sexueller Missbrauch hat am allerwenigsten mit Sexualität zu tun! Die sexuelle Wirkung eines Kindes auf den Missbraucher ist ein Werkzeug, aber nicht die Befriedigung an sich! Der Täter empfindet eine tiefe Genugtuung, Macht auszuüben an einem hilflos ausgelieferten Schwächeren. Das ist der Kick, nicht die sexuelle Handlung! Deshalb verachte ich nahezu diesen Professor für seine lamentable Unkenntnis, die er in diesem Modellversuch an den Tag legt. Noch einmal: Ein Pädophiler ist nicht mit der schiefliegenden sexuellen Neigung auf die Welt gekommen, dass er sich sexuell nunmal für Kinder interessiert und nicht für Erwachsene. Was ihn antreibt, ist die Geilheit an der MACHT! Er lernt im Laufe seines Lebens, dass er mit sexuellen Handlungen die schlimmste Waffe zur Demütigung und lebenslangen Schmerzen in der Hand hält, die er einem Unterlegenen zufügen kann. Das ist es, was ein Kindesmissbraucher geniesst, nicht den sexuellen Akt an sich!
Wenn man ein Kind halbtot schlägt, ist dies nicht so destruktiv für die Identität als wenn man es sexuell missbraucht. Ich bin entsetzt darüber, dass Täter der Raum gegeben wird im Fernsehen, sich als quasi sexuell falschgepolte Opfer darzustellen. Da wird den Menschen eine ganz falsche Motivation dieser Täter aufgetischt. Es ist nicht so harmlos und ein quasi genetisch ererbtes Schicksal, sondern das bewusst ausgeführte sadistische Demütigen! Hinter sexuellem Missbrauch steht immer nur Macht und Destruktion, sonst überhaupt gar nichts. Im übrigen gelingt es einer erwachsenen Frau, die bereits eine gesunde Identität besitzt, sehr viel besser, die Folgen einer Vergewaltigung zu überstehen als einem Kind. Ein sexueller Missbrauch im Kindesalter hat die Spaltung und teilweise Zerstörung der Persönlichkeit zur Folge, die extrem schwer therapeutisch zu behandeln sind. Meist taumeln diese Menschen kreuzunglücklich jahrzehntelang im Leben herum und wissen nicht, woher ihre seelischen Schmerzen kommen. Oder sie werden selbst zu Tätern und tuen ihren Kindern das an, was ihnen angetan wurde und noch viel Schlimmeres.
- Es ist im übrigen erwiesen, dass die Kindesmissbraucher sich gerne zu Geistlichen ausbilden lassen, um in aller Ruhe ihrem Trieb nach Machtmissbrauch nachgehen zu können. Und nicht nur dort, sondern überall, wo Kinder den Erwachsenen anvertraut werden: Lehrer, Sporttrainer, Therapeuten, Erzieher, Kindergärtner etc. etc.
- Das Verleugnen ist auch immer typisch bei Kindesmissbrauch. Da schweigt nicht nur die Familie, sondern die Nachbarn, der Arzt, das Jugendamt, das gesamte Dorf! Den Menschen ist es lieber, wenn sie mit solchen Ungeheuerlichkeiten erst gar nicht konfrontiert werden. Passiert so etwas in einem Dorf, fühlen sich die Einwohner persönlich angegriffen. “Das kann bei uns doch gar nicht passieren!” Da wird das Opfer lieber als unglaubwürdig dargestellt und aus dem Dorf geprügelt, als dass ein schwarzer Fleck in der Nachbarschaft geduldet wird.
Lieber Herr Denef, ich wünsche Ihnen viel Kraft für Ihren Weg.
Herzliche Grüsse
Iris
Am 22. Oktober 2007 um 08:54 Uhr
Sehr geehrter Herr Denef,
mit viel Anteilnahme habe ich Ihr Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” gelesen. Auch ich habe den sexuellen Missbrauch, den ich erlitten habe, erst Jahrzehnte später aufarbeiten können, aber aus anderen Gründen als Sie: er war dermaßen verschüttet, dass er sich erst durch einen “Auslöser” in mein Bewusstsein arbeiten musste.
Ich wende mich heute an Sie, weil ich Sie etwas fragen möchte: in vieler Hinsicht ist Ihr Buch hilfreich für andere Missbrauchsüberlebende, insbesondere für solche, die von Kirchenmännern missbraucht wurden.
Da ich 13 Jahre in Nicaragua gelebt und gearbeitet habe, war ich in diesem Jahr wieder 6 Monate dort, um betroffene Frauen einzuladen, Selbsthilfegruppen zu gründen, um ihre Missbrauchsgeschichte gemeinsam mit anderen betroffenen Frauen aufzuarbeiten.
Bei meinem jetzigen Aufenthalt habe ich mehrere junge Männer kennen gelernt, die jahrelang von dem italienischen Priester Marco Dessi sexuell missbraucht wurden. Der Priester ist im Mai dieses Jahres zu 12 Jahren Haft und Entschädigungszahlungen verurteilt worden, was aber leider die Situation der jungen Männer nicht wirklich verbessert hat; denn sie werden nach wie vor von der Bevölkerung in Chinandega mit Verachtung gestraft, weil sie einen so “wohltätigen, gütigen” Priester, dessen “Wohltaten” auch ihnen zugute kamen, angezeigt haben …
Ich würde es begrüßen, wenn Ihr Buch ins Spanische übersetzt werden könnte; denn ich halte es insbesondere in einem Land wie Nicaragua, wo das Thema des sexuellen Missbrauchs noch um ein Vielfaches mehr tabuisiert ist, mutmachend, die erfolgreiche Geschichte der Aufarbeitung eines anderen Missbrauchsüberlebenden zu lesen.
Können Sie sich vorstellen, dass Ihre Stiftung dafür offen sein könnte und das in Angriff nehmen? Das Buch könnte dann nach dem Übersetzen gut in Nicaragua gedruckt werden, dadurch würde man sich die Transportkosten sparen, oder eine Teilauflage dort drucken lassen und einen weiteren Teil hier.
Ihre Meinung zu dieser Idee interessiert mich sehr.
Hallo Frau Hauschild,
herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
Ihre Idee, mein Buch ins Spanische zu übersetzen, um es dann in Nicaragua zu veröffentlichen, finde ich sehr gut. Die Stiftung ist ein Ziel von mir, jedoch noch nicht gegründet. Sollte mein Buch ein Bestseller werden und eine Million Mal verkauft werden, wäre das der finanzielle Rahmen der Stiftung. So lange das nicht so ist, hoffe ich darauf einen Spender zu finden. Das soll nicht heißen, dass Ihre Idee so lange warten soll. Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit, um ein
solches Projekt zu starten. Ich werde versuchen die Medien daraufhin
anzusprechen und sie um Unterstützung bitten – vielleicht gelingt es, einen Sponsor für Ihre Idee zu finden.
Freundliche Grüße
Norbert Denef
Am 6. Januar 2008 um 16:36 Uhr
Lieber Norbert,
nun habe ich Dein Buch gelesen, zwischen vielen anderen Arbeiten, die warten mussten. Es las sich schnell und spannend und emotional sehr ansprechend. Ich danke Dir, dass Du so Vieles aufgeschrieben hast.
Besonders im ersten Drittel musste ich manchmal bei gleichzeitigem Schmerz lachen. Ich fand sehr schlimm, was Dir geschehen war, es aber manchmal drollig, wie Du das Unglück beschrieben hast oder welchen Schluss Du daraus gezogen hast. Vieles konnte ich sehr gut nachfühlen und erkennen, eigene Erfahrungen kamen ins Gedächtnis, als Gefühl, gefühlter Mechanismus in mir oder als Erinnerung. Manches Mal liefen die Tränen. Dein Buch zu lesen, hat mir geholfen, für einiges eine Erklärung oder ein Verstehen oder (oft traurige) Bestätigung zu finden. Nochmals Danke. Die Stiftung würde ich gern unterstützen!
Sabine
Am 1. September 2008 um 10:36 Uhr
Ich habe durch Zufall von diesem Buch erfahren. Es hat mich sehr bewegt. Es ist ein Buch, dass ich allen Betroffenen, deren Angehörigen und auch Interessierten sehr empfehlen kann. Es ist offen und klar geschrieben. Es zeigt aber auch, wie sehr dieses Thema noch tabuisiert wird.
Quelle:
http://www.sozialprojekte.de/info/acacnltua-x
Am 1. September 2008 um 10:38 Uhr
Die Tatsache, dass sich solche ungeheuer wichtigen Bücher so schlecht verkaufen, spricht für sich. Genauer gesagt: Es spricht für die Verlogenheit in dieser Gesellschaft. Nur, wenn in den Medien ab und zu ein “Skandal” hochgekocht wird, wird geschrieen; doch langfristig nichts getan. Die Menschen wollen es nicht wirklich wissen… Genau deshalb lesen sie Bücher, wie das von Norbert Denef nicht. Viel zu anstrengend. Man könnte ja aufgeklärt werden!
Aus diesem Grund wird sich nichts ändern. Es bedürfte schon breiter Teile der Gesellschaft, die mit offenen Augen und dem Mut zu solcher Lektüre fähig und willens wäre.
Insofern ist dieses Buch ein Angebot. Ein Überlebender schwerer Gewalt fand die Kraft, real stattfindende Verbrechen an Kindern zu beschreiben. Nehmen wir dieses Angebot endlich an. Machen wir aus solchen Büchern doch ein Mal Bestseller!
Quelle:
http://www.sozialprojekte.de/info/acacnltua-x
Am 9. September 2008 um 19:05 Uhr
ZU IHREM BUCH ÜBER IHREN SEXUELLEN MISSBRAUCH
VONSEITEN KATHOLISCHER PRIESTER / DER KATHOLISCHEN KIRCHE
Sehr geehrter Herr Denef,
von einer meiner (Missbrauchs-) Patientinnen erhielt ich Ihre Mail-Adresse.
Als Hypnose- und vor allem EMDR Traumatherapeutin habe ich sehr häufig mit der Therapie von früheren Missbrauchsopfern zu tun, denen die Erinnerung an den – oft schamhaft/ schmerzhaft verdrängten Missbrauch – häufig erst viele Jahre später „hochkommt“/ erinnerbar wird, oft auch erst im Zusammenhang mit einem erneuten Traumaerleben/ erfolgender Traumatherapie (typisch für sexuellen Missbrauch bzw. entsprechend schwere Traumatisierungen!).
Aus meiner langjährigen Erfahrung bzw. therapeutischen Arbeit mit Schwertraumatisierten muss auch ich in diesem Zusammenhang berichten, dass sexueller Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche doch verhältnismäßig häufig ist, dann meist vollzogen an Messdienern vonseiten des zuständigen Priesters. Aber nur wenige Missbrauchsopfer können darüber sprechen, zu hoch ist die Scham, vor allem aber die Angst vor Negativkonsequenzen, vor der Macht der Katholischen Kirche.
Diese sexuell missbrauchten Menschen sind für ihr Leben gezeichnet, seelisch zerstört („Seelenmord“); leiden meist an traumatischen, immer wiederkehrenden Erinnerungen (PTBS)… an Panik, Ängsten, an schwerer Depression.
Besonders schlecht geht es dabei den Missbrauchsopfern, die streng katholisch/=eng erzogen - im Zusammenhang mit dieser ersten sexuellen Prägung auch noch homosexuell („sündig“) geworden – sich aufgrund des althergebrachten (unchristlichen/ =ungöttlichen) katholischen Gottesverständnisses (dass Homosexualität sündig sei), auch noch ein Leben lang schuldig fühlen mussten und diese dann erst im Rahmen der Therapie - neben der nachträglichen Verarbeitung der traumatischen Erfahrungen – erkennen können, dass diese Haltung der Katholischen Kirche (Zulassen/Vertuschen von sexuellem Missbrauch…) leider herzlich wenig mit Menschenachtung/ Liebe/ Weisheit…mit Gott zu tun hat.
Ich bewundere Ihren Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen und wünsche Ihnen dabei alles Gute;
Entsprechend dem heutigen Wissen der oft jahrelangen Verdrängung schwerer Traumata ist Ihr Ansatz der lebenslangen Möglichkeit zur Anzeige sehr wichtig, absolut notwendig.
Grüße und alles Gute
Gerta Kröner
Am 24. September 2008 um 08:15 Uhr
Jetzt wird es für die kath. Kirche in Österreich ernst
Hallo Norbert!
Unsere Sammel- oder Gruppenklage gegen die kath. Kirche ist im Wachsen! Vermutlich wird sich unsere Sammelklage auch über den ganzen deutschsprachigen Raum erstrecken, wir haben einen Top-Anwalt gefunden.
Näheres:
http://michaeltfirst.blogspot.com/
Jedem sexuellen Missbrauchsopfer der kath. Kirche steht eine Opferentschädigung seitens der kath. Kirche zu (nicht vom einzelnen der kirchlichen Täter, die sich oftmals darauf ausreden, kein Geld für eine Opferentschädigung zu haben).
Für die Opferentschädigung an alle sexuellen Missbrauchsopfer von Kirchenleuten haftet nur die kath. Kirche und sie hat ein grenzenloses Vermögen. Die kath. Kirche in Österreich wird zahlen müssen, so wie kürzlich in Irland (siehe meine Homepage)!
Denn bei gesamt 4 MIO Iren, gab es in Irland 17.000 sexuelle Missbrauchsopfer von kath. Kirchenleuten: Die Schadensersatzforderungen gegen die katholische Kirche sollen nach Regierungsschätzungen mittlerweile bei 1,16 Milliarden Euro liegen.
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=162485
Kardinal Schönborn wird in mehreren Fällen auch der Vertuschung überführt werden (siehe meine Homepage) und das kann für Schönborn im Strafgericht enden!
Ein nur ganz kleiner (im Vergleich zu den anderen Fällen) Vertuschungsvorgeschmack des Herrn Kardinals:
http://www.gegensexuellegewalt.at/2008/08/offener-brief-an-barbara-stockl/
Siehe auch u. a. auf meiner Homepage die Sache über den Geistlichen von Bad Goisern, wo Schweigeschmerzensgeld bezahlt und dann der Priester in eine Pfarre der Erzdiözese Wien versetzt wurde.
Etliches von nachweislichen Vertuschungen habe ich auch nicht veröffentlicht, das kommt in die Gerichtsakten. Es geht auch immerhin um die Vertuschung von Morden (siehe meine Homepage).
Wir Opfer ziehen das mit allen Konsequenzen bei Gericht durch (auch etliche Opfer aus dem gesamt deutschsprachigen Raum schließen sich dieser Sammelklage / Gruppenklage an).
Und die kath. Kirche wird auch auf all den Kosten der teuren Rechtsysteme von Österreich, Deutschland und der Schweiz sitzen bleiben, unabhängig von den Schmerzensgeldzahlungen.
Es werden bei dieser Klage auch sex. Missbrauchsopfer von Kirchenleuten in ihrer Kinderzeit mitmachen, die ehemalige Mönche oder Priester waren. Bei der Sammelklage sind auch aus mehreren Orden Kläger dabei. Es sind sogar ehemalige Jesuiten dabei, bei Gericht wird tiefstes Insiderwissen öffentlich gemacht.
Es werden bei Gericht Namen von z. Z. sehr honorigen (scheinenden) Kirchenleuten aktenkundig werden……
Während unsere Sammelklage gegen die kath. Kirche läuft, werde ich zeitgleich ein Volksbegehren gegen das Konkordat in Österreich initiieren.
Hier (siehe folgender Link) ist noch eine ganz neue und sehr hohe Opferzahl aus Deutschland: Am 15. 9. 2008 stand in “Zoomer” folgender Artikel, der bereits über den sexuellen Missbrauch von bis zu einer halben Million Fällen in deutschen Kinderheimen, die von der Kirche geführt wurden, berichtet:
http://www.zoomer.de/news/news-zoom/mixed/kirchen/studie-belegt-missbrauch-in-kinderheimen
Mit freundlichen Grüßen
Michael Tfirst
Am 30. September 2008 um 17:30 Uhr
Sehr geehrter Herr Denef,
Zu der im Vorkommentar beabsichtigten Sammelklage von Herrn Tfirst will ich ein paar Gedanken anfügen, die sich auf das dort angeführte “grenzenlose” Vermögen der katholischen Kirche beziehen. Meine über 40jährigen Bankerfahrungen führen mich nämlich zum Schluss, dass nach den Finanzcrashs der letzten Wochen diese “Grenzenlosigkeit” längst nicht mehr gegeben ist. Um zu dieser Meinung zu kommen muss man sich neben dem Bankinsiderwissen auch sehr intensiv mit dem Finanzgebaren des Vatikans der letzten Jahrhunderte auseinandersetzen. Die Fakten über das recht- oder unrechtmäßige Zustandekommen der immensen kirchlichen Besitztümer (Stichworte: Ablasshandel, Eroberungskriege/Christianisierung mit Vernichtung und Ausraubung ganzer Ethnien, Kreuzzüge, Inquisitation mit Vermögenseinzug, Dubiose Erbnächlässe und Stiftungen, Besitzabgabe bei Klosereintritt usw.) sollen hier nicht behandelt werden. Sie sind vielfach anderweitig, 0ausführlich beschrieben. Da diese kirchliche Institution keinerlei Bilanzen über ihre Vermögensverhältnisse veröffentlicht, sind nachfolgende Ausführungen rein hypothetisch. Sie beruhen auf den logischen Schlussfolgerungen langjähriger Bankpraxis zum Geldanlageverhalten aufgebaut auf den spärlichen aber aufschlussreichen Infos, die durch die dicken Vatikanmauern dringen.
Die Weichen für die jetzige Finanzsituation wurden vor allem in den 70igern und 80igern Jahre des letzten Jahrhunderts gestellt. In dieser Zeit gab es riesige Skandale um die Banktätigkeiten des Vatikans, in vielen Publikationen ist von Verbindungen zur Mafia die Rede. Auch diese Vorgänge um den Finanzkünstler Sidona, den Vatikanbankvorstand Erzbischof Marzinkus sowie den Bankdirektor der Mailänder Banco Ambrosiano sind Gegenstand vieler Veröffentlichungen. Diese Zeitdekade ist auch geprägt von mehreren Morden, Selbstmorden und mysteriösen Todesfällen. Calvi wurde erhängt aufgefunden, Sindona im Gefängnis vergiftet. Im Jahre 1978 starb auch der damalige Papst Johannes I nach nur 33 Tagen Amtszeit (Hintergründe siehe Buch: Im Namen Gottes). Der Nachfolgepapst Johannes Paul II “ordnete” die Vatikanbank neu. Viele katholische Einrichtungen, Diözesen, Orden und Stiftungen unterhalten Einlagen bei diesem Institut, das als eine Art Zentralbank bzw. Girozentrale fungiert. Es ist davon auszugehen, dass bei der Restrukturierung in den 80iger Jahren das Vatikanvermögen aus der damaligen Schwachwährung des Lira in die “Starkwährung” des Dollar transferiert wurde. Auch um dem Zugriff des italienischen Fiskus zu umgehen, der Steuer aus den kirchlichen Vermögenserträgen forderte. Zementiert wird diese Annahme durch die Aussagen des Aufsichtsratsvorsitzenden der IOR, Professor Angelo Caiola über “Haupteinnahmezuflüsse” aus dem Dollarraum (Quelle IOR/Wikipedia). Ebenso nannte er als “wichtigstes Vermögen” Anteile an 5 Bankhäusern! Die Identität dieser Institute wurde verschwiegen. Es bedarf aber wirklich keiner großen Fantasie, sich vorzustellen, dass diese Vermögensverwalter der vatikanischen Milliarden keine kleine Sand- und Kiesbanken waren sondern genau jene “First-Class-Häuser” der Wallstreet sind, die jetzt zusammenbrechen oder bereits insolvent sind.
Laut Angaben der päpstlichen Präfektur bestanden die Goldreserven des Vatikans im Jahre 1992 aus 235.765 Feinunzen Gold mit einem damaligen Marktwert von 83 Millionen US-Dollar, Ende 1993 hatte der IOR nur noch 47.772 Unzen in seinen Büchern. Wo ist das Vatikangold geblieben? Kaum anzunehmen, dass es zur Hungerbekämpfung nach Afrika geschickt wurde. Viel eher ist zu vermuten, dass die damals renditeschwachen und zinslosen Edelmetallpositionen von den geldbewussten “Bänkern Gottes” aufgelöst und in die boomenden und “hochprofitablen” Investmentpapiere der Wallstreetgrößen Lehmann Brothers, Freddie und Fanny, JP Morgan, Goldman Sachs und anderen “Geldvermehrungsbrüdern” umgetauscht wurden.
Übrigens ist der Marktwert von 235.765 Feinunzen Gold von ursprünglich 83000 US-Dollar auf 2,1 Milliarden Dollar gestiegen, während die Investmentzertifikate der Wallstreetgrößen nur noch als Kloopapier taugen. Welche Panik hinter den Mauern des Vatikans offenbar herrschen muss, zeigt gerade die heute gestreute Meldung des britischen Wochenmagazins “The Tablet”. Es berichtet dass der Vatikan durch “verstärkte” Investitionen in Rohstoffe, vor allem durch den Kauf einer Tonne Gold, die Einbußen infolge der Finanzkrise offenbar in Grenzen halten konnte. Wie notwendig muss es doch die Kirche haben, ihre Schäflein auf diese Weise zu beruhigen! Was man von den Beteuerungen der Bankvorstände allerdings halten kann, zeigen die letzten Lügefestivalwochen.
Für wie dumm und einfältig hält der Urheber dieser Meldung eigentlich das Kirchenvolk? Denn der Gegenwert einer Tonne Gold beträgt derzeit ca. 20 Millionen Euro, es ist also wohl nur ein sehr kleiner Bruchteil des auf viele Milliarden taxierten Kirchenvermögens. Allein die Entschädigungszahlungen für Opfer sexueller Gewalt durch Priester in den USA und Irland werden auf über 3 Milliarden Euro geschätzt. Die Behauptung, mit dieser Kleinaktion das Vermögen als Ganzes geschützt zu haben, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Der Vorgang ist im Übrigen völlig unglaubhaft. Denn während Millionen Bankprofis und Börsenhändler weltweit die Gefahr nicht erkannt haben, wollen die Vatikanbänker als einzigste frühzeitig reagiert haben. Dafür gäbe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder war es Insiderwissen aus den Führungsetagen der Crashbanken oder die oft zitierte Hilfe von oben. Und beides halte ich für unwahrscheinlich.
So ist anzunehmen, dass die Wahrheit eine ganz andere ist. Nämlich die, dass auch die katholische Kirche Milliarden ihrer von den (Gut)Gläubigen eingesammelten Gelder im Billiardengrab der Wallstreet versenkt hat. Denn alle Zeichen deuten darauf hin, dass sich zum einen die Vatikanbank IOR mit dem ihren anvertrauten Einlagegeldern direkt in den Finanzzentren der USA an diesem so “profitablen” Billiardenspiel beteiligt hat. Weiter anzunehmen ist, dass sich aber auch zum andern renditebewusste Kirchenkämmerer regionaler Diözesen, Klöster und Orden bei ihren Hausbanken dieser Investmentanlagen zur Geldvermehrung bedient haben. Erste dahingehende Hilferufe tauchen bereits auf (siehe Evangelisch Lutherische Kirche, Oldenburg mit einem Schadensfall von 4 Millionen Euro). Äußerst verwunderlich ist das Verhalten der Presse und der Medien, die sich dahingehend noch keine Gedanken macht oder machen darf.
Nur, die Fragen werden kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Fragen von Milliarden gutgläubiger Menschen, was mit ihren Spenden an die “Dritte Welt” passiert ist.
Fragen der Kirchensteuerzahler, welcher Weg ihr Steurobulus zur Unterstützung sozialer und mildtätiger Zwecke gegangen ist.
Fragen vieler Stifter, was aus ihren Vermächtnissen geworden ist.
Fragen vieler Peterpfennigzahler (ca. 50 Millionen EUR jährlich) ob ihr “Apostel-Petrus-Gedächtnis-Spende” auch dem bestimmungsgemäßen Zweck zugeführt wurde.
Fragen vieler ehrenamtlich tätiger Kirchenmitarbeiter, wofür ihr Amt missbraucht wurde.
Fragen zahlreicher, vielleicht weltweit millionfacher Opfer sexueller und sonstiger Gewalt durch kirchliche Straftäter, die oft mit Almosen (Beispiele Herr Denef, Herr Tfirst) und sittenwidrigen Schweigegelderklärungen abgefunden wurden. Hierzu zählen auch abertausende Betroffene in den kirchlichen Kinderheimen, die Aufarbeitung steht noch an.
Zuletzt und vor allem aber Fragen von Milliarden hungernder Kinder /Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika warum ihr Religionsführer, der sich doch als Stellvertreter Gottes sieht, sie elend verkommen und verhungern ließ. Währenddessen das ihnen zugedachte Geld im Luxuskasino der Wallstreet in Freß, Sauf- und Sexorgien verzockt wurde
Was würde wohl Jesus zu so einem Verhalten sagen?
Diese Vorgänge, sollten sie sich bewahrheiten, sind aber nur ein weiters Glied ind der Kette, der durch Christenführer verübten Verbrechen in den letzten zwei Jahrtausenden.
Viele Zeichen deuten darauf hin, dass das Ende dieser Kette erreicht ist, der Paradigmenwechsel ist deutlich zu spüren. Was man sät wird man ernten und die Ernte wird für Papst Benedikt fürchterlich sein. Denn durch seine Tätigkeit als ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation und seiner Bischofsanweisung ist er nicht nur Hauptverantwortlicher für die Vertuschung pädophiler Straftaten seiner Glaubensverkünder. Als Vorsitzender der Vatikanbank trägt der zudem die alleinige Verantwortung für die Verwaltung des Vermögens. Sollten sich die Anzeichen für eine Milliardenvernichtung und damit die Veruntreuung der ihm im guten Glauben anvertrauten Gelder als die Wahrheit herausstellen, wird dies die Institution Kirche nicht überleben.
Und sich damit auch die Weissagungen Richtung 2012 erfüllen.
Schon Jesus hatte Pharisäer und Geldhändler aus der Kirche geworfen.
An Sie, Herr Denef, ganz herzliche Grüße
Werner Reif